Fünfzehn Fragen an Jonas Weiland von DocJones.de

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein? Mein eigener Chef zu sein bedeutet für mich vor allem, eigene Ideen umsetzen zu können, meine Pläne nachhaltig verfolgen zu können und dabei nicht […]

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?
Mein eigener Chef zu sein bedeutet für mich vor allem, eigene Ideen umsetzen zu können, meine Pläne nachhaltig verfolgen zu können und dabei nicht mit der Sprunghaftigkeit eines Chefs umgehen zu müssen. Abgesehen davon kann man sich über seine eigenen Erfolge noch viel mehr freuen.

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?
Das erste Geschäftsmodell entstand ganz klassisch: Bei einem Bier mit einem meiner heutigen Partner. Die ersten Ideen wurden gleich auf dem Bierdeckel verewigt.

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen?
Der erste Schritt in die Selbstständigkeit wurde durch die Gründerwerkstatt der Beuth-Hochschule mit 36.000 Euro unterstützt. Das in dieser Zeit generierte Wachstum wäre wohl ohne diese Finanzierung kaum möglich gewesen. Inzwischen stehen wir aber auf eigenen Beinen und finanzieren uns über die Einnahmen unserer Webagentur, der social media services GmbH, mit der wir neben DocJones.de weitere Projekte betreuen.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine? 
Dass man aus eigener Tasche nie so viel investieren kann, wie man gerade gerne würde.

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen? 
Ich denke, dass alles, was wir falsch gemacht haben, wichtig war. So haben wir heute eine gute Grundlage für bessere Entscheidungen.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?
Das ist für jedes Geschäftsmodell unterschiedlich zu bewerten. Wir bei DocJones.de zum Beispiel setzen stark auf hochwertige Textinhalte, um mittel- bis langfristig durch Suchmaschinen-Optimierung und Kooperationsmanagement viele Besucher zu erreichen. Gerade bei einem Gesundheitsportal ist die Qualität der Inhalte ausschlaggebend, damit die Nutzer auch wieder kommen. In anderen Bereichen, wie bei unserem Projekt DealNavigator.de, können auch gut getargete, schnellere Marketingmaßnahmen wie Performance-Adnetzwerke, Facebook- und Google-Ads sowie Affiliate-Marketing sinnvolle Methoden sein. In allen Bereichen ist jedoch eine gute Pressearbeit wichtig, da diese Aufmerksamkeit von Entscheidern aber auch neue Nutzer mit sich bringt.

Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?
Ich habe mit meinen heutigen Geschäftspartnern schon einige Projekte noch während meines BWL-Studiums umgesetzt. In dieser Zeit haben wir viel voneinander gelernt und uns gegenseitig motiviert, unsere Ideen auch umzusetzen.

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg? 
Nicht zu früh aufgeben!  An die eigene Idee glauben – auch wenn andere es nicht tun! Den eigenen Weg verfolgen: Dabei ab und an die Richtung justieren, niemals ziellos agieren!

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?
Kostenloses W-Lan für alle!

Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten? 
Dann würde ich mich beeilen, möglichst schnell eines zu gründen.

Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschen spielen? 
Bei all den Start-ups, die trotz eines weniger innovativen Geschäftsmodells erfolgreich sind, zum Beispiel durch tolles Marketing, ein breites persönliches Netzwerk, ein besonderes Team oder einen starken Geschäftsführer. Hier kann man viel lernen.

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie? 
In die Zukunft – um schon heute die Trends und die Lottozahlen von morgen zu wissen.

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?
Zum Nichtstun reicht das Geld nicht – ich bin erst 26 Jahre alt. Abgesehen davon bin ich nicht zum ewigen Faulenzen geboren. Deshalb würde ich das Geld in ein eigenes Projekt oder in ein spannendes Start-up investieren.

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag? 
Ausgiebig mit meiner Freundin frühstücken, Tischtennis spielen im Park, meine Familie treffen und abends kochen und gemeinsam mit ihnen essen.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?
Mit den Gründern von Google auf ein Bier – vorausgesetzt natürlich, sie trinken gern welches.

Zur Person
Jonas Weiland, Jahrgang 1985, ist Gründer und Geschäftsführer der Berliner social media services GmbH, welche mit DocJones.de (www.docjones.de) eine Gesundheitsplattform rund um Pflanzenheilkunde betreibt. Das im Januar 2011 gegründete Portal bietet redaktionelle Informationen zu Krankheitsbildern und Wirkstoffen in Medikamenten sowie die Möglichkeit zum interaktiven Erfahrungsaustausch zum Thema Gesundheit. Nach seinem BWL-Studium gründete Weiland bereits verschiedene Affiliate-Vertriebsplattformen und startete vor Kurzem das Rabattportal DealNavigator (www.dealnavigator.de).

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

  1. Finde die Idee des Startups sehr gut. Denke, dass online im Gesundheitsmarkt noch viel Luft nach oben vorhanden ist. Also weiter so!

  2. Pingback: Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg? – 15 Gründerinnen und Gründer antworten :: deutsche-startups.de

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