Social TV: tweek sammelt Kapital ein – Couchfunk und livevoting.com starten

Wie bereits im September berichtet, stehen derzeit mehrere Start-ups in den Startlöchern, die sich um das Thema Second Screen bzw. Social TV kümmern. Die drei Dienste heißen TunedIn (www.gettuned.in), Zapitano (www.zapitano.de) und tweek […]
Social TV: tweek sammelt Kapital ein – Couchfunk und livevoting.com starten

Wie bereits im September berichtet, stehen derzeit mehrere Start-ups in den Startlöchern, die sich um das Thema Second Screen bzw. Social TV kümmern. Die drei Dienste heißen TunedIn (www.gettuned.in), Zapitano (www.zapitano.de) und tweek (www.tweek.tv). All diese Start-ups setzen darauf, dass die Menschheit nur darauf gewartet hat, dass endlich eine Plattform an den Start geht, die es ermöglichst, sich über das aktuelle Fernsehprogramm zu unterhalten. Während das Trio noch in den Startlöchern steht, sind Couchfunk (www.couchfunk.de) und livevoting.com (www.livevoting.com) unterdessen online gegangen. Aber auch die Konkurrenz ist nicht untätig: tweek verkündet aktuell den Einstieg von bmp media investors, Euro Serve Media, also der Telefonbuchverlag Müller Medien, und Catagonia Capital.

“Tweek TV ergänzt vorhandene Contentangebote und vereinfacht deren Nutzung, ohne dass eine tiefgreifende Integration erforderlich ist. Tweek TV hat dadurch ein großes Kooperationspotenzial und schafft deutlichen Mehrwert”, sagt Jens Spyrka von bmp media investors. Der Berliner Kapitalgeber hält nach eigenen Angaben ab sofort 20 % am tweek-betreiber Ubertweek. Im Handelsregister sind die neuen Gesellschafter der Jungfirma, die in dieser Finanzierunsgrunde eine “hohe sechsstellige Summe” erhielt, noch nicht sichtbar. Gegründet wurde tweek von Marcel Düe (ehemals gate5) Klaus Hartl (ehemals Plazes) sowie Sven Koerbitz (ehemals gate5 und Ableton). “Tweek TV wird die Art, wie User TV-Inhalte entdecken, komplett verändern”, sagt Mitgründer Düe selbstbewusst.

tweek startet 2012 – zunächst für das iPad

“Zwischen klassischen TV-Inhalten und User Generated Content entsteht in großer Zahl interessanter, qualitativ hochwertiger Content. Das Problem: Die Gesamtheit der Inhalte ist zunehmend verstreut auf iTunes, in Apps, in Mediatheken, auf Videoportalen. Die Inhaltsanbieter brauchen Partner, die neue Wege finden, Nutzer zu ihnen zu bringen”. Und genau dieser Parner will tweek sein! Im kommenden Jahr geht tweek offiziell an den Start – zunächst für das iPad. Das frische Kapital der neuen Investoren soll hauptsächlich in die Erweitertung des Produktes und die Vorbereitungen für den Start fließen. tweek verspricht seinen Nutzer Videoinhalte, die zum persönlichen Geschmack passen. Grundlage dafür sind die Facebook-Aktivitäten der Nutzer. Neben Deutschland haben die Berlin auch die USA und Großbritannien im Visier. Damit positioniert sich die Jungfirma gleich zum Start als internationaler Dienst.

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In den USA sieht das tweek-Team Dienste wie clicker (www.clicker.com), fanhattan (www.fanhattan.com) und matcha.tv (www.matcha.tv) als seine Konkurrenten. Als weitere Mitbewerber wären noch Yap.tv (www.yap.tv), tunerfish (www.tunerfish.com), getGlue (www.getglue.com) und Miso (www.gomiso.com) zu nennen, alle bearbeiten im weitesten Sinne das Thema Social TV. In Deutschland ging Anfang Dezember – wie bereits erwähnt – livevoting.com online. Die Plattform, die während dieser Artikel verfasst wurde schon wieder längere Zeit offline war, positioniert sich als “senderunabhängiges Social TV-Portal”. Bei livevoting.com können Nutzer “über verschiedene Talk- und Casting-Shows sowie Sportereignisse oder Spielfilme diskutieren sowie an Umfragen teilnehmen”.

„Verschiedene Studien haben in den vergangenen Monaten belegt, dass der Trend, Fernsehen und Internet parallel zu nutzen, stark steigt“, sagt livevoting.com-Gründer Christian Maertin, der ansonsten Mitglied der Geschäftsleitung bei der Kölner Kommunikationsberatung Siccma Media ist. “Wir sind überzeugt, dass sich dieses Verhalten auch in Deutschland durchsetzen wird und bieten Internetnutzern daher mit livevoting.com zum ersten Mal die Möglichkeit, sich auf einer Plattform über Fernsehereignisse unterschiedlichster Art auszutauschen und abzustimmen“, sagt Maertin. „Auf diese Weise ergänzen wir ideal die zahlreichen Social Media-Angebote der unterschiedlichen Sender.“ Couchfunk, seit Oktober am Start, bringt sich als “persönlicher Social-TV-Service” füs iPad ins Gespräch (siehe Screenshot). Ziel der Gründer Uz Kretzschmar und Frank Barth ist die “Darstellung des TV-Programms insbesondere heiß diskutierter TV-Shows mit den dazugehörigen Gesprächen und der Möglichkeit die Diskussion selbst zu gestalten”. Wobei Plattformen wie tweek, die Video-Inhalte aller Art bündeln sicherlich deutlich attraktiver sind als simple Zusatzprodukte zum etablierten TV-Programm. Gerade die vielen VoD-Angebote im Lande könnten so endlich in den Vordergrund treten.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. ich kenne schon mindestens drei plattformen, bei denen sich engagiert über das laufende tv-programm unterhalten wird – die heißen twitter, facebook und google+



  2. Mario

    Sehe ich auch so wie severin`s Kommentar…warum eigene Plattformen wenn ich das in Facebook & den großen Social Networks diese Diskussionen bereits habe. Ähnliches habe ich schon bei TV Movie, aber wirklich interessant ist es doch im Kreise seine Bekannten und Freunde sich auszutauschen. Und bei den bescheidenen TV Angebot ist wohl das ganze nur auf Sendungen ausgelegt wie DSDS oder ähnlichen Abklatsch wirklich Diskussionen entstehen die über einen längeren Zeitraum gehen. Einzig falls ein großer Hype dahingehend sich entwickelt, ist das die große Hoffnung eines EXIT zu einem großen Social Network zu schaffen, aber was ist der Mehrwert….die USER sind alle schon bei FB & Co., Diskussionen kann ich optimal dort gestalten und den Content von TV Programmen kann man denke ich einfach zukaufen.

  3. @Severin Ja, aber die sind doch überhaupt nicht speziell und Nachfrage besteht ja durchaus!



  4. Dieter

    Soso, dann schickt uns doch mal die Links wo man sich bei twitter, facebook und google+ über das TV mit Bild, Beschreibung und einfacher Navigation Unterhalten kann.

    Wieso gibts eigentlich facebook? Foren gabs auch früher schon, oder MySpace oder LinkedIn ? Komisch, nicht wahr!

  5. Sehe ich es richtig, dass alle Startups den Ansatz verfolgen, das bestehende Fernsehprogramm lediglich zu ergänzen? Es mag ja ganz nett sein, die zunehmende Parallelnutzung zu kanalisieren, aber wäre es nicht weitaus spannender, das Programm aktiv zu steuern?

    Stefan Raab fragt z.B. beim nächsten Turmspringen, welchen Sprung Elton als nächstes vom Turm machen soll. In 30 Sec haben 100.000+ Zuschauer abgestimmt (natürlich auch Werbung gesehen) und Elton hüpft runter. Oder ein Tatort mit 20 möglichen Verläufen, eine “Zuschauer”-Wette bei Wetten, dass… usw.

    Dieser Rückkanal könnte auch noch weitaus komplexer und spannender genutzt werden und ganz neue Formate ermöglichen. Da käme beim Fernsehen erstmalig ein Community-Gefühl auf. Oder man bildet mehrere Gruppen, die sich live im TV batteln (Bundesländer gegeneinander). Gleichzeitig erfahren die Sender endlich etwas über die Zuschauer, können sehr viel zielgerichteter werben usw. usf.

    Da geht was!

  6. @mitch und dieter – bei twitter finde ich zu allen relevanten sendungen mit dem richtigen hashtag gute diskussionen… was brauch ich mehr? Und auf facebook Seiten lässt sich faktisch alles abbilden, was die hier vorgestellten Plattformen wollen.

    Sorry, ich bin nicht überzeugt.

  7. achja, und wenn ich schon lese “…zunächst für das iPad” #fail.



  8. Mario

    Für das Ipad finde ich gar nicht so schlecht aus persönlicher Sicht ;), nur damit schränkt sich die Zielgruppe enorm ein. Den genau die User, die ein Ipad benutzen sind eher in Twitter oder anderen Social Networks aktiv und diskutieren vom Anspruch und von der Zeit her weniger über Mainstreamsendungen aus meiner Wahrnehmung ansieht, geschweige denn seicht darüber austauscht. Dazu bieten Sender selbst, wie Pro 7 für seine Sendungen schon individuell Diskussionen an, wie sie myspass App, die aber zugegeben Ausschnitte sammelt die dann diskutiert werden können, aber auch hier lassen sich die Sender wohl nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen, da z.B. Pro 7 mit ihren Aktivitäten z.B. der passenden jüngeren Zielgruppe in deren Lokalisten.de Portal sehr einfach in dieses Social Network zu integrieren wäre….

  9. Twitter und Facebook würd ich persönlich nie für Diskussionen übers TV-programm nutzen. Und Bekannte und Freunde tun das auch nicht, deshalb würd mich auch mal interessieren, wo genau diese Diskussionsgruppen zu finden sein sollen

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