Fünfzehn Fragen an Oliver Welge von Yoosello

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein? Mit einem wirklich tollen Team an Visionen, Strategien und Ideen zu arbeiten ist meine Leidenschaft. Und das kann ich als Chef frei und fokussiert […]

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?
Mit einem wirklich tollen Team an Visionen, Strategien und Ideen zu arbeiten ist meine Leidenschaft. Und das kann ich als Chef frei und fokussiert tagtäglich. Das ist großartig. 

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up? 
Unser Kleinanzeigenportal Yoosello ist entstanden, als Burkhard Wehrmeyer mit der Domain “inserate.de” zu mir kam und meinte, dass man da doch mal etwas machen müsse. Im Anschluss haben wir uns gefragt, wie ein Online-Kleinanzeigenmarkt der aktuellen Zeit aussehen könnte und kamen relativ schnell auf das Thema Video.

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen?
Bootstrapping, unsere Softwareagentur weluse ist frei von Fremdkapital.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine? 
Bei Yoosello haben wir zurzeit das klassische Henne-Ei-Problem. Ohne Traffic kein Content und ohne Content kein Traffic. Wir haben einige Konzepte ausgearbeitet und werden nun bald die ersten Aktionen zünden. 

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen? 
Öfter auch mal “nein” sagen.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig? 
Für Yoosello sind Social Media und klassische Medien wie Flyer usw. am wichtigsten.

Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?
Ein guter Freund, Torsten Holstein. Abgesehen davon, dass er ein sehr guter und wichtiger Sparringspartner war, durfte ich auch in seiner Firma kostenlos einen Schreibtisch nutzen und konnte so konzentriert an meinen Projekten arbeiten. 

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg? 
Beißen aber objektiv bleiben.

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen? 
Gute Mitarbeiter neben Gehaltszahlungen belohnen zu dürfen ohne dabei im Steuerchaos unterzugehen.

Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten?
?Dann würde ich in einem Start-up arbeiten, vermutlich aber nicht in Deutschland. 

Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschen spielen?
Auch wenn Jimdo wohl kein Start-up mehr ist, der Spirit von den Jungs gefällt mir, da würde ich gern mal ein paar Tage Inspiration tanken.

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie?
Fürs Reisen habe ich momentan keine Ruhe.

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld? 
Zur Seite legen und später darum kümmern.

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag? 
Kiel ist bekanntlich die schönste Stadt am Meer und wenn tatsächlich auch hier mal die Sonne scheint, genieße ich es einen Tag abseits des beruflichen Trubels mit meiner Freundin zu verbringen.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden? 
Mit Elon Musk.

Zur Person?
Oliver Welge ist 30 Jahre alt und Mitgründer des Kleinanzeigenportals Yoosello (www.yoosello.de). Zuvor arbeitete er zehn Jahre lang als Softwareentwickler in einem Kieler IT-Unternehmen. 2008 gründete er die Softwareagentur weluse (www.weluse.de), die mittlerweile 12 Mitarbeiter beschäftigt. Im Rahmen seiner Agentur beteiligt sich Welge an der Gründung verschiedener Start-ups, das jüngste davon Yoosello.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.