Google+: 10 Tipps für die Datenschutzeinstellungen – Gastbeitrag von René Hesse (gpluseins)

Googles soziales Netzwerk Google Plus, welches innerhalb von zwei Wochen trotz offiziell immer noch geschlossener Beta-Phase bereits über 10 Millionen Nutzer vereinen kann, wird nicht nur für das schlichte Design und die innovative […]

Googles soziales Netzwerk Google Plus, welches innerhalb von zwei Wochen trotz offiziell immer noch geschlossener Beta-Phase bereits über 10 Millionen Nutzer vereinen kann, wird nicht nur für das schlichte Design und die innovative Umsetzung mit diversen HTML5-Techniken gelobt, sondern auch für die detailreichen Einstellungen zum Datenschutz. Der Reiz des Neuen ist bei diesem Netzwerk allerdings so stark, dass man sich bereits kurz nach der Anmeldung zum Mitmachen gezwungen fühlt. Damit dies nicht auf Kosten der persönlichen Daten bzw. des eigenen Auftritts im Netz geht, sollten folgende Punkte beachtet werden.

1. Profildaten
Um die persönlichen Profildaten zu verändern, ruft man einfach sein eigenes Profil auf und klickt rechts oben auf den blauen Button „Profil bearbeiten“. Anschließend kann man sämtliche Bereiche mit Daten befüllen und bei fast jeder Angabe festlegen, wer diese im Internet öffentlich einsehen darf. Um vergebe +1 auch anzuzeigen, muss entsprechender Haken gesetzt sein.

2. Kreise nutzen
Das Alleinstellungsmerkmal von Google Plus ist derzeit die Kontaktverwaltung in Kreisen, so kann man selbst von beliebigen Nutzern in Kreise hinzugefügt werden und diese wiederum in seine eigenen Kreise einsortieren. Kreise für berufliche und private Kontakte, sowie enge Freunde und Familie sind ebenso möglich wie Kreise für Personen, die nur eine bestimmte Sprache sprechen. Den Einsatzmöglichkeiten und Ideen bei der Nutzung von Kreisen sind hier keine Grenzen gesetzt.

3. Eingeschränkt teilen
Teilt man einen Status zum Beispiel nur mit dem Kreis „Klassenkameraden“, dann ist er für andere Kontakte nicht sichtbar. Zumindest, wenn diesen Status keine Person aus dem Empfängerkreis weiterteilt. Um dieses Weiterteilen zu verhindern, besitzt jeder Status ein Optionsmenü, welches rechts über einen kleinen grauen Pfeil erreichbar ist. Hier sollte der Punkt „Erneutes Teilen deaktivieren“ ausgewählt werden.

4. Vorsicht bei „Erweiterten Kreisen“
Man kann Inhalte und Profilinformationen öffentlich, an seine Kreise aber auch für die „Erweiterten Kreise“ zugänglich machen. Diesen Schritt sollte man sich aber vorher genau überlegen. Ähnlich wie bei Facebook bedeutet das nämlich für meine Kontakte und die Kontakte meiner Kontakte freigeben. Dass dies schnell in die Tausenden gehen kann, sollte jedem klar sein.

5. Öffentliche Kreise
Ist man im Bearbeitungsmodus seines Profils, kann man nicht nur seine zentralen Daten angeben und ändern, man kann auch links in die Sidebar auf seine Kreise klicken und deren Sichtbarkeit nach außen einstellen. So ist sichergestellt, dass nicht jeder weiß, wen man in einen Kreis eingeordnet hat. Optional bleibt es auch verborgen, in welchen Kreisen man sich selbst befindet. Gleiches gilt für das „E-Mail senden“-Feld in der linken Sidebar.

6. Profil in Suchmaschinen
Google erlaubt natürlich auch, dass man sein eigenes Google Plus-Profil vor Suchmaschinen versteckt. Dies kann man in seinem eigenen Profil im Tab „Über mich“ ganz unten konfigurieren.

7. Daten lokal sichern
Die erweiterten Google Plus-Einstellungen, welche man über das kleine Zahnrad in der oberen Menüleiste erreicht, bieten neben diversen Optionen auch die Möglichkeit unter dem Punkt „Datensicherung“ sämtliche seiner bei Google Plus gelagerten Daten auf einen Schlag herunter zu laden und so lokal zu sichern.

8. Foto-Verlinkungen
Ebenfalls in den erweiterten Datenschutzeinstellungen kann man festlegen, ob mich jemand als Person auf Fotos taggen darf, wobei das Tag automatisch mit meinem Profil verlinkt wird. Zudem lässt sich festlegen, ob beim Hochladen eines Fotos der Standort der Aufnahme eingefügt werden soll und ob ein Foto-Tag im öffentlichen Profil angezeigt werden soll.

9. Personen blockieren
Personen kann man auch bei Google Plus blockieren, sollte sich dann aber immer im Klaren darüber sein, dass zwar die Inhalte dieser Personen nicht mehr im eigenen Stream angezeigt werden, diese aber ähnlich wie bei Twitter alle öffentlichen Beiträge noch lesen und auch weiterteilen können. Zudem ist es möglich, dass man nach einem Videochat (Bei Google Plus „Hangout“) in der Liste mit Teilnehmern zusammen mit blockierten Personen auftaucht. Das liegt einfach daran, dass in einem Videochat bis zu 30 Personen teilnehmen können, aber nur zehn gleichzeitig. Wer nach einem selbst den Chat nutzt, kann man nicht beeinflussen.

10. Instant Upload
Die derzeit nur für Android verfügbare Google Plus-App bietet eine praktische Funktion namens Instant Upload an, welche aber mit Vorsicht genutzt werden sollte. Ist der Instant Upload aktiviert, werden alle geschossenen Bilder automatisch in das eigene Picasa-Album geladen. Zwar sind diese nicht öffentlich, allerdings drückt das nicht nur auf den eigenen Datentarif, sondern unter Umständen auch auf den Haussegen, falls andere Personen Zugriff auf das Picasa-Konto haben.

Generell bleibt zu sagen, dass Google Plus derzeit bereits die wichtigsten Datenschutzoptionen bietet und diese in der Regel auch schnell zu finden sind. Man sollte sich ernsthaft mit dem Prinzip der Kreise auseinandersetzen, um Inhalte wirklich gezielt an Personengruppen weiterzugeben. Änderungen erfolgen derzeit noch fast täglich, sodass bis zum öffentlichen Start, der noch vor Ende Juli vollzogen werden soll, alle kleineren Ungereimtheiten geklärt sein sollten.

Zur Person
René Hesse betreibt gemeinsam mit Denny Fischer das Blog gpluseins (www.gpluseins.de). Hesse stammt aus Jena, besitzt eine Katze und betreibt ansonsten mit drei weiteren Autoren mobiFlip.de (www.mobiflip.de). Gelegentlich ist er zudem als Autor für den Linux New Media Verlag tätig.

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