Fünfzehn Fragen an Moritz Pagendarm von Freiminuten.de

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein? Es bringt großen Spaß zu sehen, wie wir unsere selbstgesteckten Ziele erreichen und das Unternehmen damit vorankommt. Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee […]

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?
Es bringt großen Spaß zu sehen, wie wir unsere selbstgesteckten Ziele erreichen und das Unternehmen damit vorankommt.

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?
Mein Bruder kam auf die Idee zu unserem ersten Star-tup – daraus hat sich die Idee für Freiminuten.de letztendlich entwickelt.

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen?
Erst “Friends, family and fools” (FFF), dann Business Angels, dann VC.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine?
Die Finanzkrise – wir haben im Herbst 2008 angefangen, Investoren zu suchen.

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?
Mit dem Wissen von heute würde ich vielleicht einige Entscheidungen anders treffen. Auf der anderen Seite haben wir Entscheidungen immer so getroffen, wie es uns zur damaligen Situation optimal erschien. Insofern bereue ich nichts.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?
Google, performancebasierte Deals und bartern. PR ist auch hilfreich.

Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?
Unsere Business Angels haben uns extrem geholfen!

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?
Wenn man seinen Businessplan benchmarkt, ist es erstaunlich, was man alles erfährt, wenn man die Leute einfach fragt.

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?
Steuerfreiheit bis zum Exit! Im Ernst: Wir haben keine staatliche Hilfe in Anspruch genommen. Ich erwarte auch keine. Aber es nervt, wenn man zu viel Zeit und Geld investieren muss, um dem Regelapparat genüge zu leisten. Hier wären Erleichterungen wünschenswert.

Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten?
Unternehmerisch zu arbeiten wäre mir immer wichtig. Das muss nicht zwangsläufig im eigenen Unternehmen sein. Aber wahrscheinlich würde ich mir nach einer gewissen Zeit immer Gedanken über eine eigene Gründung machen.

Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschen spielen?
Ich finde es immer interessant, wenn vielversprechende Geschäftsmodelle im Markt etabliert werden. Spontan fallen mir Vipvotes.com oder myTaxi ein.

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie?
Das Berlin der 20er Jahre muss der Hammer gewesen sein.

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?
Ausgiebigen Familienurlaub, schnelle Autos, Geschenke für meine Frau (damit die Autos klargehen).

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag?
Mit Frau und Kind.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?
Steve McQueen wär cool!

Zur Person
Moritz Pagendarm ist einer von vier Gründern und Geschäftsführer von Freiminuten.de (www.freiminuten.de). Nach seinem Volkswirtschaftsstudium in Heidelberg gründete Pagendarm bereits das Unternehmen Speach Event (www.speach-event.com) mit, einen Anbieter für projektbasierte Mobilfunklösungen im Ausland. Daraus entstand das eigene Mobilfunkprodukt “Speach” und schließlich das Bonussystem Freiminuten.de.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

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