Yukoono vereinheitlicht Web-Inhalte für alle Endgeräte

Die Vielzahl heutiger Endgeräte beschert Nutzern große Flexibilität – scheinbar. Trotz der großen Auswahl ist es noch immer schwierig, zwischen den einzelnen Endgeräten zu switchen und zum Beispiel einen Film, den man sich […]
Yukoono vereinheitlicht Web-Inhalte für alle Endgeräte

Die Vielzahl heutiger Endgeräte beschert Nutzern große Flexibilität – scheinbar. Trotz der großen Auswahl ist es noch immer schwierig, zwischen den einzelnen Endgeräten zu switchen und zum Beispiel einen Film, den man sich zu Hause im Web-TV ansieht, in der U-Bahn auf dem Handy weiter zu schauen. Das Berliner Start-up Yukoono (www.yukoono.com) hat eine Lösung geschaffen, mit der Nutzer über eine individualisierbare Benutzeroberfläche sämtliche medialen Inhalte auf allen Endgeräten abrufen können.

In sechs Kanälen suchen Nutzer nach Spielfilmen, redaktionellen Texten, Spielen und anderen Inhalten. Einmal gekauft sind sie auf allen internet-relevanten Endgeräten nutzbar. “Unsere Benutzerführung ist dabei sehr einfach. Nutzer müssen keine Software installieren oder Apps runterladen und niemand muss umständlich mit der Fernbedienung eine URL eingeben”, erklärt Mitgründer Alexander Tavdidischwili. Auch die “Großen” wie Apple und die Deutsche Telekom basteln an dem Konzept, behalten es aber (bisher) dem eigenen Kundenstamm vor: Bei Apple muss es eben ein iPhone sein. Yukoono hingegen richtet sich an alle Nutzer und freut sich über den Vorsprung: “Wir können viel schneller und unabhängiger auf den Markt reagieren als unsere großen Mitbewerber, das ist unser Vorteil.” Die Berliner arbeiten bereits mit namhaften Partnern zusammen, darunter Microsoft, MyVideo und T-Mobile. Geld verdient das Medienkonvergenzportal mit den Bezahlinhalten und mit White-Label-Lösungen, die es Unternehmen anbietet. Auch die Expansion ist schon in vollem Gang: “Wir sind bereits in Österreich, der Schweiz, in Ungarn, Frankreich und bald in UK unterwegs. Unsere Partner nehmen Yukoono praktisch huckepack mit in deren lokale Märkte.”

Mediathek für kindgerechte Filme gestartet

Soeben hat Yukoono eine eigene Mediathek für kindgerechte Filme und Serien gelauncht (www.kids.yukoono.com). Die Plattform gewährt einen nach Alter abgestuften Jugendschutz. “Wir sind davon überzeugt, dass Eltern gerne für qualitativ gute und sichere Inhalte bezahlen, die weder Werbung noch Gewalt enthalten”, erklärt Tavdidischwili. Dank großer Lizenzpartner stehen über 2.500 Titel zur Verfügung, die allerdings noch nicht alle hochgeladen sind – das Start-up befindet sich noch in der Beta-Phase und arbeitet kräftig an der schnellen Umsetzung.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

  1. Sowas tat auch wirklich Not! Ist ja grausam, die ganzen unterschiedlichen Betriebssystem, Auflösungen etc.

    Hoffentlich kann das Unternehmen das Ganze auch monetarisieren.



  2. Alex

    In einem Atemzug das Konzept der “Großen” kritisieren und selbst einen Walled-Garden für Informationen bauen?

    Hab nur ich das Gefühl, dass sich das Internet rückwärts entwickelt? Hin zu Inhalten, die über “Kanäle” den unmündigen doofen Nutzern empfohlen werden? Internetzeitung “Tommorow” anyone? Welcome back in 1999 ;-)

    http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=long-live-the-web

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