Haustürschlüssel verloren? – PiNkey öffnet Tür und Tor

Schreckensszenario: Man steht abends vor der Wohnungstür und der Schlüssel ist verschwunden – verloren, verlegt, drinnen liegen gelassen. Schlüsselnotdienst, Tür aufbrechen? Nervenschonender geht es mit dem Thüringer Start-up PiNkey (www.pinkey.de). Das siebenköpfige Team […]
Haustürschlüssel verloren? – PiNkey öffnet Tür und Tor

Schreckensszenario: Man steht abends vor der Wohnungstür und der Schlüssel ist verschwunden – verloren, verlegt, drinnen liegen gelassen. Schlüsselnotdienst, Tür aufbrechen? Nervenschonender geht es mit dem Thüringer Start-up PiNkey (www.pinkey.de). Das siebenköpfige Team wendet sich mit seiner praktischen Geschäftsidee an alle Schlüssel-Verbummler oder jene, die es werden könnten. Die Dienstleistung: Ein Einlagerungsservice für Ersatzschlüssel sowie ein 24-Stunden-Notrufdienst. Das Versprechen: Die Schlüsselauslieferung erfolgt innerhalb von einer Stunde.

“2.500 Notöffnungen von Haus- oder Kfz-Türen pro Tag und fast eine Million verlorene Schlüssel pro Jahr sprechen für den Bedarf einer kundenorientierten Lösung mit Sicherheitsgarantie”, sagt Vorstand Steffen Malessa, der diesen Dienst früher auch schon einmal gebraucht hätte. Der Sicherheitsaspekt ist wichtig, schließlich wollen die Kunden anonym bleiben und sich nicht sorgen, dass ihr Schlüssel in falsche Hände gerät. “Um die einhundertprozentige sichere Aufbewahrung der Schlüssel sowie der dazugehörigen Kundendaten zu gewährleisten, haben wir ein spezielles Verfahren entwickelt. Das PiNkey-Sicherheitssystem schützt die persönlichen Daten und die Schlüssel der Kunden lückenlos vor dem Zugriff Dritter. Es gibt keine Verbindung zwischen Kundendaten und Schlüssel.” Alle Schlüssel befinden sich in Spezialtresoren; die von den Kunden versiegelten Etuis sind nur mit einem Strichcode versehen.

Das Verfahren klingt agentenmäßig

Möchte ein Kunde den Dienst in Anspruch nehmen, gibt er seine Kundendaten und ein Passwort durch und legt einen Treffpunkt sowie ein Übergabepasswort fest – das Verfahren klingt so agentenmäßig, dass man es am liebsten gleich einmal ausprobieren möchte. Eine weitere Sicherheitsvorkehrung: Der regionale Auslieferungspartner erhält keine persönlichen Daten zum Schlüsselbesitzer. Er kennt lediglich die Schlüsselnummer, den Übergabeort und das Übergabepasswort. Mit ihrer Dienstleistung bedienen die Thüringer bereits über 60 Städte. Die Jahresgebühr für den Schlüsselservice beträgt 29,88 Euro, also 2,49 Euro pro Monat. Für einen Schlüsseleinsatz fallen zusätzlich 15 Euro Anfahrtspauschale an. Im Vergleich zum Schlüsselnotdienst dürfte das günstiger kommen – zumindest wenn man diesen des Öfteren einmal in Anspruch nimmt. Günstiger ist nur das Hinterlegen beim Nachbarn, doch ob der gerade vor Ort ist wenn es “passiert”, ist Glückssache.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.



  1. Michael

    Das ganze ist viel zu teuer… wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich einen teuren Schlüsseldienst mehr als einmal im Leben brauche? Sehr gering… 30 Jahre bei PINkey kosten mich aber schon 900 Euro.

    Gebt weitere Schlüssel besser an zwei Freunde und fertig.

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  3. Das ist doch mal eine wirklich nützliche Idee! Ich kenne Leute, die brauchen das jeden Monat :) Der Preis ist ok, wird bestimmt schwer, für weniger die 1-Stunde-Verfügbarkeit zu gewährleisten. Hauptsache, es funktioniert im Ernstfall.

    Viel Glück und falls Ihr es noch nicht habt – so einen Vertrag sollte man unbedingt verschenken können. Die schusseligen Leute sind selbst viel zu verpeilt (und zu geizig), sich sowas zu holen. Aber die geplagten Freunde verschenken so einen Jahresvertrag gern.

  4. Bietet sowas nicht mittlerweile jedes größere Taxiunternehmen an? Bei uns schon und da fallen nur einmalig 40 Euro für die Lieferung an.



  5. Oh man

    Meiner Meinung nach absolut nicht durchdacht aus finanzieller Sicht. Die Idee ist gut und ausgereift, aber Peter hat absolut Recht. Viel zu teuer wenn man die Wahrscheinlichkeit bedenkt den Schlüssel zu verlegen. Ist mir noch nie passiert und ich hätte wohl auch schon 500 Euro abgedrückt. Für das Geld kann ich aber oft den Schlüsseldienst rufen. Dann kommt noch der Aufwand hinzu, den man bei einem guten Schlüsseldienst so wohl nicht hat. Also selbst bei den risikoscheusten Verbrauchern einfach zu teuer (falls die rechnen können).



  6. tina

    unsere katze heisst übrigens auch pinky ;)



  7. tina

    jetzt musste ich doch glatt mal nach schlüssel und taxi suchen und was seh ich da:

    http://www.kuriertaxibielefeld.de/index.php?id=taxikey
    ————
    Schlüssel….
    In einem Umschlag – nur mit Ihrem Passwort und Sicherheitsabfragen versehen – lagert der Schlüssel unter ständiger Aufsicht durch unser Personal. Nirgends ist Ihr Name oder Ihre Adresse aufgeführt!

    Tritt der Notfall ein, dann rufen Sie xxxxx an,
    nennen Passwort und Ihren Standort. Nennen Sie auf keinen Fall Ihren Namen oder Ihre Wohnungsanschrift! Wählen Sie als Standort eine Straßenkreuzung, eine Gaststätte oder ähnliches!
    ————

    kommt mir also bekannt vor ;)



  8. janosch

    Witzige Idee, aber mal von den Sicherheitsbedenken abgesehen, die ich habe, wenn ich wildfremden Menschen meinen Haustürschlüssel anvertrauen würde, habe ich bisher noch nicht einmal im Leben meinen Schlüssel verloren oder vergessen. Meine Freundin sucht zwar öfter mal ihren Schlüssel in der Handtasche, aber wirklich verloren hat sie ihn auch noch nicht. Also die Chance damit in absehbarer Zeit wirklich viel Geld zu machen sehe ich als gering. Schlüsseldienste werden ja nicht nur gerufen, wenn der Schlüssel verloren wurde, sondern auch wenn das Schloss kaputt ist, der Schlüssel klemmt, drin steckt usw.

    Vielleicht liegt es auch daran, dass ich nicht einfach so jemand komplett fremden meinen Schlüssel anvertrauen würde, denn auch wenn sich das mit dem Sicherheitsaspekt und speziellem Verfahren ganz toll anhört, so bin ich nicht bereit enfach Fremden den Schlüssel zu meiner Wohnung anzuvertrauen.



  9. Jens

    Nichts gegen mutige und frische Ideen, absolut nicht, aber demnächst kommt noch einer auf die Idee und macht dasselbe für EC, Visa und Mastercards? Weil auch die werden oft verloren… ;)

    Grundsätzlich finde ich die Idee nicht schlecht, aber ob es tatsächlich eine Marktlücke schließt, die so groß ist, das sie profitabel als Geschäftsmodel ist…

    Es fällt schwer sich dieses Szenario vorzustellen, da viele bereits durch Streetview ihre Provatsphäre arg gefährdet ansehen, dass genau diese dann jedeoch ihren Schlüssel abgeben.

  10. Nette Idee – aber den Schlüsseldienst muss ich trotzdem rufen. Denn das Haustürschloss muss ja trotzdem getauscht werden.



  11. Dieter

    @roman
    wer sich die haustür eines normalen mietshauses durch einen schlüsseldienst öffnen lässt ist eh selbst schuld.

    @janosch
    es gibt aber nunmal menschen die schon öfters ihren schlüssel verloren haben. zum beispiel ich ;D

    @claasund
    einem taxiunternehmen würde ich noch viel weniger meinen schlüssel anvertrauen.

    @oh man
    schonmal samstag-nacht deinen schlüssel verloren? viel erfolg beim warten auf den schlüsseldienst und der rechnung mit wochenend, nacht und sonst was für einen zuschlag

    ich finde die idee nicht schlecht. besser als es irgend nem taxiunternehmen zu geben ist es auf jeden fall. 900€ in 30 Jahren! ja, daran sollte man einen service beurteilen.



  12. Dieter M.

    @Dieter

    Wer glaubst du wohl hat deinen Schlüssel? Das wird neben Taxiunternehmen auch weiß Gott wer sein.

  13. Interessante Idee. Allerdings frage ich mich gerade wie häufig ich den Schlüssel vergesse und ob ich dann nicht doch den klassischen Schlüsseldienst bevorzuge. Ansonsten wird die größte Aufgabe wahrscheinlich die Vertrauensfrage werden (wie man hier ja schon lesen kann). Wie auch immer: Viel Erfolg!



  14. Dieter

    @dieter m
    sicherlich: aber es ist eine sache des verkaufens und da ziehe ich gerade pinkey ganz klar einem taxiunternehmen vor.

    es geht nicht darum wer was hat sondern wie emotionen, gerade in einem solchen thema, beeinflusst werden.
    taxi vs pinkey. wenn ich mir die taxifahrer immer anschaue, ist meine entscheidung klar.



  15. janosch

    Erstens ist es absolut eine Vertrauensfrage und ich persönlich würde weder einen fremden Taxifahrer noch einer neuen Webseite meinen Haustürschlüssel anvertrauen. Selbst wenn ich keine extrem teuren Weine oder antiquitäten in meinen 4 Wänden beherberge, wäre mir das Risiko einfach zu groß.

    Ein Schlüsseldienst ist vielleicht zunächst teurer, aber dieser bekommt auch nicht meinen Schlüssel, sondern öffnet die Tür in neinem Beisein und wechselt das Schloss dann aus.

    Es gibt sicherlich Menschen, die ihren Schlüssel möglicherweise häufiger als einmal verlieren im Leben verlieren oder verlegen, aber ob das so viele sind und die dann auch alle diesen Dienst nutzen, so dass es ein wirklich profitables Geschäft wird, weiss ich nicht udn bleibt abzuwarten. Aber grundsätzlich bleibt die service Idee, die dahinter steckt ein gute.



  16. icke

    da könnte ich ja auch erst ne Matte erst auslegen, bevor ich auf ne Leiter steige..
    .. macht ja auch niemand weil der AUfwand in keinem Verhältnis zum (möglichen) Nutzen steht und so ist es bei der Idee auch..

    Weiteren Schlüssel anfertigen lassen, den einem dritten geben nur um den Schlüsseldienst zu sparen von dem man weiß, daß man ihn wahrscheinlich nie benötigt??

    Wären Menschen so vorausschauend und rational wie das für Eure Idee nötig ist würden Sie wahrscheinlich noch eher einfach einen Ersatzschlüssel einem dritten geben bzw im nächsten Park verbuddeln.

  17. Eine wirklich interessante Lösung, allerdings ohne wirklich passendes Problem.

    Denn wer seinen Schlüssel verliert, kommt mit PiNkey zwar erstmal wieder in die eigenen 4 Wände, muss dann aber nachher trotzdem das Schloß austauschen. Auch wenn die Chance relativ gering ist, dass jemand der einen verlorenen Schlüssel findet, auch das passende Schloß dazu aufspürt: Das Risiko besteht allemal.

    Man spart sich also die Kosten für einen teuren Schlüsseldienst, muss aber über die Jahre für PiNkey evtl. sogar deutlich mehr bezahlen.

    Wirklich helfen würde eigentlich nur eine vollständig elektronische Lösung ähnlich dem PIN-/PUK-Verfahren bei SIM Karten. Bei Verlust der Schlüsselkarte könnte man über eine bei einem Dienstleister wie PiNkey hinterlegte Zweitkarte sowohl das Schloß aufsperren, als auch das Schloss durch Änderung der Zugangskennung wieder gegen unbefugte Zugriffe schützen.

    Leider bringen elektronische Schlösser ganz eigene Sicherheitsprobleme mit sich (man denke nur an das leidige Problem mit kopierten EC Karten) und dürften auch nur in seltenen Fällen mit existierenden Türen kompatibel sein.



  18. Rob

    Bei mir tut´s schon ein Zahlenschloss am Keller und ein gut versteckter Schlüssel in Selbigem.

    Aufwand=Null > Sicherheit=völlig ausreichend > Kosten=Null



  19. thorsten

    Der größte Haken an dem Konzept ist, dass man an einen solchen Dienst immer erst denkt wenn es eh schon zu spät ist.

    Ich hab eine gute Beziehung zum Nachbarn, der hat meinen Schlüssel. Wenn ich den mal um 1 uhr in der früh rausklingeln muss gibt der sich auch mit einer guten Flasche Wein als Entschädigung zufrieden ;-)

  20. FindPilot macht auch schon sowas… Ich denke aber günstiger. ;-)



  21. Tanja

    @Michael: Zu teuer? Sieh es mal wie eine Versicherung. Da zahlst du in 30 Jahren – für was auch immer – wohl noch mehr. Hast du nie einen Schaden, hast du umsonst gezahlt. Trotzdem versichert sich jeder vernünftige Mensch.
    @jens: Die idee mit EC, Visa und Mastercards oder einfach Dingen, die man lieber vor fremden Augen versteckt ;-), ist doch super. Und wenn PiNkey nun schon mal spezielle tresore hat, sollte das team darüber gleich mal nachdenken.

    Ich finde die Idee der Schlüsseleinlagerung definitiv nicht schlecht – besonders für menschen, die aus geschäftlichen Gründen mehrere Wohnungen haben und schnell mal mit den Schlüsseln durcheinander kommen. Und von wegen Schlossaustausch: Häufig liegt der Schlüssel einfach nur in der Wohnung, weil man sie hektisch verlassen hat…



  22. Rob

    ich nochmal.. naja, da kannst du auch ´ne Versicherung abschließen, die dir den Schlüsseldienst und ein neues Schloß bezahlt. Gibts ja auch. ich wette, die ist günstiger und das ganze ist unproblematischer, als irgendwo einen Schlüssel zu hinterlegen..

    Und wenn mein Telefon mit der Nummer grad im Flur liegt, nützt mir das ganze auch nichts..

    Aber ich will nicht drüber herziehen.. sollen sie es versuchen.
    Wäre doch was für den HTGF…



  23. Julia

    Im Vergleich zu en zahlreichen 0815 Start-ups auf deutsche-startups.de finde ich das Geschäftsmodell von Pinkey erfrischend.

    Lasst euch von den Kritikern hier nicht erniedrigen! Baut es auf und beweist denen das Gegenteil!

    Viel Erfolg!

  24. dann lieber Schlüssel um den Hals hängen.



  25. uncle

    noch ne lösung, wenn man kinder hat, die gerne schlüssel verlieren: elektronisches zahlenschloss von burg wächter, so hat jeder seinen persönlichen code und man kann noch 3-4 ersatzcodes festlegen für besucher, vergessliche, putzfrau, etc.

    leider ist die software von burgwächter absolut grottig – sie funktioniert aber einigermaßen.

  26. Hallo!

    Eine weitere Lösung für das Schlüsselproblem ist der Schlüsselpate. Eine Firma die den Schlüssel aufbewahrt. Bei Verlust des Schlüssels einfach Nummer wählen und angeblich wird einem der Schlüssel innerhalb von 60 Minuten gebracht.
    Jemand schon Erfahrungen damit?

  27. Ich finde die Idee von AFL-24 besser!



  28. Schopper Sicherheitstechnik e.K.

    Die Idee mit dem Schlüsselpaten finde ich sehr gut! Mich würde auch interessieren, ob damit schon jemand Erfahrung gemacht hat.



  29. Nicole

    Hallo, ich finde auch das Konzept von AFL-24 besser, ist wie ein Moderner Automobilclub aufgebaut und die helfen
    schnell bei allen Schlüssel und Schlossproblemen wenn man den Erfahrungsberichten glauben schenken kann.

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