Carmio macht in Autoteilen – Hanse Ventures-Start-up verlässt das Nest

Erst am Montag ging Hanse Ventures, der neue Inkubator von Sarik Weber und Jochen Maaß sowie Bernd Kundrun und Rolf Schmidt-Holtz, an die Öffentlichkeit. Viele offizielle Details zu den ausgebrüteten Start-ups gab es […]
Carmio macht in Autoteilen – Hanse Ventures-Start-up verlässt das Nest

Erst am Montag ging Hanse Ventures, der neue Inkubator von Sarik Weber und Jochen Maaß sowie Bernd Kundrun und Rolf Schmidt-Holtz, an die Öffentlichkeit. Viele offizielle Details zu den ausgebrüteten Start-ups gab es bisher nicht. Nun wagt sich mit Carmio (www.carmio.de) das erste Start-up des Gründerzentrums an die Öffentlichkeit. Wie bereits berichtet lohnt sich bei Carmio ein Blick auf die Gründer: Das Start-up wurde Anfang dieses Jahres von Nikolai Roth und Cord-Christian Nitzsche (ehemals Behrens) gegründet. Roth war zuletzt als Vice President Sales beim gestrauchelten Start-up weblin aktiv, Nitzsche gehörte zum Gründerteam des Karaoke-Dienstes Mikestar. Das Ziel des Duos ist ehrgeizig: Innerhalb von drei Jahren soll Carmio zum größten Autoteile-Preisvergleich im Internet aufsteigen. Zu den Konkurrenten zählen Dickschiffe wie eBay Motors und das Start-up daparto (www.daparto.de).

Nikolai Roth (l.) und Cord-Christian Nitzsche geben Gas

“Unser Preisvergleich ist ganz auf die Nutzerbedürfnisse zugeschnitten. Wir haben lange eBay Motors studiert und die Usability getestet. Carmio ist der Gegenentwurf, der den Kauf von Autoteilen für Jedermann zum Kinderspiel macht. Wir holen den Nutzer gleich am Anfang seiner Suche ab und führen ihn direkt zum gewünschten Produkt”, sagt Nitzsche. Die Marschrichtung ist somit klar: Carmio soll sich unter anderem mit einer übersichtlichen Präsentation der unzähligen Ersatzteile und einer guten Suchfunktion von der etablierten Konkurrenz absetzen. “Man muss sich diese Komplexität vor Augen führen. Es gibt über zwei Millionen Autoteile für etwa 17.000 Automodelle. Da ist die Frage, welche Ersatzteile passen zu welchem Auto. Und diese mühsame Suche haben wir den Kunden abgenommen“, sagt Roth. Jetzt müssen die Schrauber und Bastler im Lande Carmio nur noch entdecken.

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* Sarik Weber und Jochen Maaß starten Inkubator Hanse Ventures

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Pingback: Tweets die Carmio macht in Autoteilen – Hanse Ventures-Start-up verlässt das Nest :: deutsche-startups.de erwähnt -- Topsy.com

  2. Bei der Truppe kann das nur gut werden! Wünsche den Jungs allen Erfolg den man haben kann!



  3. Felix

    Ich drücke die Daumen und wünsche viel Erfolg!

  4. Ein besseres Produkt als eBay zu bauen ist nicht so schwer; dazu ist es gar nicht mal notwendig, die “Usability zu testen” und eBay Motors lange zu studieren :-)
    Interessant wäre einmal zu erfahren, welche Innovationen im von carmio offen gestandenen CopyCat Ansatz im Vergleich zum “Vorbild” daparto.de liegen.
    Beim Kopieren hat sich carmio wie ich finde bisher keine besondere Mühe gegeben (neben vielen Textpassagen wurden sogar die gleichen Fachzeugscheine verwendet).



  5. Weblin

    “Vice President Sales”… die Jobbezeichnungen in Startups werden immer peinlicher. Kein Wunder, dass Weblin Pleite gegangen ist bei dem Overhead :-)



  6. Frederic

    Peinlich, Carmio ist nicht der analyse-basierte Gegenentwurf zu eBay sondern ein schlecht gemachtes Copycat von daparto.

    Gegen ein Copycat ist grundsätzlich nichts zu sagen, aber dann sollte man es auch so zugeben. Und leider ist es auch noch schlecht gemacht. Im Gegensatz zum daparto-Team sieht man, dass der Sachverstand fehlt.

    Bevor die ihr Ziel erreichen und Marktführer werden hat StudiVZ Facebook gekauft…

  7. Ich finde die Seite ganz gut gemacht. 2 von 3 Startups sehen zum Launch noch viel schlechter aus. Das Management scheint aus erfahrenen Gründern zu bestehen, ist also gut aufgestellt. Kann daher nur fest die Daumen drücken.

    Und an alle, die hier aus Profilierungswut, Neid, Frustration oder CUV ein frisch an den Start gegangenes Jungunternehmen kritisieren: macht es a) erstmal besser und b) finde ich es immer wieder erbärmlich, dass die meisten Kritiker anonym kommentieren..

    Gruß aus Bonn,
    Anh Tu



  8. VanDamme

    Da stimme ich Anh Tu Sam zu. Viele Kritiker hier könnten es bestimmt selbst nicht besser.

    Ich finde aber auch, dass sich manche Gründer mit der Selbstbewertung und den verwendeten Superlativen etwas zurückhalten sollten.

    Ein gutes attraktives Produkt wird sich von alleine herumsprechen. Dazu bedarf es keiner massiven Werbung oder Selbstverherrlichung . Ich finde, man sollte sich als Gründer
    auf das wesentliche konzentrieren und versuchen das attraktive Produkt zu perfektionieren. Der Rest klappt dann auch so.

    Die grossen Internet Dinos haben auch nie Werbung gemacht, sie sind allein durch ihre sehr attraktiven Angebote gross geworden.

  9. “Ein gutes attraktives Produkt wird sich von alleine herumsprechen. Dazu bedarf es keiner massiven Werbung oder Selbstverherrlichung . Ich finde, man sollte sich als Gründer auf das wesentliche konzentrieren und versuchen das attraktive Produkt zu perfektionieren. Der Rest klappt dann auch so.”

    Was für ein Irrglaube! Werbung ist für jedes Unternehmen wichtig – als Unternehmer muss man nämlich Geld verdienen – nicht irgendwann sondern so bald wie möglich. Natürlich kann man warten bis sein Produkt sich mal “rumgesprochen” hat – diese Zeit hat man aber meistens nicht. Es soll – selbst bei Internet-Unternehmen – sowas wie Fixkosten geben. (oh mein Gott jetzt sind grad einige aufgeschreckt) :)



  10. VanDamme

    @Roland Waedt: Versuche mal einen Sack Zement für 10000 € zu verkaufen. Da kannst Du so viel werben bis Du schwarz wirst.
    Den Sack Zement wird dir niemand abkaufen.

    Werbung ist natürlich wichtig. Es kommt aber mehr auf die Art und Weise an wie man wirbt. Wenn man schlecht ist, nützt es auch nichts 50000 € für Werbung auszugeben um der Öffentlichekit mitzuteilen wie gut man ist.

    Das entscheidende ist das Produkt. Wenn der Kunde einen grossen Mehrwert etc, erkennt bleibt das Produkt auch nicht unbekannt.

    Ich würde sehr stark auf virales Marketing setzen.
    Wenn man sich teure Werbekampagnen leisten kann, wird man auch Geld haben um eine gewisse Startphase ohne relevante Einnahmen zu überstehen. In der Zeit würde ich mich mehr um das Produkt kümmern.

  11. Sicherlich ein sehr erfahrenes Team, welchem ich viel Erfolg wünsche. Letztlich bleibt nur die Frage offen, ob das Unternehmen mit genügend Kapital ausgestattet ist, um voll seine Kompetenzen im OM voll zu nutzen.

    Viel Erfolg nach Berlin – wenn ihr Werbung buchen wollt zu guten Konditionen, pingt mich an ;)

  12. “Versuche mal einen Sack Zement für 10000 € zu verkaufen. Da kannst Du so viel werben bis Du schwarz wirst.
    Den Sack Zement wird dir niemand abkaufen.”

    Das hat aber rein garnichts mit einem “schlechten Produkt” zu tun sondern mit der Preisbildung. Wenn du den Sack Zement für 500,00 anbietest weiß das ja auch niemand – also musst du erstmal dafür werben. In diesem Beispiel bringt dir Social Media nicht mal etwas.

    Fakt ist also es bringt nichts “NUR” ein gutes Produkt zu haben sondern die Leute müssen grundsätzlich davon erfahren. Social Media erreicht das auch – Werbung aber wohl noch schneller wie man ja auch bei Zalando dank Fernsehwerbung sieht.



  13. TheRiddler

    Fakt ist also es bringt nichts “NUR” ein gutes Produkt zu haben sondern die Leute müssen grundsätzlich davon erfahren.

    Sicher. Da wird auch niemand widersprechen. Aber man muss es mit den typischen Marketing Attitüden auch nicht übertreiben. Die Leute sind nicht immer so dumm darauf rein zu fallen, eher im Gegenteil sowas kann auch mal eher nach hinten los gehen. Ein bissl Bescheidenheit in der Formulierung ist angebracht und ich reagiere mittlerweile sehr Allergisch auf Superlative besonders wenn es sich mal wieder um eine Kopie einer Kopie einer Kopie handelt.

    Wenn ein Produkt gut ist ist das prima ein Superlativ macht das Produkt nicht besser. Einzigartig ist auf dieser Welt nur der Papst.

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