Mit memonic behält jeder das Wesentliche im Auge

Vorbei die Zeiten, in denen man interessante Zeitungsartikel ausschnitt und abheftete. Nicht ganz! Denn in digitaler Form will memonic (www.memonic.com) genau dies sein: ein “persönliches Notizbuch für jegliche Informationen, die Sie sich merken […]
Mit memonic behält jeder das Wesentliche im Auge

Vorbei die Zeiten, in denen man interessante Zeitungsartikel ausschnitt und abheftete. Nicht ganz! Denn in digitaler Form will memonic (www.memonic.com) genau dies sein: ein “persönliches Notizbuch für jegliche Informationen, die Sie sich merken möchten.” Die Idee für den Bookmarking-Dienst kam Gründer und Geschäftsführer Dorian Selz vor seiner Australienreise: Als er sich im Netz Informationen zusammen suchte, saß er plötzlich vor 40 offenen Tabs und wusste nicht, was er damit anfangen sollte. Sämtliche Textabschnitte in ein Dokument kopieren? Ausdrucken? Notebook mitnehmen? Er entschied sich für ersteres, war aber so unzufrieden damit, dass er im Anschluss memonic gründete.

ds_memonic_shot

Neu ist das Thema “Bookmarking” angesichts von Dienstleistern wie Mister Wong (www.mister-wong.de) oder delicious (www.delicious.com) nicht. Im Gegensatz zu seinen Mitstreitern merkt sich memonic aber nicht die URLs entsprechender Seiten. Stattdessen markieren Nutzer auf einer Website einen beliebigen Abschnitt – egal ob Text, Bild, Video oder Ton – und legen ihn in einem zentralen digitalen Archiv ab, das sich gestalten lässt. Ein simpler, aber nützlicher Dienst.

Einen vergleichbaren Dienst bietet das US-amerikanische Start-up Evernote (www.evernote.com) an. Der Vorteil gegenüber Mister Wong und Co: “URLs können instabil sein oder ablaufen, so dass man das Original nicht mehr wiederfindet. Außerdem interessiert oftmals nur ein bestimmter Teil einer Website oder auch nur ein Zitat.”

Mit einem Klick landen die Infos auf dem iPhone

Auch gegenüber der Copy & Paste – Variante gibt es verschiedene Vorzüge: Das memonic-Bookmarking ist laut Selz weniger aufwendig, man verliert nicht den Bezug zur Originalseite und Nutzer können ihre persönlichen Kollektionen – zum Beispiel zu “Australien” – mit Freunden teilen. Mit einem Klick landen die Infos auf dem iPhone. Zu Geld kommt memonic über den Premium-Account: Das Abo kostet ab 29 Euro pro Jahr. Zusätzlich plant das fünfköpfige Gründerteam aktuell eine Firmenkundenversion, die sich unter anderem an den Bedürfnissen von Forschungsunternehmen orientiert. Betreiber des Züricher Unternehmens ist die Nektoon AG. Memonic ist das erste Produkt des Start-ups. Weitere Dienste zum Umgang mit digitalen Information sollen folgen.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.