Innovationsmanagement – BMWi unterstützt junge Unternehmen

Gute Nachrichten für kleine Unternehmen: Seit einiger Zeit fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) “kleine Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und des Handwerks” mit dem Programm “Innovationsmanagement“. Mit der Förderung möchte man […]

Gute Nachrichten für kleine Unternehmen: Seit einiger Zeit fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) “kleine Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und des Handwerks” mit dem Programm “Innovationsmanagement“. Mit der Förderung möchte man rechtlich eigenständige Unternehmen in der aktuellen Wirtschaftskrise unterstützen und deren technisches und wirtschaftliches Risiko in Bezug auf Produkt- und Prozessinnovationen vermindern. Das Programm beinhaltet externe Management- und Beratungsleistungen, die von autorisierten Beratungsunternehmen durchgeführt werden.

Auf dieser Wissenslandkarte sind alle akkreditierten Beratungsunternehmen verzeichnet. Wenn ein Unternehmen an eine dieser Firmen herantritt, erfolgt zunächst eine Initialberatung, die zu 100 % vom BMWi gefördert wird. “Wir unterstützen dabei, eine Innovationsstrategie aufzustellen und die Einzelprozesse zu gestalten”, erklärt Holger Rhinow,vom akkreditierten Partner Pumacy Technologies. Falls sich beide Seiten eine Zusammenarbeit vorstellen können und das Innovationsvorhaben grundsätzlich Aussicht auf Erfolg und Förderfähigkeit verspricht, geht es anschließend in die erste von drei Leistungstufen des modular aufgebauten Beratungsprogramms. Die einzelnen Leistungsstufen sind optional und müssen von den Kleinunternehmen nicht vollständig in Anspruch genommen werden. Je nach Stufe beteiligt sich das BMWi mit einer Förderung zwischen 45 % und 55 % an den Kosten.

Marktbewertung und -analyse

Die erste Stufe beinhaltet einen Unternehmensaudit und eine Machbarkeitsstudie. Wie aufwendig ist die Innovationsentwicklung in Bezug auf Technik, Organisation und Betriebswirtschaft? Wie leistungsfähig ist das Unternehmen diesbezüglich? Auf der zweiten Stufe wird mithilfe von Marktbewertungen und -analysen die Technologie bewertet. Außerdem geht es um die Frage, welche langfristigen Finanzierungsmöglichkeiten und Förderungen – nationale und internationale – in Frage kommen. Schließlich erarbeiten beide Seiten zusammen ein Realisierungskonzept. Die dritte Stufe beinhaltet Projektmanagement: Das jeweilige Beratungsunternehmen hilft der Firma bei der Umsetzung und treibt die Vermarktung mit voran.

Zu den Voraussetzungen für die Förderung zählt die örtliche Lage des Unternehmens: Gefördert werden Unternehmen in den neuen Bundesländern und Berlin sowie in verschiedenen ausgewählten Modellregionen*. Auch die Größe und der Umsatz des Unternehmens sind entscheidend. Um gefördert zu werden müssen Unternehmen weniger als 100 Mitarbeiter beschäftigen und dürfen nicht mehr als 20 Millionen Euro Jahresumsatz machen. Für Start-ups sollte dies keine Hürde darstellen! “Die Förderung zielt weder auf große Unternehmen noch auf Einzelpersonen ab, die ihr eigenes Start-up gründen wollen. Vielmehr gilt die Förderung schon bestehenden Kleinunternehmen, die neue innovative Produkte oder Technologien entwickeln wollen”, erklärt Rhinow. “Da es dem Bundesministerium darum geht, Unternehmen bei der Umsetzung neuer Ideen zu unterstützen, sollte der innovative Charakter des Vorhabens klar erkennbar sein.” Auf wen die Voraussetzungen zutreffen, sollte sich bis Ende 2010 bei einem der akkreditierten Beratungsunternehmen melden: So lange können Anträge auf jeden Fall noch eingereicht werden.

* Metropolenregion Köln-Bonn-Aachen, Metropolenregion Bremen-Oldenburg, Münster und Umgebung, Oberfranken, Ruhrgebiet, Saarland, Südwestfalen / Ostwestfalen-Lippe, Weserbergland.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.