Mit Egoditor gehen Verlage online

Für die großen Verlage sind Online-Magazine nicht mehr wegzudenken – unter anderem deshalb, weil sie die Zielgruppe enorm erweitern. Kleinere Verlage haben dagegen oftmals Probleme damit, ihre Printmedien um Onlinezeitungen zu ergänzen. Hilfe […]
Mit Egoditor gehen Verlage online

Für die großen Verlage sind Online-Magazine nicht mehr wegzudenken – unter anderem deshalb, weil sie die Zielgruppe enorm erweitern. Kleinere Verlage haben dagegen oftmals Probleme damit, ihre Printmedien um Onlinezeitungen zu ergänzen. Hilfe verspricht Egoditor (www.egoditor.com): Mit der Software-Lösung können Verlage ihre eigenen Internet-Magazine erstellen und veröffentlichen. “Viele kleinen und mittelständischen Verlage hinken den großen Verlagen deshalb hinterher, weil der Aufwand für Online-Magazine groß ist und viele interne und externe Ressourcen bindet”, beschreibt Mit-Gründer Nils Engelking die Problematik.

Mit der Egoditor-Software können kleinere Zeitungs- und Zeitschriftenverlage auf die kostenintensiven Dienste einer Agentur verzichten, ihre Online-Magazine ohne Programmierkenntnisse selbst bauen und gleichzeitig auf ein Redaktionsmanagment-System zurückgreifen. “Bisher gibt es einerseits Webseitenbaukästen, andererseits Content Management Systeme wie WordPress. Mit Egoditor verbinden wir nun beides”, sagt Engelking. Damit orientiere man sich an den speziellen Bedürfnissen von Verlagen. Der Redaktionsmanager beinhaltet beispielsweise ein System für Premium-Content sowie für Ausgabenmanagement. Verschiedene Verbreitungskanäle wie Twitter und andere Widgets sind vorinstalliert. Ebenfalls benutzerfreundlich ist die Möglichkeit, verschiedene Funktionen wie Farbgebung auch im Frontend einzustellen. Design, Layout und verschiedene Module können Kunden jederzeit ihren aktuellen Bedürfnissen anpassen während sich Egoditor um Hosting, Wartung und Updates kümmert.

Erste Referenzen kann Egoditor schon vorweisen

Für die Software as a Service bezahlen Verlage eine monatliche Grundgebühr. Ein festes Preissystem gibt es erst ab April, wenn Egoditor mit der offiziellen Version startet. Auf jeden Fall wird das Abrechnungsmodell verbrauchsorientiert sein. Die Grundkosten des Systems liegen “je nach Funktionsumfang im dreistelligen Bereich”, heißt es auf der Homepage. Erste Referenzen kann Egoditor schon vorweisen: Sowohl der Aktiengesellschaft Going Public Media als auch dem Magazin Boat Exclusive aus dem Verlagshaus Delius Clasing hat der Softwareanbieter zum Online-Magazin verholfen. In den nächsten Monaten will das Bielefelder Unternehmen seinen Fokus, der noch stark auf Verlagen liegt, ausweiten: Corporate Publishing und White-Label-Partnerschaften stehen auf der To-do-Liste. Außerdem sollen Kunden bald auf das Premiumcontent-System zugreifen können. Damit können Verlage – wie bei der Financial Times – Beiträge gegen Bezahlung anbieten oder Abonnenten alle Inhalte auch online zur Verfügung stellen. Gegründet wurde Egoditor von Nils Engelking und Nils Drescher.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.