cloudControl sahnt sechsstellige Finanzierungssumme ab

Die Entwicklungs- und Hostingplattform cloudControl (www.cloudcontrol.de) schließt eine Seed-Finanzierungsrunde ab. Mit der sechsstelligen Summe eines ungenannten Business Angels wolle man die Software weiterentwickeln, die sich momentan noch im Alphastatus befinde, und die Markteinführung […]

Die Entwicklungs- und Hostingplattform cloudControl (www.cloudcontrol.de) schließt eine Seed-Finanzierungsrunde ab. Mit der sechsstelligen Summe eines ungenannten Business Angels wolle man die Software weiterentwickeln, die sich momentan noch im Alphastatus befinde, und die Markteinführung finanzieren. “Die Investorensuche war alles andere als einfach. Insbesondere die komplexe Technik hat vielen Investoren die Einschätzung des Konzepts schwer gemacht”, erklärt das Gründer-Trio Philipp Strube, Tobias Wilken und Thomas Ruland gemeinsam. “Die Kombination aus Konzept und Team war der entscheidende Faktor für unseren Investor.”

CloudControl unterstützt Webentwickler mit Hilfe einer hochverfügbaren und skalierbaren Lösung bei der Entwicklung, dem Hosting und der Wartung ihrer Software. Dabei können verschiedene Entwickler gleichzeitig an verschiedenen Versionen der Software arbeiten, ohne sich gegenseitig zu behindern. Nun fiebert das Bonner Unternehmen dem baldigen Betatest entgegen. Nächster Meilenstein ist die Erweiterung der Plattform um weitere Programmiersprachen.

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Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.



  1. Eugen

    Nennt mich kritisch – aber ist es nicht sehr mutig in einen Markt reinzugehen in welchem bereits amazon, Google und Microsoft aktiv sind und offenkundig das Segment ausbauen wollen?



  2. Peter Pan

    massensterben 2.0

    d.h.: wenn cloudControl untergeht, gehen alle mit, die beim hosting auf sowas setzen — na dann mal viel spass :-).

  3. @Eugen kritisch an die Sache ranzugehen ist sicher nicht falsch. Allerdings grenzen wir uns in verschiedenen Bereichen deutlich von den von Dir genannten Konzernen ab.

    Bei Amazon handelt es sich um ein Infrastructure as a Service Angebot. D.h. hier hast Du volle Kontrolle über die virtuellen Instanzen. Mit allen daraus resultierenden Vor- und Nachteilen.

    Azure von Microsoft und Google App Engine hingegen sind beides Platform as a Service Lösungen die grundsätzlich vergleichbar mit unserer sind, jedoch im Detail große Unterschiede untereinander und unserer Lösung gegenüber aufweisen. Microsoft Azure ist traditionsgemäß eng mit anderen Microsoft Technologien verzahnt, obwohl auch verschiedene Open Source Programmiersprachen unterstützt werden sollen. Google App Engine zwingt die Entwickler für Kernfunktionen der Applikation die App Engine APIs zu nutzen. Dadurch kann a) keinerlei bestehende Software ohne Änderungen genutzt werden und b) müssten für einen Wechsel des Hosting-Anbieters mit hoher Wahrscheinlichkeit große Teile der Applikation neu geschrieben werden.

    Unsere Lösung gibt Entwicklern mehr Freiheit, setzt komplett auf Open Source Technologien auf und hat damit keinen Lock-In Effekt. Darüber hinaus arbeiten wir auf Hardwareseite mit verschiedenen IaaS-Anbietern zusammen. Dies gibt uns die Möglichkeit nur dann Hardware zu mieten, sofern die Leistung auch benötigt wird. Über diese Vielzahl an Instanzen verteilen wir dann effizient die Anwendungen unserer Kunden.

    Kunden können sich dadurch auf ihre Applikationen konzentrieren, haben aber trotzdem die Sicherheit jederzeit zu einem anderen Anbieter wechseln zu können sofern gewünscht. Den Kostenvorteil, durch die geringen Hardwarekosten unsererseits können wir dabei an unsere Kunden weitergeben und mit attraktiven Preisen punkten.

    Keine Plattform ist die Lösung für jedes Problem. Aber wer Interesse hat unsere zu testen ist herzlich eingeladen sich für die Beta zu registrieren. http://cloudcontrol.de/cloud-hosting

  4. Pingback: Tweets die cloudControl sahnt sechsstellige Finanzierungssumme ab :: deutsche-startups.de erwähnt -- Topsy.com

  5. Ich finde Philipps Argumentation überzeugend und werde den Service ggf. nutzen.

  6. Schöne Antwort, Philipp!

    CloudControl hat im Gegensatz zu vielen anderen Startups schon die Möglichkeit, Umsatz zu schreiben. Das macht das Startup schneller unabhängig und wesentlich flexibler.

    In Deutschland wird vermutlich einer der Haupt-Gegenargumente die gefühlte Unsicherheit von Cloud Computing sein. Wenn Ihr das korrekt addressiert und kommuniziert bekommt, sehe ich gute Chancen!

    Viel Erfolg!



  7. Eugen

    @Philipp – sorry, bitte nicht falsch vestehen. Ich wollte damit euren Dienst nicht schlecht machen. Im Gegenteil, ich finde ihn sogar äußerst interessant (wir nutzen bereits amazon). Mir war nur die Abgrenzung nicht klar. Ohne diese, sieht man nun eben nur die 3 großen Namen und frägt sich was ihr wohl anders macht :-)

  8. Deutschland brauch so ein Angebot – es gibt einfach viel zu wenig service-orientierte Hosting Anbieter.

    @Philipp: Ihr solltet echt mal Euer Teambild überdenken – http://cloudcontrol.de/fotos/ ;)

  9. Wow, die positiven Kommentare freuen uns sehr.

    @Eugen Keine Sorge. Mein Kommentar sollte nur mehr Einblicke in unsere Motivation geben und die Abgrenzung zu anderen Angeboten damit hofefntlich etwas deutlicher machen.

    @Christian Das mit dem Teambild ist sone Sache, da müssen wir in der Tat nochmal vor die Kamera.



  10. Martin

    Gratulation zur Finanzierungsrunde – in Zeiten wie diesen kein leichtes Unterfangen!

    Traurig ist jedoch, dass eine 6-stellige Summe eine Meldung wert ist … ich hoffe doch, dass es nicht 100.000 sondern 999.999 € sind.

    Ich finde bei sechstelligen Summen sollte man gleich schreiben “über den Investitionsbetrag wurde Stillschweigen vereinbart” – alles andere erinnert mich an “ich weiß – ich weiß – was du nicht weiiiiiiißt” ;-).

    Ich hoffe die Investszene gibt mal wieder Gas – irgendwann dann mal …

    LG, Martin



  11. tina Obermeier

    Nutzt HIER jemand die Google App Engine wirklich?

    Genau aus dem – Passt nur da* – Grund hab ich eigentlich lieber Apache/Tomcat statt die GAE.

    @Cloudcontrol:
    Wie siehts denn da bei euch aus?

    *zB sind diverse libs/jars nicht oder in abgespeckten Versionen vorhanden usw…

  12. Ein komischerweise von allen (sogar den Gründern?) übersehener Punkt:

    Sowohl Google, als auch Amazon Cloud Services sind in Deutschland rechtlich nicht mehr haltbar. Die Datenverbringung ins datenschutzrechtlich “unsichere” Ausland (dazu gehört die USA) ist gesetzlich mit der BDSG Reform zum 01.09.09 nicht mehr weiter zu vereinbaren.

    Somit sehe ich für Euren Service (solange Ihr bei der Speicherung und Verarbeitung der Daten zum. in Europa bleibt) sehr gute Chancen.

    Werde mir das für unseren momentan entstehenden Webdienst mit Sicherheit überlegen und würde mich über näheren Kontakt freuen :-)

    VG
    Malte



  13. Peter Pan

    naja, ich wünsche den jungs auch mal viel erfolg! prinzipiell ist sowas ja nämlich schon interessant. trotzdem frage ich mich, welches unternehmen es sich leisten kann dort zu hosten, denn bis auf viele buzz-words (hochverfügbarkeit, skalierung etc.) erfährt man ja nicht wirklich viel. mich würde z.b. interessieren:

    server-standort, wie seid ihr angebunden, welche technische infrastruktur ist vorhanden, wie schaut es mit support aus (24/7?), etc.etc. … kommen diese informationen noch, oder funktioniert das alles auf “vertrauensbasis”?

    gruss,



  14. Thomas

    @malte: serverstandort Europa/Deutschland ist auf jeden Fall sicher. Von daher sehen wir da keine Probleme.

    @peter pan: im moment ist das ganze relativ generell gehalten, da wir noch in der alpha sind. Natuerlich kommen wir als Hoster nicht um SLAs und weitere infos drum herum. Spaetestens zur Beta werden wir diese Punkte spezifischer benennen und auch ein definitives Angebot veroeffentlichen.

  15. @Thomas: ;-) genau das habe ich ja geschrieben. Wollte damit eigentlich ein pro Argument für Euren Service liefern, bzw. mal generell zur Diskussion stellen, warum Google, Amazon und Co. momentan in D nicht nutzbar sind. Zumindest wenn es darum geht das ganze mit deutschem Recht zu vereinbaren.

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