Mobilinga setzt auf mobiles Lernen

Viele reisebegeisterte Deutschen lieben es, Sprachen zu lernen oder zumindest einen Reise-Grundwortschatz zu besitzen. Unterstützung bekommen sie dabei von mobilinga (www.mobilinga.com), einem Dienst für mobile Lernanwendungen. Die Idee hatte Gründer Matthias Kose allerdings […]

Viele reisebegeisterte Deutschen lieben es, Sprachen zu lernen oder zumindest einen Reise-Grundwortschatz zu besitzen. Unterstützung bekommen sie dabei von mobilinga (www.mobilinga.com), einem Dienst für mobile Lernanwendungen. Die Idee hatte Gründer Matthias Kose allerdings nicht im Urlaub, sondern vor der Segelprüfung: Immer wieder kam der Gedanke, dass es sinnvoll wäre, lästige Wartezeiten im Alltag für das Lernen zu nutzen anstatt sich zu Hause damit beschäftigen zu müssen. Mit Heiko Mosemann, Informatikprofessor an der Hochschule Bremen, fand Kose schließlich einen begeisterten Gründungspartner und Java-Experten. Kose selbst ist bereits mehrfacher Gründer und für die Entstehung der Unternehmen bedhunter (später ehotel) und d-labs mitverantwortlich.

Mobilinga bietet Lernanwendungen in den Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Niederländisch an. Alle Applikationen, die jeweils 1001 landestypische Redewendungen oder 5.000 Vokabeln beinhalten, kosten 1,59 Euro. Die Anwendungen laufen auf dem iPhone und dem iPod Touch. Der Vertrieb geschieht über den AppStore. An Versionen für weitere Plattformen arbeiten die Bremer aktuell fleißig, verfügbar ist bereits eine Android-Version. “Darüber hinaus warten weitere Sprachversionen und die Sparte \’Fakten lernen\’ in der Pipeline”, sagt Kose. Bald soll beispielsweise “Deutschlandwissen” das Licht der Welt erblicken, eine Lernapplikation auf der Grundlage des deutschen Einbürgerungstests.

“Es gibt in Deutschland und auch international bisher nur kleine Mitbewerber”

Die Sprachanwendungen von mobilinga funktionieren auf der Grundlage der Lernsteuerung nach Sebastian Leitner. Erinnerungen an Schulzeiten werden wach: Es handelt sich um das allseits verbreitete Karteikarten-Lernen. Während man als Schüler die Karten noch von Hand in die Fächer sortierte, geschieht dies nun per Smartphone. Das Prinzip ist dasselbe: Weiß der Nutzer die Vokabel, rutscht sie ein Fach weiter, hat er sie vergessen, rutscht sie ein Fach zurück. “Das Wichtige sind die lernpsychologisch optimalen Abstände der Wiederholungen. Mobilinga legt die Karten zum richtigen Zeitpunkt wieder vor.” Weil das mobile Sprachenlernen so erfolgreich ist – die Anwendungen zählen zu den beliebtesten im AppStore – hat das Bremer Unternehmen auch die Expansion ins Ausland auf dem Schirm. “Es gibt in Deutschland und auch international bisher nur kleine Mitbewerber, dadurch haben wir die Möglichkeit, als agiles Unternehmen zu punkten.” Wer sich neben dem Sprachenlernen mit Programmierung beschäftigt, findet bei mobilinga außerdem kostenlose Lernvideos zur Java- und Android-Programmierung.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.