Nie wieder vor verschlossenen Türen dank spryne

“Bitte holen Sie Ihre Kinder ab, es wurden Läuse gesichtet!” Solch eine für Eltern wichtige Meldung lässt sich ab sofort über den SMS-Infodienst spryne (www.spryne.de) verbreiten. Seit April kann sich jeder beim jungen […]

“Bitte holen Sie Ihre Kinder ab, es wurden Läuse gesichtet!” Solch eine für Eltern wichtige Meldung lässt sich ab sofort über den SMS-Infodienst spryne (www.spryne.de) verbreiten. Seit April kann sich jeder beim jungen Unternehmen einen eigenen Kurznachrichtenservice zulegen. Zweck des Ganzen: eine bestimmte Gruppe über wichtige Neuigkeiten zu unterrichten.

Wer eine Gruppe regelmäßig informieren will, kann sich kostenlos über die Website anmelden. Alle, die der Gruppe beitreten wollen, melden sich ebenfalls über spryne.de an. Bequemer, aber kostenpflichtig ist die Registrierung per SMS. Der Gruppenbetreiber schickt ein Kennwort, das sich auf die Gruppe bezieht, an die Nummer 55155. Dies kostet ihn 2,99 Euro im Monat. Interessierte können der Gruppe dann ebenfalls per SMS und Kennwort beitreten. Beispiel: Eine Erzieherin eröffnet die Gruppe “Kita Kinderland”. Alle Eltern, die über wichtige Neuigkeiten sofort informiert werden wollen, senden das Kennwort “Kita Kinderland” an die Kurzwahlnummer und werden zu Informationsempfängern. Der Informant entscheidet darüber, ob seine SMS für die Empfänger kostenpflichtig sind oder er selbst die Kosten trägt. Er legt auch fest, wieviel seine SMS kosten sollen. Je nach Preishöhe bekommt er von spryne SMS gutgeschrieben, die mit eventuellen Gebühren verrechnet oder ab 20 Euro ausgezahlt werden. Außerdem entscheidet der Gruppenbetriber, ob seine Inhalte im Web veröffentlicht werden oder nur ausgewählten Personen zur Verfügung stehen.

Neun Monate dauerte die Entwicklung von spryne

Die Idee zu ihrem SMS-Infodienst kam den Machern, da sie immer wieder vor verschlossenen Kita- oder Vereinstüren standen, weil die entsprechenden Informationen sie nicht erreichten. Neun Monate lang arbeiteten sie an der Entwicklung von spryne und konzentrierten sich auf die Bedürfnisse kleiner Unternehmen und Organisationen. Denn aufgrund von fehlenden technischen Vorkenntnissen, hohen Betriebskosten und Vertragslaufzeiten seien SMS-Dienste bisher nur großen Firmen vorbehalten gewesen, sagt Rolf Gleich, Mitgründer von spryne. “Über unseren Plattformansatz haben wir die Barrieren entnommen, so dass die Vorteile der professionellen SMS-Gruppenkommunikation nunmehr für alle Marktteilnehmer zugänglich sind”. Bekannte spryne-Nutzer sind beispielsweise Hamburg-tourism.de, hiogi.de und hamburg-startups.de. “Mit spryne konnten wir in kürzester Zeit ein Angebot schaffen, mit dem wir die besten hiogi-Inhalte regelmäßig mit ausdrücklichem Einverständnis der Interessenten an deren Handy senden. Neben der Einfachheit haben uns die in der Plattform umgesetzten Maßnahmen zum Verbraucherschutz überzeugt die auch für uns höchsten Stellenwert genießen”, sagt Björn Berendt von hiogi über die Zusammenarbeit mit spryne.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

  1. Super sowas braucht man!, schau ich mir gleich mal an, glücklicherweise ist es nicht auf die weniger dauer-onliner beschränkt sondern schön mit SMS alltagstauglich gehalten.



  2. Nico

    Eigentlich ne ganz coole Idee – ersetzt Telefonketten/Kettenmails bei denen immer einige auf der Strecke bleiben.

    Viel Glück noch. :)



  3. pissflitsche

    Gibt es eigentlich außer Deutschland noch Länder die SMS für viel Geld verschicken?

    Alles waas mit SMS zu tun, gehört dauerhaft missachtet.

    International werden Mails verschickt und mit Handy empfangen, nur Deutschland hinkt nach wie vor aufgrund der hohen Mobilkosten hinterher. Einfach ein Drecksland in dem wir leben!



  4. Angelos

    An sich ein sinnvoller Dienst – nur leider zu teuer!



  5. Jakob

    “Einfach ein Drecksland in dem wir leben!”

    Immerhin ermöglicht es Dir dieses Drecksland, es auch ohne Konsequenzen für dein Leben als Drecksland bezeichnen zu dürfen.

    Um nicht vom Thema abzukommen: Nicht jeder Elternteil verfügt derzeit über ein Handy, mit dem E-Mails einigermassen komfortabel empfangen werden können, und wenn, dann noch seltener mit Push-Funktion. SMS ist vielleicht jetzt nicht die zukunftssicherste Variante, aber aktuell hat es seine Berechtigung.

  6. Diesen service gab es vor ca. 10 Jahren bei Vodafone, er ist komplett gescheitert, weil dahinter kein valides Businessmodell aufzubauen war. Die Empfänger wechseln zu oft, wer will welche Information dafür und an Ende entscheidend: wir bringt man den Service an den Kunden? Die Marge ist zu klein für vernünftiges Marketing & Sales.

  7. Pingback: Simsa informiert in Windeseile :: deutsche-startups.de

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