Die wichtigsten Steuer-Fragen für Gründer – Gastbeitrag von Ralf Müller von Baczko (Anzeige)

Auf dem Weg zum eigenen Unternehmen gilt es viele Hürden zu meistern – gesetzliche Auflagen müssen beachtet, betriebswirtschaftliche Fragen geklärt und der Steuer-Dschungel durchstiegen werden. Auf ihren Gebieten sind Jungunternehmer zwar Spezialisten, dennoch […]

Auf dem Weg zum eigenen Unternehmen gilt es viele Hürden zu meistern – gesetzliche Auflagen müssen beachtet, betriebswirtschaftliche Fragen geklärt und der Steuer-Dschungel durchstiegen werden. Auf ihren Gebieten sind Jungunternehmer zwar Spezialisten, dennoch geraten viele bei Steuer-Fragen und Formular-Bergen ins Schwanken, vergessen Fristen und verschenken durch Unwissenheit oder fehlendes kaufmännisches Know-how bares Geld.

Steuerberater Ralf Müller von Baczko, Geschäftsführer des ersten Online-Steuerbüros steuerberaten.de, setzt sich im folgenden Gastbeitrag mit den wichtigsten Gründer-Fragen zum Thema Steuern auseinander, benennt häufige Fehlerquellen und gibt Tipps, was junge Startups bei der Steuerklärung für 2008 (Abgabetermin: 31.5.) beachten müssen.

Wer Buchhaltung, Abschluss und Steuern in Expertenhände übergeben möchte, kann dies zu Sonderkonditionen bei steuerberaten.de tun. Beim Klick auf diesen Link wird der Sondertarif für Gründer automatisch berechnet.

Die 5 häufigsten Steuer-Stolpersteine

Die Wahl der Rechtsform: Viele junge Startups stecken zu Beginn ihrer Geschäftstätigkeit noch nicht in der Gewinn-Zone, melden ihr Unternehmen aber als GmbH an. Ein Fauxpas, der Gründer erst einmal richtig Geld kostet, denn für das Geschäftsführer-Gehalt muss Lohnsteuer abgeführt werden und der Verlust mindert die Steuer nicht.

Steuer-Vorauszahlung zu niedrig angesetzt: Oftmals flattert erst zwei Jahre nach der Geschäftsgründung der erste Einkommensteuerbescheid ins Haus – happige Nachzahlungen und die Festsetzung von nachträglichen und laufenden Vorauszahlungen drohen. Legen Sie entsprechend Geld beiseite, damit Sie ein ursprünglich zu niedrig angesetztes Akonto später nicht in ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten bringt.

Keine Arbeitsverträge: Die Freundin schmeißt das Marketing, Mutter ist gelernte Sekretärin – beide arbeiten für lau und ohne Vertrag – Sie verschenken Steuern. Vermeiden Sie unentgeltliche Hilfe, denn sonst entgehen Ihnen unter Umständen wertvolle Freibeträge, die bei Nicht-Nutzung verfallen. Gleiches gilt bei geliehenem Geld von Freunden oder Verwandten – schließen Sie Darlehensverträge ab.

Belege-Schlamperei: Sammeln Sie Ihre Belege – egal ob fein säuberlich im Ordner oder Schuhkarton. Fehlende Belege werden beim Vorsteuerabzug nicht anerkannt und Sie verschenken bares Geld. Heben Sie Rechnungen für Drucker, Scanner und Telefon auf. Jeder Beleg spart über kurz oder lang Steuern: Werden Sie Beleg-Jäger und -Sammler.

Fristen verschlafen: Halten Sie Fristen wie bei der Abgabe der Steuererklärung ein und vermeiden Sie Ärger mit dem Finanzamt, das Ihnen bei schlechtem Timing teure Mahngebühren in Rechnung stellt. Einen kostenlosen Steuer-Wecker gibt es bei steuerberaten.de.

Welche Steuern müssen Gründer zahlen?

Viele Gründer unterschätzen notwendige Investitionen und laufende Kosten und gerade das Thema Steuern wird gerne vergessen – sind sie doch nur teuer und lästig. Aber wer muss eigentlich welche Steuern zahlen?

Gewerbesteuer: Die Gewerbesteuer muss von allen Gewerbetreibenden, die beispielsweise in Handel, Industrie oder Handwerk tätig sind, entrichtet werden. Keine Gewerbesteuer hingegen zahlen freie Berufe. Wichtig ist der Blick auf den Standort des Unternehmens. Durch die richtige Wahl lassen sich aufgrund niedriger Hebesätze jährlich mehrere tausend Euro sparen – beachten Sie also bei der Standortwahl auch die Höhe der Gewerbesteuer. Auf die Gewerbesteuer müssen regelmäßig vierteljährliche Vorauszahlung geleistet werden.

Umsatzsteuer & Vorsteuerabzug: Unternehmer sind in der Regel verpflichtet, Kunden Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen und diese an das Finanzamt abzuführen. Die Vorsteuer – also die Umsatzsteuer, die Lieferanten in Rechnung stellen – kann dabei abgezogen werden. Übersteigt die Vorsteuer die Umsatzsteuer, was in der Gründungsphase häufiger vorkommt, erstattet das Finanzamt die Differenz. Je nach Größe des Unternehmens müssen monatlich oder vierteljährlich Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgegeben werden. Klein-Unternehmen können sich von der Erhebung der Umsatzsteuer befreien lassen.

Einkommensteuer: Muss von allen natürlichen Personen ab einer bestimmten Einkommensgröße gezahlt werden und hängt von der Höhe Ihres Einkommens ab. Einzelunternehmer und Gesellschafter von Personengesellschaften zahlen keine Einkommenssteuer, sollten statt der erhofften Gewinne Verluste erwirtschaftet werden. Diese Verluste mindern die zukünftigen Einkünfte (Verlustvortrag) und bewirken weniger Einkommensteuer.

Körperschaftssteuer: Fällt nur auf den Gewinn von Kapitalgesellschaften wie GmbH, AG und Genossenschaften an. Diese Gewinne werden mit 15 Prozent besteuert. Auch hier können Verluste vorgetragen werden. Die Höhe der Einkommen-, Gewerbe-, Körperschaft- und Lohnsteuer können Sie mit den Online-Rechnern von steuerberaten.de ganz einfach selbst ermitteln.

Outsourcen oder in Eigenregie: Brauche ich einen Steuerberater?

Ob Sie Ihre Steuerfragen im Alleingang klären oder mit der professionellen Unterstützung eines Steuerberaters besser fahren, hängt von mehreren Faktoren ab. Wie steht es um Ihre Buchhaltungs- und Steuerkenntnisse? Wie stark sind Sie in den Geschäftsalltag Ihres Startups eingebunden? Wer haftet bei finanziellen Schäden durch fehlendes Steuer-Knowhow? Die Auswahl an Hilfsmitteln, mit denen man seine Steuerfragen in Angriff nehmen kann, ist groß. Angefangen von Steuertipps aus dem Internet über die mehr oder weniger legal agierende Buchhalterin bis hin zur günstigen Steuer-Software steht der Existenzgründer vor einer riesigen Auswahl an Möglichkeiten, um sich die höchstmögliche Rückzahlung vom Staat zu sichern. Ein einfacher PC genügt, wer mit Softwareprogrammen für die Steuererklärung gut auskommt, kann sich die Kosten für einen Steuerberater sparen. Doch gerade Gründer des ersten eigenen Unternehmens passen in kein schematisches Raster, sodass Experten-Wissen über Steuer-Richtlinien und Gesetzestexte erforderlich sind.

Doch was kann der Steuerberater konkret tun?

Angefangen bei der Finanz- und Lohnbuchführung über die Gehaltsrechnungen der Mitarbeiter bis hin zum Jahresabschluss und der privaten Steuererklärung bieten Steuerberater eine große Palette an Dienstleistungen an. Zudem kann eine Steuerkanzlei das externe Controlling übernehmen, bei Investitionen Alternativen der Finanzierung berechnen und bei Steuer-Fragen fachkundige Auskünfte erteilen. Wer allerdings bei dem Gedanken an Teestunde, Eichenschrankwand und Vorzimmer-Dame einen staubigen Geschmack im Mund hat, kann mittlerweile seine Steuerbelange vollständig oder auch nur teilweise online beim kompetenten Steuerberater abwickeln. Mit steuerberaten.de begibt sich das erste Steuerbüro komplett ins Internet und spart mit vorab kalkulierbaren Kosten und erheblichen Einsparungen den Mandanten das Kaffeekränzchen auf der Steuerberater-Couch.

Zur Person
Ralf Müller von Baczko ist Diplom-Kaufmann mit Steuerberaterexamen, seit 1987 Hauptgeschäftsführer der MVB & CIE. Müller von Baczko Steuerberatungsgesellschaft mbH und seit 2008 Geschäftsführer von steuerberaten.de. Sein Portal steuerberaten.de bietet von der Einzel-Beratung bis hin zur Steuererklärung erstmals alle Leistungen eines Steuerberaters komplett online an. Die Einsparungspotenziale durch den Gang ins Internet werden in Form von günstigen Preisen weitergegeben.

  1. Eine gute Steuer-Übersicht!
    Wir sind seit unserer GmbH Gründing (Dez 2008) bei steuerberaten.de und ich bin davon begeistert via Web und Skype einfach und kompetent Antworten auf alle Fragen zu bekommen. :)
    Ich kann den Service nur empfehlen.



  2. rk

    Ist das jetzt eine Anzeige oder ein Artikel? Ein Gastbeitrag oder eine Gastanzeige? Würde mich freuen, wenn Werbung und redaktionelle Beiträge auf DS nicht so stark verschwimmen würden…



  3. Patrick L.

    Schöner und interessanter Beitrag.

  4. Seltsame Tipps:

    “denn für das Geschäftsführer-Gehalt muss Lohnsteuer abgeführt werden und der Verlust mindert die Steuer nicht.”

    Klingt wenig seriös bzw. nach Nepp oder, was ich eher glaube, nach Vorspiegelung von tollen Aussagen, ohne die ganze Geschichte zu erzählen.

    Wie soll das denn bei einer anderen Gesellschaftsform sein? Wenn man sich in einer Personengesellschaft eine Entnahme “gönnt” muss man die doch wohl auch versteuern, wenn auch nicht in Form von Lohnsteuer. Viel eher wäre dann vielleicht anzumerken, dass, je nach Art des Geschäftes (freiberuflich vielleicht) bei Gründung einer GmbH Gewerbesteuer anfällt schon kraft Rechtsform, was u.U. in anderen Organisationsformen nicht der Fall ist.

    Und wie kann kostenlose Arbeit teurer sein, als Steuern zu zahlen? Hier wird also geraten, jemanden zu bezahlen, um weniger Steuern zu zahlen? Den Sinn daher verstehe ich, allerding wird es anscheinend falsch ausgedrückt, genauso wie ich mir nicht sicher bin, ob der Verfasser nicht weiß, dass auch ohne etwas Schriftliches ein Vertrag vorliegen kann oder ob er auch an dieser Stelle wieder nicht “alles” erzählt.

    Wenn schon einen Artikel als Werbung, dann sollte der auch umfassend informieren, mit so etwas blamiert sich eine seriöse Seite wie DS aber eigentlich nur.

  5. Um es klarzustellen.

    Ich will dem Verfasser übrigens keine wirkliche Unwissenheit vorwerfen. Das liegt mir fern. Diese Tipps zeigen aber nur, ob Werbung hin oder her, dass man so ein komplexes Thema wie die Steuerberatung von Startups, eben nicht in 500 Wörtern darstellen kann, ohne den ganzen Themenkomplex und die Zusammenhänge total zu verzerren und falsche Eindrücke zu vermitteln.



  6. wigger

    pay per view anzeige ?



  7. Frank Zimmermann

    @Marian Härtel

    Du willst Werbung, die umfassend informiert? Ist dies etwa der Sinn und Zweck von Werbung? Ich dachte immer Werbung soll dabei helfen ein Produkt zu verkaufen.

  8. Ich bin hier User. Wenn schon will ich gute Artikel und nicht Bauernfängerwerbung.



  9. tina Obermeier

    naja, seid doch froh wenn sowas irgendwo steht…

    War neulich just4fun auf so einem Seminar.
    War umsonst..

    Um Gottes Willen:

    die Leute wussten nicht was Butto und Netto ist, warum man wie was oder überhaupt die MwSt genau einzieht oder nicht oder überhaupt.

    OK: Die Leute dort wollten nicht nur IStartups sondern auch ein Nagelstudio oder so aufmachen aber es war wirklich unglaublich.

    Also: Nicht nur meckern!
    Danke



  10. Henn

    Zur Info, ist nicht der erste text in der Kategorie “Anzeige”.



  11. Marian Härtel

    Ach und weil sie nichts wissen, erzählt mir ihnen nur die halbe Wahrheit? Und verkauft denen Wissen, das sie vielleicht nicht brauchen? Ich weiß ja nicht.

  12. Um das mal klarzustellen:
    Es gibt Einzelunternehmer (eK) und Personen- gesellschaften (GbR/OHG/KG) sowie Kapitalgesell- schaften ( GmbH/limited /UG/AG).Kapitalgesellschaften als sog. juristische Personen werden fundamental anders besteuert als Personengesellschaften, die in der Regel ein Zusammenschluss von natürlichen Personen sind.
    Die Kapitalgesellschaft besitzt eine eigene Rechtspersönlichkeit ( als juristische Person ), die selbst mit der Körperschaftsteuer besteuert wird. Entstehende Verluste bleiben so lange z.B. in der GmbH und mindern dort in der Zukunft als Verlustvortrag spätere Gewinne.
    Die Geschäftsführer einer GmbH sind auch Angestellte der juristischen Person.Das Gehalt des Geschäfts- führers ist lohnsteuerpflichtig. Die in der GmbH entstehenden eventuellen Verluste können nicht mit dem Gehalt verrechnet werden, so dass es zu definitiven Lohnsteuerabflüssen auch in Verlustphasen kommt – was ein Problem gerade für junge Unternehmen darstellt.

    Das ist aber weder Nepp noch unseriös und auch keine Vorspiegelung von tollen Aussagen sondern ein Gestaltungsproblem – auf das ich kurz hinweisen wollte.
    Im übrigen verweise ich auf unser Forum und auf die Möglichkeit von email – Anfragen.

  13. Pingback: News des Tages 13. Mai 2009 | Erfolgreiche-Blogs.de



  14. Thomas

    “Viele junge Startups stecken zu Beginn ihrer Geschäftstätigkeit noch nicht in der Gewinn-Zone, melden ihr Unternehmen aber als GmbH an. Ein Fauxpas, der Gründer erst einmal richtig Geld kostet, denn für das Geschäftsführer-Gehalt muss Lohnsteuer abgeführt werden und der Verlust mindert die Steuer nicht.”

    Warum auch eine GmbH anmelden? Persönlich und voll haften macht doch Spass! Wenn man vor lauter Steuersparen das Haftungsrisiko außer Acht lassen will, ist das ein toller (und ggf. teurer) Tipp!



  15. The Joker

    Butto kannte ich auch noch nicht ;)
    Nur Nutto – habe ich mal bei Pispers gehört.



  16. Rico

    interessantes konzept!

    was mich interessiert: heißt es nicht immer, ein guter Steuerberater spart mehr Steuern ein als er selbst kostet? Wer kann dazu was sagen?

    gruß
    rico

  17. Für mich ist der Beitrag nur eine Einführung – das ist doch klar. Meine Erfahrung als Gründer ist: Zur Existenzgründerberatung gehen und sich dort einen Berater suchen. So habe ich einen Unternehmensberater gefunden, der für meinen konkreten Fall ein kompetentes Konzept erarbeitet hat. Und auch steuerliche Fragen im Vorfeld klärt. Dort bekomme ich ein komplettes Coaching, dass auch noch über EU-Mittel gefördert wird. Dennoch bitte ich um ein bisschen Verständnis für Signore Müller: Er kann natürlich nur versuchen, das Problembewusstsein bei der Gründung zu verschärfen.



  18. tina Obermeier

    Butto und Netto…

    gibts jetzt auf dem Kinderkanal…

    —-
    man, verdipper sind doff

  19. Pingback: steuerberaten.de Blog   steuerberaten.de in der Presse   Von eppers

  20. Jeder Gründer ist gut beraten, Steuerberatung und Buchhaltung an einen Steuerberater bzw. Buchhaltungsdienst zu geben. Einen besseren Fall für Geschäftsprozess-Outsourcing kann man eigentlich gar nicht finden. Allerdings sollte man auch bei einer externen Buchhaltung die monatlichen Accounting-Übersichten, die man erhält, gründlich anschauen, denn die Steuerung des Unternehmens gehört nach landläufiger Meinung dann eher zu den Kernaufgaben des Unternehmers…

  21. Einen besseren Fall für Geschäftsprozess-Outsourcing kann man eigentlich gar nicht finden

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