Tucent sorgt für Kommentare

Die Kommentarfunktion ist aus der Webwelt nicht mehr wegzudenken. Auf unzähligen Seiten und Blogs können Nutzer heutzutage unter den Artikeln ihre Meinung kundtun. Florian Baumeister, Constantin Christmann, Phillip Kaltenbach und Andreas Mayr wollen […]

Die Kommentarfunktion ist aus der Webwelt nicht mehr wegzudenken. Auf unzähligen Seiten und Blogs können Nutzer heutzutage unter den Artikeln ihre Meinung kundtun. Florian Baumeister, Constantin Christmann, Phillip Kaltenbach und Andreas Mayr wollen dies mit Tucent (www.tucent.net) nun ändern. Mit ihrem kleinen Kommentar-Tool ist es möglich Kommentare direkt im Text zu hinterlassen. Die Nutzer seien dadurch nicht mehr gezwungen an linearen Diskussionen teilzunehmen, in denen nicht mehr erkenntlich sei, auf welchen früheren Kommentar, sich eine neue Nachricht beziehe, sagt Mayr, der sich bei Tucent um die Pressearbeit kümmert. Um diese andere Art des Kommentierens zu nutzen, müssen Betreiber von Online-Diensten, Wikis und Blogs lediglich ein “Script-Tag in den HTML-Code der Webseite einfügen”.

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Tucent im Einsatz auf einer Testseite

Die Kommentare im Text werden über ein kleines grünes Kreuz dargestellt. Ein weiteres Kreuz listet alle Kommentare auf. Auf Wunsch kann Tucent an das Design der jeweiligen Webseite anpasst werden. Eine simple Idee, die das Kommentieren bestimmter Aspekte in einem Text deutlich erleichtert. Nachteil: Bei vielen Kommentaren ist der jeweilige Artikel übersät mit kleinen Kreuzchen. Das Diskutieren über den Artikel an sich wird so nicht erleichtert. Als weiteres Anwendungsmodell von Tucent denken die Stuttgarter an E-Learning. “Mit Tucent können Lernende untereinander und mit den Dozenten ohne Zeitverzögerung kommunizieren und ihre Fragen direkt während der Textbearbeitung klären. Gearbeitet und gelernt wird also direkt im Dokument”, sagt Mayr. Zum Start ist Tucent kostenlos nutzbar. Später soll sich der neue Dienst über monatliche Gebühren finanzieren.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.