Zehn Fragen an Kai Tietjen von construktiv

Mit sehr viel Feuereifer haben wir im Herbst einen neuen freitäglichen Fragebogen ins Leben gerufen. Der verbesserte Fragebogen kommt bei Lesern und Ausfüllern sehr gut an. Beim Start des neuen Fragebogens haben wir […]

Mit sehr viel Feuereifer haben wir im Herbst einen neuen freitäglichen Fragebogen ins Leben gerufen. Der verbesserte Fragebogen kommt bei Lesern und Ausfüllern sehr gut an. Beim Start des neuen Fragebogens haben wir leider einen alten Fragebogen übersehen. Diesen wollen wir aber nicht einfach in die berühmte Ablage P verbannen. Deswegen Vorhag auf für die letzten “Zehn Fragen an”.

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen?
Klar aber nur kurz. Sonst stürzt ja die Matrix unserer brave new world ein.

Wann waren Sie zum ersten Mal im Internet?
In den Neunzigern, wie wahrscheinlich die meisten von uns.

Auf welche Website können Sie nicht verzichten?
Auf Mister Wong zu verzichten wäre für mich natürlich schon enorm schade nach der vielen Arbeit und dem Auf- und Ausbau. Ansonsten eigentlich auf jede, gibt ja fast alles x-fach, ob man nun spiegel.de, sueddeutsche.de oder zeit.de liest ist ja so kein so riesiger Unterschied. Ungern würd ich nur auf alle zusammen verzichten.

Worauf können Sie im Internet verzichten?
Anonymität in öffentlich zugänglichen Foren. Es gibt zu viele Möglichkeiten Menschen oder Unternehmen in Foren oder Blog-Comments etc. zu verunglimpfen. Anonym schreiben die Menschen da mal schnell böse Dinge, die sie natürlich unter ihrer wirklichen Identität nicht schreiben würden. Was mich auch total nervt sind herbe Rechtschreibfehler – und Schäuble mit seinem Überwachungswahn.

Was war bisher Ihr größter Erfolg?
Für unseren Web2.0-Bereich auf jeden Fall Mister Wong. Was wir hier in so kurzer Zeit erreicht haben, macht mich und mein Team stolz. Wir sind mittlerweile Deutschlands bestverlinkte Website mit über 5 Millionen Nutzern.

Was Ihr größter Flop?
Also den größten Flop den ich hatte, der war so in etwa Größe 44. Ganz genau weiß ich das natürlich nicht mehr.

Worüber können Sie lachen?
Über Simpsons, Spongebob, Kalkofe, halt Spontan-Humor, groteske Szenen.

Was bringt Sie zum Weinen?
Zum Glück nicht ganz soviel wie mich zum Lachen bringt.

Mit wem würden Sie gerne mal tauschen?
Hui – natürlich mit Justin Timberlake.

Was sollte unbedingt mal jemand erfinden?
Einen Teleporter, um sich schnell jederzeit weltweit bewegen zu können. Oder einen endlosen LOST und Simpsons Folgen Generator, die Fortsetzung von Mass Effect für die Xbox und die Gelddruckmaschine für Zuhause und das mobile Pendant, den imoney für Unterwegs. Nicht zu vergessen: Glück für alle und natürlich muss der Weltfrieden auch noch erfunden werden, genauso wie der Weltzweck, der wäre ja auch nicht schlecht.

Zur Person
Kai Tietjen, Jahrgang 1970, gründete 1997 die Werbe- und Onlineagentur construktiv, aus der heraus er im Jahre 2006 den Social-Bookmarking-Dienst Mister Wong (www.mister-wong.de) entwickelte. Kürzlich kaufte der studierte Web-Ökonom den Dienst Lifestream.fm. Über die Plattform können Nutzer alles, was sie im Netz anstellen, auf einer Profilseite bündeln. Anfang Juli ging die deutschsprachige Version des Dienstes online.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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