studentSN gewinnt Investoren

Beim Thema Studenten-Netzwerk zuckt jetzt wahrscheinlich die halbe Branche einmal kurz zusammen. Aber ruhig Blut: Bei studentSN (www.studentsn.com) handelt es sich nicht um ein neues Angebot. Das soziale Netzwerk für türkischsprachige Studenten ging […]

Beim Thema Studenten-Netzwerk zuckt jetzt wahrscheinlich die halbe Branche einmal kurz zusammen. Aber ruhig Blut: Bei studentSN (www.studentsn.com) handelt es sich nicht um ein neues Angebot. Das soziale Netzwerk für türkischsprachige Studenten ging bereits im vergangenen Jahr an den Start. Im Mai dieses Jahres folgte ein umfangreicher Relaunch. Mit finanzieller Unterstützung von einigen Business Angels – darunter Christophe Maire und Peter Schüpbach – wollen die Gründer Samet Aras, Ugur Tarlig und Ibrahim Tarlig ihr Baby nun weiter voranbringen. Insgesamt 300.000 Euro wanderte in dieser Finanzierungsrunde in die Kasse von studentSN.

Von den Funktionalitäten kann man studentSN als ganz klassisches soziales Netzwerk bezeichnen. Mitglieder können sich ein Profil zulegen und sich mit anderen Nutzern vernetzen. Zielgruppe sind die schätzungsweise rund 5 Millionen türkischsprachigen Studenten und Hochschulabsolventen in ganz Europa. Der entscheidende Unterschied von studentSN liegt im Geschäftsmodell: Wie andere Studenten-Netzwerke ist auch das soziale Netzwerk für türkischsprachige Studenten kostenlos. Werbung gibt es aber ebenfalls nicht. studentSN soll sich über kleine Gebühren für Zusatzdienste finanzieren. So gibt es beispielsweise einen SMS-Service, den die Mitglieder zur Gruppenverwaltung oder für Organisation von Veranstaltungen nutzen können. Nach eigenen Angaben verfügt studentSN bisher über 400.000 Mitglieder – der Großteil stammt aus der Türkei. Reichlich Potenzial für Wachstum ist somit noch vorhanden. Sofern die türkischsprachigen Studenten in Europa die Plattform annehmen und sich nicht auf Facebook und Co. auch mit anders sprachigen Studenten verknüpfen.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Dieter Müller

    Ach warum sollte man da zucken? Ich wunder mich über nichts mehr^^.
    Demnächts gibts Communities für jede Berufsgruppe, jedes Land, jede Sprache, jede Ethnie, jede Religion, jede Hautfarbe, jede Körpergröße, jede Schuhgröße, Bauchumfang, IQ, Augenfarbe, Sternzeichen, usw.

    Die Zusatzfunktionionen werden doch mittlererweile in den “klassischen” Netzwerken (klingt so negativ) über andere externe Dienste angebunden (Veranstaltungen, T-Shirt-Druck, SMS, usw.)… man machte sich eigentlich nur die Arbeit eigene Dienste zu schreiben.

  2. Super Thema, viel Erfolg weiterhin. http://www.kruta.de ist ja auch schon sehr erfolgreich im Thema mit ” russischem Ansatz ” frohes fest vom http://www.Spirofrog.de Team aus Muenchen



  3. Petra Panther

    Das meiste davon sind doch eh Karteileichen.. Alexa Traffic ist kleiner als beim Start letzten Sommer als sie noch rund 30.000-100.000 Mitglieder hatten.. größtenteils Männer..

    Türkei war einer der Boommärkte für Facebook, obwohl im Vergleich zu anderen Ländern weniger Leute Englisch sprechen und obwohl Facebook nichts! dazu getan hat.

    Manchmal sollte man auch als Gründer Kosten eher als “sunk costs” behandeln..

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  5. Hasan

    Die türkische Zielgruppe nutzt sehr stark Dienste wie Facebook, Myspace und im Messenger Umfeld MSN Messenger, ICQ und Skype.
    Ein Teil der europäischen Türken bewegt sich in Communities wie vaybee, turkdunya, bizimalem und gezegen und diversen anderen Plattformen. In der Türkei selbst gibt es zudem zahlreiche gute und größere Communities als StudentSN. Während studivz und andere big Social Networks damit kämpfen vernünftige Ertragsmodelle auf die Beine zu stellen, wundere ich mich schon über den Invest von 300k.
    Wieviele von den 400.000 Mitgliedern sind eigentlich wirklich aktiv, sprich mind. 1 mal die Woche online?



  6. Martin

    Ich wünsche den Gründern viel Erfolg. Man darf die Sache nicht immer negativ sehen. Die großen Netzwerke wie studiVZ.net oder facebook.com haben zwar Zulauf, tun sich jedoch äußerst schwer, die Plattform zu monetarisieren. Vielleicht ist der richtige Weg der, den die Gründer einschlagen. Keine Werbung zu schalten und Dienste anzubieten, wofür die Nutzer bereit sind, zu zahlen. Das könnte Erfolg haben! Ich bin jedenfalls gespannt auf neue Nachrichten von studentSN.com.

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  8. Man muss die Jungs von studentSN bewundern,

    echt eine genial Idee Ihre Community für türkische Studenten.

    Viel Erfolg weiterhin im neuen Jahr 2009.

    Gruss Hans.

  9. Also wer im www nicht wagt der nicht gewinnt!

    Im Internet kann wirklich mit wenig Geldaufwand (Zeitaufwand ist am Amfang schon sehr gross) seine Ideen umsetzen.

    Ok es wäre leichter wenn man passende Sponsoren an Land ziehen kann.

    Wünsche auf diesem Wege allen ein erfolgreiches Jahr 2009.

    (Die Krise muss man einfach mit guten Ideen bekämpfen – z.B:
    Weiterbildungsmassnahmen sollten im Jahr 2009 zu 100 % absetzbar sein und somit könnten sich viele Arbeitnehmer kostenneutral weiterbilden und somit der Arbeitslosigkeit vorbeugen).



  10. emre

    naja wenn man bedenkt das http://www.yerliler.de schon seit ende 2006 online ist denke ich das evt. ne fehlinvestition war

  11. Hallo Emre,

    falls es deine Website ist wünsche ich Dir natürlich auch viel Erfolg für 2009.
    Also Webdarstellung ist echt nicht schlecht – nicht soviel Werbung und ganz schlicht – Note 2 würde ich geben.

    Also nicht gleich den Kopf in den Sand stecken sondern positiv denken und dann klappts auch mit dem Nachbarn.
    lOL.

    Gruss Karl.

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