Informunity macht klassischen Börsenspielen Konkurrenz

Ohne großen Rummel hievte Andrej Lehnert bereits vor einigen Monaten seinen Dienst Informunity (www.informunity.de) ins Netz. Jetzt hält er die Zeit reif für ein bisschen Rummel. Der Bad Aiblinger beschreibt seine Plattform als […]

Ohne großen Rummel hievte Andrej Lehnert bereits vor einigen Monaten seinen Dienst Informunity (www.informunity.de) ins Netz. Jetzt hält er die Zeit reif für ein bisschen Rummel. Der Bad Aiblinger beschreibt seine Plattform als eine Investment-Simulation. “Man verwaltet fiktive Aktien-Portfolios und misst seine Performance gegenüber anderen Nutzern”. Wer jetzt an eine Art Börsenspiel denkt, liegt richtig. Mit bestimmten Regeln will der ehemalige Director Global Market Intelligence bei Wrigley allerdings “die Verzerrung durch Glückstreffer minimieren und hilfreiche Analysen ermöglichen”. Die reine Steigerung des Aktienkurses reicht bei Informunity nicht zum durchschlagenden Erfolg. “Würden wir wie die meisten anderen Börsenspiele den reinen Kursverlauf zugrund legen, dann wäre der Zeitpunkt des Einstiegs sehr stark für den Erfolg maßgeblich. In Zeiten fallender Kurse hätte dann kaum ein Newcomer eine Chance.”

Für Nutzer ist das etwas andere Börsenspiel kostenlos. Bei Informunity wird aber zwischen öffentlichen und privaten Portfolios unterschieden. Private Portfolios sind im Grunde kostenlose Test-Portfolios und können von anderen Teilnehmern nicht eingesehen werden. Bei den öffentlichen Portfolios geht\’s dagegen um die Wurst. Wer gut investiert kann Punkte sammeln und diese später in Amazon-Gutscheine umwandeln. Noch ist das Anlegen von öffentlichen Portfolios kostenlos, später soll jedes neu angelegte Portfolio 10 Euro kosten. Als weitere Einnahmequelle ist darüber hinaus Werbung vorgesehen. Derzeit sind knapp 1.000 Nutzer bei Informunity registriert. Die kostenlose Version wird vermutlich noch einige weitere Fans finden, ob die Nutzer aber tatsächlich für dieses Börsenspiel in die Tasche greifen, bleibt fraglich.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.