Mit Mister Spex den Durchblick haben

Wer schlecht sieht, kann entweder viele Karotten essen oder sich für eine Brille entscheiden. Letzteres bietet Mister Spex (www.misterspex.de) an – ein E-Commerce-Händler für Brillen. Seit April dieses Jahres verkauft das noch junge […]
Mit Mister Spex den Durchblick haben

Wer schlecht sieht, kann entweder viele Karotten essen oder sich für eine Brille entscheiden. Letzteres bietet Mister Spex (www.misterspex.de) an – ein E-Commerce-Händler für Brillen. Seit April dieses Jahres verkauft das noch junge Start-up mit Sitz in Berlin Sonnenbrillen und Korrektionsbrillen. “Wir haben über 1000 Modelle im Bestand”, sagt Geschäftsführer Dirk Graber. Seit kurzem werden auch Kontaklinsen online vertrieben. Das sei eine sinnvolle Erweiterung des Geschäftsmodells, so der Gründer optimistisch.

Bereits seit einiger Zeit versuchen etliche Brillen-Shops ihr Glück im Internet – bislang jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. Dabei ist der Brillenmarkt ein durchaus interessanter: Laut einer Studie des Zentralverbandes der Augenoptiker benötigen fast 40 Millionen Bundesbürger eine Brille; Kinder unter 16 dabei nicht eingerechnet. Und durch die demographische Entwicklung und zunehmende Computerarbeit dürften es in Zukunft noch mehr werden. Allein im vergangenen Jahr wurden im Augenoptikermarkt 3,7 Milliarden Euro Umsatz gemacht.

Diese Zahlen dürften auch die Investoren von Mister Spex überzeugt haben. Die nächste Finanzierungsrunde soll nach eigenen Angaben schon ganz bald abgeschlossen sein. “Von diesem Geld gibt es endlich eine ordentliche Kaffeemaschine fürs Büro”, lacht der Gründer, der mit dem neuen Kapital im kommenden Jahr vor allem aber zum Sprung auf die britische Insel ansetzen will. Zum Gesamtvolumen der verkauften Brillen macht Graber keine genauen Angaben, verrät nur: “An guten Tagen ist es eine zweistellige Summe.”

Modisch auf Höhe der Zeit

“Weitere Online-Anbieter in diesem Segment betrachten wir gar nicht als Konkurrenz”, sagt Graber. Je mehr über die Online-Brille geschrieben wird, desto besser. Vielmehr hat Graber die großen, günstigen Optikerketten im Visier. Auch bei Mister Spex gibt es bereits Brillen ab rund 40 Euro. Hochwertige Markenbrillen mit Korrektionsgläsern kosten mehr und für eine modisch top-aktuelle Bulgari-Sonnebrille müssen schon mehrere Hundert Euro bezahlt werden. Ebenso wie für ein ausgefallenes Ed-Hardy-Modell mit auffallendem Strassbesatz. Brillen allerdings, die in Deutschland nur wenige Händler im Sortiment haben. “Man muss auch bei Brillen mit dem Trend gehen”, weiß Graber. Um das richtige Gespür dafür zu bekommen, hat der Betriebswirt vorab große internationale Brillenmessen besucht.

Der Online-Optiker möchte nämlich vor allem dann eine Alternative sein, wenn es um den Kauf einer Zweit- oder gar Drittbrille geht. “Eine Brille ist nicht länger ein medizinisches Übel, sondern ein modisches Accessiore für trendbewusste und styleorientierte Kunden”, sagt Graber. Diese Ausrichtung erklärt die Marketingaktivitäten: Mit einer zielgruppenaffinen Ansprache schaffte es das Start-up bereits in reichweitenstarke Modezeitschriften und auf die Nasen prominenter Damen wie Eva Padberg und Barbara Schöneberger. Frauen also, mit der sich die Zielgruppe wahrscheinlich ganz gut identifizieren kann: e-Commerce affine, fashion- und trendorientierte Kunden im Alter zwischen 18 und 35 Jahren.

Artikel zum Thema:
* Netzotpiker verkauft Brillen

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.

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