Frisches Kapital für mixxt

Seit rund einem Jahr werkeln Philipp Ellenbeck, Daniel Peters, Christian Stein und Oliver Ueberholz an ihrem Community-Baukasten mixxt (www.mixxt.de). Im November des vergangenen Jahres folgte der offizielle Startschuss. In wenigen Minuten kann sich […]

Seit rund einem Jahr werkeln Philipp Ellenbeck, Daniel Peters, Christian Stein und Oliver Ueberholz an ihrem Community-Baukasten mixxt (www.mixxt.de). Im November des vergangenen Jahres folgte der offizielle Startschuss. In wenigen Minuten kann sich jeder Nutzer bei mixxt ein eigenes Social Networks zusammenklicken. Inwischen sind nach eigenen Angaben rund 1.200 Netzwerke entstanden. Bei Barcamps und sonstigen Branchenveranstaltungen gehört die eigene mixxt-Community mittlerweile zum guten Ton. Mit dem polnischen Angebot ist zudem bereits der erste Ableger am Start. Die türkische mixxt-Version ist so gut wie fertig. “Internationalisierung stand von ersten Tag auf unserer Agenda. Polen und auch die Türkei sind spannende Märkte, in denen wir first-mover sind und eine lokale Präsenz haben”, sagt Gründer und Geschäftsführer Oliver Ueberholz. Finanzielle Unterstützung bei ihren Expansionsplänen erhalten die Bonner von Mountain Partners, Seriengründer Morten Lund, ricardo.de-Gründer Stefan Wiskemann und Cellity-Gründer Sarik Weber.

Neben normalen Nutzern, die sich bei mixxt Netzwerke zu allen denkbaren Themen und Anlässen bauen können, haben Ueberholz & Co. vor allem Unternehmen, Veranstalter und Insitutionen als Zielgruppe im Auge. Diese können sich mittels einer White-Label-Lösung bei mixxt austoben. “Die meisten Kunden wünschen sich bisher geschlossene oder halbgeschlossene Community-Lösungen mit komplett eigenem Design und keiner Verbindung zum mixxt-Universum”, sagt mixxt-Entwickler Stein. Als Nutzer mit an Bord ist seit Ende März der VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft. Das Netzwerk des Unternehmens heißt “Excellent – Die Excel-Community von ExcelDaily“. Daneben nutzen Kongress Media für das “Social Commerce Forum” und der Aikido-Verein der polnischen Stadt Wroclaw die White-Label-Lösung aus dem Hause mixxt. Für die Nutzung der mixxt-Technologie müssen die Kunden zwischen 150 und 6.000 Euro pro Monat auf den Tisch legen – je nachdem wie das gewünschte Communitypaket (Lizenz, Support, Traffic) aussehen soll.

“Kurz- und mittelfristig eine wichtige Einnahmequelle”

Der White-Label-Ansatz ist für Gründer Ueberholz “kurz- und mittelfristig eine wichtige Einnahmequelle” des Unternehmens. Langfristig rechnet er damit, dass sich die unzähligen Netzwerke der Nutzer gut vermarkten lassen. Ein weitere angedachte Einnahmequelle sind Premium-Mitgliedschaften. Neben mixxt setzt auch Konkurrent Tribax (www.tribax.com) auf White-Label-Lösungen. Für JamFM und Radio Paradiso hat die Tribax-Mannschaft bereits Netzwerke gebaut – immer im Look & Feel des jeweiligen Auftraggebers. Die im Oktober des vergangenen Jahres gestartete Meta-Community six groups (www.sixgroups.com) geht dagegen einen ganz anderen Weg. Mit dem kürzlich gestarteten Angebot Live-Community bieten die Hamburger Websitebetreibern die Möglichkeit, ihre bestehende Websites mit einer eigenständige Community anzureichern. Von den weiteren Community-Baukästen MyFaible (www.myfaible.de) und myPeopls (www.mypeopls.de) war zuletzt nur wenig zu hören. Zu guter Letzt können sich Menschen auch bei Groops (www.groops.de) zu Communitys zusammenschließen. Der Fokus liegt dabei auf lokalen Interessensgruppen. Die breite Masse haben die Bajuwaren bisher aber noch nicht erreicht.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.