Bei Smoodoos geht\’s kuschelig zu

Mit kuscheliger Unterstützung stürzen sich Saskia und Justus Schneider sowie Janina Fey und Eric Singhartinger in das Community-Geschäft. Ihre Plattform für Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren hört auf den Namen […]
Bei Smoodoos geht\’s kuschelig zu

Mit kuscheliger Unterstützung stürzen sich Saskia und Justus Schneider sowie Janina Fey und Eric Singhartinger in das Community-Geschäft. Ihre Plattform für Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren hört auf den Namen Smoodoos (www.smoodoos.de). Die Kids können sich bei Smoodoos eigene Profilseiten anlegen, Clubs und Interessengruppen beitreten oder gründen sowie mit Freunden chatten und andere Kinder kennenlernen. Die Nutzung der werbefreien Kinder-Community ist in der Basisversion kostenlos. Unbegrenzten Zugang zu Smoodoos und die Möglichkeit seine Cyber-Heimat umfassend selbst zu gestalten gibt\’s nur gegen Bezahlung. Und hier kommt der Kuschelfaktor ins Spiel: Die Premiumversion lässt sich über ein Stofftier zum Preis von 24,95 Euro freischalten. Jedes dieser Kuschel-Smoodoos, die Eltern im Einzelhandel oder über den Smoodoos-Shop kaufen können, kommt mit einem Geheimcode daher. Zur Auswahl stehen derzeit 13 Modelle – alle ermöglichen den unbegrenzten Zugang zur Community. Neben diesen 25 Zentimeter großen Stoff-Smoodoos soll es bald weitere kleine Sammel-Smoodoos geben. Diese haben ebenfalls einen Geheimcode im Gepäck. Nach der Eingabe dieses Codes stehen den jungen Nutzern “noch mehr Hintergründe, Items & Animationen” zur Verfügung.

Im Smoodoos-Shop gibt\’s viele kuschelige Stofftiere
Neben dieser durchdachten Bezahlstrategie haben die Smoodoos-Macher viel Hirnschmalz in das Thema Sicherheit investiert. Bei der Anmeldung müssen die neuen User beispielsweise neben einer E-Mail-Adresse auch eine Postanschrift sowie ihre Schule und Klasse angeben. “Diese werden im folgenden Prozess auf ihre Richtigkeit überprüft, wozu auch ein postalischer Brief an die angegebene Adresse dient, der dem Kind einen finalen Freischaltcode übermittelt”, teilt das Unternehmen mit. Freundschaftsanfragen funktionieren bei Smoodoos nur über eine gegenseitige Bestätigung der Indentität. Zudem müssen alle Mitglieder ab und zu Zufallsfragen aus dem Schulalltag beantworten. Alle diese Infos nutzt das Smoodoos-Sicherheitssystem um gefälschte Indentitäten von Erwachsenen aufzuspüren und zu entlarven. Das Ziel dieses Überwachung ist eine sichere Web-Umgebung für Kinder. Zu guter Letzt können Eltern auch überwachen, was ihre Liebsten bei der Kinder-Community so alles treiben. Ein regelmäßiger Report informiert Eltern über die Aktivitäten ihrer Kinder.

“Sicherer Kommunikationsraum für Kids”

Betrieben wird Smoodoos von der Münchner just us & friends GmbH & Co. KG. Das Unternehmen wurde bereits im August 2006 von Saskia und Justus Schneider aus der Taufe gehoben. Ziel der dreifachen Eltern war es, einen “sicheren Kommunikationsraum für Kids im Internet zu schaffen”. Justus Schneider arbeitete zuletzt acht Jahre als Head of Global Marketing Mercedes-Benz Passenger Cars. Unter seiner Verantwortung entstand unter anderem die Musikdownloadwebsite Mixed Tape. Im Februar des vergangenen Jahres dockte die Designerin Janina Fey bei Smoodoos an, im April der Multimedia-Designer Eric Singhartinger. Neben diesem Gründerteam ist auch die Datenwerk GmbH an Smoodoos beteiligt. Jetzt müssen die Kinder der Republik die neue Community nur noch entdecken. Die harten Einstiegskriterien mit Überprüfung der Postanschrift könnten sich allerdings negativ auf das Wachstum der Plattform ausüben. Bei der Premiunversion ist der Verkauf von Stofftieren allerdings eine gelungene Idee – so bekommen die Kinder als Zuckerl noch ein Spielzeug quasi geschenkt.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.