Auxa setzt auf Live-Stream

Mit viel gutem Willen und den Glauben an sich selbst startete unlängst Auxa (www.auxa.de) – ein Online-Auktionshaus, das vor allem eines möchte: “Dass die Händler auch Geld an dem Verkauf ihrer Produkte verdienen”, […]

Mit viel gutem Willen und den Glauben an sich selbst startete unlängst Auxa (www.auxa.de) – ein Online-Auktionshaus, das vor allem eines möchte: “Dass die Händler auch Geld an dem Verkauf ihrer Produkte verdienen”, sagt Gründer Stephan Creutz, der selbst jahrelang einen Shop auf eBay betrieben hat und sich über die Gebührenstruktur der Amerikaner ärgerte. Nach drei Jahren Vorlaufzeit, Ideensammlung und Umsetzung ging Auxa letzte Woche endgültig online – mit bislang rund 180 Artikel im System und eigenen Angaben zufolge 1.100 Besuchern.

“Dafür, dass wir bislang keine Werbung gemacht haben, finde ich diese Zahlen erstaunlich”, sagt Creutz, der in naher Zukunft eine Medienoffensive starten wird- online wie offline. “Gespräche mit klassischen Printprodukten sind schon in Planung”, freut sich der Gründer und ist überzeugt davon, dass seine Idee gut angenommen wird. Das Besondere bei Auxa: Neben allen klassischen Funktionen, wie sie bei eBay längst Standart sind, gibt es auf dem neu gestarteten Auktionshaus die Möglichkeit zum 1:1 Echtzeit-Live-Shopping. “Damit sind wir weltweit die ersten, die diesen Service anbieten”, sagt der gelernte Mediendesigner Creutz. Der Verkäufer kann sein Produkt also entweder via Video, das auf dem Auxa-eigenen Server gehostet und gelabelt wird, zum Verkauf anpreisen oder er schlägt einen Termin zur Verkaufsshow vor. Per Computerkamera kann somit jeder Interessent daran teil nehmen und bieten. “Im Grunde funktioniert das wie die Shoppingkanäle im Fernsehen – wir verstehen uns als Vertriebsweg.”

Zwei Erlösmodelle sind geplant

Profitabel will das drei-köpfige Team vor allem über zwei Modelle werden: Das Schalten klassischer Werbung soll rund 50 Prozent der Erträge bringen, vielmehr aber will Creutz künftig die Sendeplätze für die Verkaufsshow verkaufen. ” Das Registrieren und Einstellen von Produkten soll kostenfrei bleiben. Um für die Händler auf jeden Fall eine Alternative zu eBay zu werden, bastelt das Team an weiteren Funktionen. “Wir planen langfristig. Wir scheuen die Kokurrenz nicht”, gibt sich Creutz selbstbewusst in der Zukunfstplanung des bislang eigenfinazierten Projektes. Sponsoren sind dennoch willkommen.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.