Tatütataa – das Feuerwehrnetz ist da

In Deutschland gibt es derzeit rund 1,3 Millionen Feuerwehrleute – davon werden gerade einmal 30.000 für ihren Job bezahlt. Der Rest löscht freiwillig Brände, befreit Menschen aus zerbeulten Fahrzeugen oder rettet gelegentlich Katzen […]
Tatütataa – das Feuerwehrnetz ist da

In Deutschland gibt es derzeit rund 1,3 Millionen Feuerwehrleute – davon werden gerade einmal 30.000 für ihren Job bezahlt. Der Rest löscht freiwillig Brände, befreit Menschen aus zerbeulten Fahrzeugen oder rettet gelegentlich Katzen von Bäumen. Zwar gibt es zwei Offline-Magazine für diese Berufgruppe, im Internet jedoch fand bislang wenig statt. Das soll sich nun ändern.

Irakli West, selbst passionierter Feuerwehrmann, gründete das Feuerwehrnetz (www.fwnetz.de), eine “zentrale Plattform für deutschsprachige Feuerwehrleute”. Als Hauptelement dient den Floriansjüngern ein Social Network, das alle üblichen Communityfunktionen mitbringt. Darüber hinaus will West seinen Lesern vor allem Mehrwert bieten. “Das Feuerwehrwesen ist ein breites Sprektrum – teilweise hochpolitisch”, sagt der Gründer und verweist unter anderem auf die unterschiedliche Handhabe in der Ausbildung in den einzelnen Bundesländern. “Einheitlich ist da nichts”, sagt er etwas verärgert. Und so trägt West Adressen privater Weiterbildungsmöglichkeiten zusammen, um mit diesen Kooperationen zu vereinbaren.

Einsatz am Ort des Geschehens

Gleichzeitig hat der Gründer ein Online-Magazin aus der Taufe gehoben. Das steht für die Plus-Kunden, die Premium-Mitglieder, gegen einen Monatsbeitrag von zwei Euro zur Verfügung. Der Inhalt befasst sich beispielsweise mit neuesten Techniken in der Brandbekämpfung. Ergänzt wird das Angebot durch Erfahrungs- und Reiseberichte sowie durch Reportagen über spektakuläre Einsätze. Dafür setzt West entweder Fachautoren vor Ort ein oder “ich fahre auch selbst an den Ort des Geschehens”, sagt er und dabei kommt mitunter sogar seine Videokamera zum Einsatz.

Das Angebot von Feuerwehrnetz richtet sich nahezu ausschließlich an Feuerwehrmänner und -frauen sowie deren Ausbilder. “Die Zielgruppe ist einerseits sehr homogen, andererseits schwer einzuschätzen, denn ab dem 14. Lebensjahr können alle mitmachen”, sagt West. Umso schwieriger wird es werden, entsprechende Werbekunden zu finden, ebenso einen Investor.

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Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.