Utopia ist in München

Untersuchungen zufolge sind mittlerweile rund 70 Prozent der Deutschen bereit, für faire und weniger umweltbelastete Produkte mehr zu bezahlen. Jeder Zweite kauft “immer” oder “immer häufiger” Fairtrade oder Bioprodukte. Die großen Supermarktketten beispielsweie […]
  • Von Christina Cassala
    Freitag, 16. November 2007
  • 3 Kommentare

Untersuchungen zufolge sind mittlerweile rund 70 Prozent der Deutschen bereit, für faire und weniger umweltbelastete Produkte mehr zu bezahlen. Jeder Zweite kauft “immer” oder “immer häufiger” Fairtrade oder Bioprodukte. Die großen Supermarktketten beispielsweie haben auf diesen Trend längst reagiert und bieten ein Biosortiment im Regal an. In Deuschland ist somit eine neue Zielgruppe entstanden, für die es auf dem US-amerikanischen Markt einen Namen gibt: “Lohas”, Menschen also, die einen “Lifestyle of Health and Sustainability” pflegen.

Nun hat auch das Internet diese Zielgruppe erkannt: Mit dem Claim “Kauf Dir eine bessere Welt” ist Utopia als die neue Website für “strategischen Konsum” an den Start gegangen. Gründerin Claudia Langer, vormals Chefin der Kommunikationsagentur .start AG, sagt: “Bislang war die Lohas-Szene nur lose organisiert, aber es fehlte ein zentrales Medium.” Das will sie ändern und setzt dabei auf Zweierlei: Einen redaktionellen Teil zum einen und einer aktiven Community zum anderen, die praktische Tipps und nachhaltige Produkte sowie Unternehmen bewertet. Zu den Partnern von Utopia gehören Experten, wie beispielweise das Öko-Institut in Freiburg, das regelmäßig seine Top-Ten-Produkte in unterschiedlichen Kategorien veröffentlichen wird.

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Werbetechnisch vertraut Langer auf deutsche Prominenz. Neben Sandra Maischberger hat sich die Gründerin Axel Milberg ins Werbeboot geholt. Der beliebte Kieler Tatort-Kommissar präsentiert nicht nur die Website, sondern tritt auch als Kolummnist regelmäßig in Erscheinung. Finanzieren soll sich die Seite künftig über Werbebanner, Kooperationen und über den für später geplanten Online-Shop. Langer selbst investierte eine Million Euro und hofft, dass Utopia in drei Jahren profitabel ist. “Utopia soll eine Nichtregierungsorganisation mit unternehmerischen Mitteln werden.” Mit Hess Natur, dem Versandhandel für Naturtextilien, und OTTO hat Langer schon einmal solvente Sponsoren im Rücken.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.



  1. karina

    es ist bemerkenstwert, wie LOHAS immer mehr zum trend wird. ich bemerke auch in meinem umfeld, dass viele meiner freunde, ohne von LOHAS tatsächlich zu wissen, nach diesen prinzipien leben. das war bei mir selber nichts anderes, ich habe erst vor kurzem auf bizzlounge.com (=social network) von LOHAS gelesen, wobei dort auch opinion-leaders ihr wissen mit den diskutanten teilen.und plötzlich hab ich bemerkt, dass ich selbst sozusagen Lohase bin. also UTOPIA, go for it. ist eine gute sache.



  2. Gerda

    Da stimme ich dir vollkommen zu! Ich habe auch erst vor kurzem vom Begriff LOHAS erfahren und dabei gemerkt, dass ich selbst auch schon lange danach lebe, ohne den Begriff eigentlich zu kennen. Ich finde es auch wirklich bemerkenswert und erfreulich, dass schon in öffentlichen Palttformen darüber diskutiert wird, das ist der erste Schritt! Danke auf jeden Fall für den webtipp, ich freue mich immer wieder über neue Infos zum Thema!

    Lg

  3. Pingback: IvyWorld.de legt los :: deutsche-startups.de

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