“Der Deutsche trinkt 150 Liter Kaffee im Jahr” – Wolfgang Schober von meinkaffee.de

Seit Starbucks, Balzac und andere Kaffeeketten überall ihre Shops eröffneten, ist es für den geneigten Kaffeetrinker kaum noch möglich, einen anständigen Filterkaffee zu bekommen. Neben dem mymuesli-Ableger Green Cup Coffee tritt nun auch […]
  • Von Christina Cassala
    Donnerstag, 3. Januar 2013
  • 4 Kommentare

Seit Starbucks, Balzac und andere Kaffeeketten überall ihre Shops eröffneten, ist es für den geneigten Kaffeetrinker kaum noch möglich, einen anständigen Filterkaffee zu bekommen. Neben dem mymuesli-Ableger Green Cup Coffee tritt nun auch eine kleine Rösterei aus Bayern auf den Plan und will den ungetrübten Kaffeegenuss wieder etablieren. Das Besondere an meinkaffee.de (www.meinkaffee.de): Hier kann jeder die Umverpackung selber gestalten. Über den Deutschen und seine Trinkgewohnheiten sprach Wolfgang Schober im Gründer-Kurzinterview mit deutsche-startups.de.

Welche Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
Unsere Vision ist es die Kaffeebranche zu revolutionieren und Kaffee als ein persönliches, hochwertiges Geschenk zu etablieren. Seit Jahrzehnten wird z.B. Wein typischerweise als Geschenk für alle Gelegenheiten genutzt. Wir von meinkaffee.de möchten dieses auch mit hochwertigen und handgefertigten Kaffees erreichen.
Um dieses Geschenk noch persönlicher und einzigartiger zu machen, bieten wir dem Kunden an, seine Kaffeepackung frei zu gestalten. Man kann eigene Fotos hochladen, Hintergründe oder Cliparts einfügen und mit persönlichem Text versehen. Anschließend kann aus 20 verschiedenen Kaffeesorten, mit verschiedenen Mahlgraden für die unterschiedlichen Kaffeemaschinen, der Lieblingskaffee ausgewählt werden.

Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich Ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
Von unserem Grundkonzept der persönlichen Gestaltung der Kaffeepackung sind wir nicht abgewichen. Wir haben allerdings bereits die Startseite unserer Homepage verändert und auf aktuellem Stand gebracht. Wir werden allerdings in der nächsten Woche auf Amazon vertreten sein mit einer neuen Idee von vorgefertigten Kaffeelabels mit unterschiedlichen Serien.

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Direkte Konkurrenten von meinkaffee.de gibt es nicht. Kein anderes Unternehmen bietet den gleichen Service mit Hilfe eines speziellen Konfigurators in einem Online-Shop eine Kaffeeverpackung mit verschiedenen Schriftarten in unterschiedlichen Größen und Farben zu gestalten. Das Gleiche gilt für die
Möglichkeit ein Foto oder Bild bis zu 8 MB hochzuladen. Das Besondere bei meinkaffee.de ist außerdem, dass der Kunde die Ergebnisse seiner Gestaltungsarbeit über die ganze Zeit vor Augen hat und die volle Kontrolle darüber hat. Es gibt andere Online-Anbieter von Kaffee, diese konzentrieren sich aber auf individuelle
Kaffeemischungen und nicht auf die Personalisierung von hochwertigen Kaffee, insbesondere nicht in der oben beschriebenen Art und Weise.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
meinkaffee.de zielt auf vier verschiedene Märkte ab: 1. Der Markt für Geschenke (insbesondere personalisierte und individuelle Geschenke). 2. Der Markt für E-Commerce. 3. Der Markt für hochwertige Genussmittel und Kaffee (3. Welle). 4. Der Markt für nachhaltig erzeugte Konsumprodukte.

Dafür hat meinkaffee.de eine eigene Homepage programmieren lassen und einen eigenen Konfigurator für den Onlineshop erstellt.
Jeder Deutsche trinkt 150 Liter Kaffee im Jahr und jeder Deutsche gibt durchschnittlich 450 € für Geschenke aus. Kaffee und Schenken sind zeitlos und stellen besonders in der heute sich immer schneller drehenden Welt ein Stück Beständigkeit dar. Meinkaffee.de bietet nicht nur exzellenten und preisgekrönten Kaffee an (zweimal Gold von der Deutschen Röstergilde), sondern auch hochwertigen Kakao, Tee, Rohrzucker, Schokolade und weiteres Zubehör für einen außergewöhnlichen Genuss.

Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben Sie schwarze Zahlen?
Der Kaffee wir in der eigenen Kaffeerösterei Heinrichs von meinem Partner Heinrich Achatz geröstet und auch abgepackt. Die Zusatzprodukte Kakao, Rohrzucker werden ebenfalls von Heinrichs in großen Gebinden eingekauft und im Hause einzeln abgepackt. Daher schlanke Produktions und Vertriebsstruktur mit hohem Ertragspotential.Schwarze Zahlen sollten wir 2014 bereits erreichen.

Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
Langfristig sollte meinkaffee.de auch in mehreren europäischen Ländern angeboten werden.

Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?
Unseren Shop in B2C- und B2B-Geschenkportale zu integrieren und unsere neuen Label-Serie in weiteren Shopping-Portalen anzubieten.

Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

Zur Person
Wolfgang Schober ist gelernter Industriekaufmann und versteht etwas vom Verkaufen. Zuletzt war er Verkaufsberater für Gastronomieeinrichtungen und Ladenbau mit Schwerpunkt Kaffeemaschinen und kennt daher jeden Trick und Kniff zur richtigen Zubereitung eines guten Kaffees.

Christina Cassala

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.

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  2. Dieter

    Und ich dachte ich wäre mit 4 Tassen pro / Tag schon gut dabei und dem Herzinfarkt nahe ;-)

    Ich komme da auf max. 120 – 140 Liter im Jahr und wenn 150 der Durchschnitt ist, dann wird entweder verdammt viel kalter Kaffee weggeschüttet oder andere sind da noch viel viel schlimmer als ich.

  3. Wird wohl schon hinkommen. Manche trinken doch Kaffee wie andere Wasser. Ohh … Kaffee als Geschenkt. Also muss ich das wohl neben Wein in Zukunft auch weiterverschenken, weil trinke ich beides nicht.

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