#Anzeige Eigener Online-Shop: So geht’s

Arasch Jalali zeigt einige Tipps, mit denen Einsteiger im E-Commerce die ersten Schritte gehen können.
Eigener Online-Shop: So geht’s

Der Weg zum eigenen E-Commerce Unternehmen: Arasch Jalali verrät Startups, worauf sie achten müssen

Der Onlinehandel ist definitiv eine Zukunftsbranche. Die Umsatzzahlen kennen seit Jahren nur eine Richtung: nach oben. Allein im Jahr 2019 konnten E-Commerce-Unternehmen ihren Umsatz um 8,5 % steigern. Mittlerweile werden 10,8% aller Käufe von Waren online getätigt. Ein Beispiel für eine Erfolgsgeschichte stellt Arasch Jalali von Profishop.de dar. Aus diesem Grund wird er nun genauer erklären, was es braucht, um ein erfolgreiches E-Commerce-Unternehmen aufzubauen.

Die richtige Marktnische finden

Ein Mensch ist nur dann bereit, für eine Ware oder Dienstleistung Geld zu bezahlen, wenn er diese auch benötigt. Sie muss eines seiner Probleme lösen und demnach einen Mehrwert für ihn bieten. Aus diesem Grund ist es wichtig, im Vorhinein Arbeit in die Suche nach der passenden Marktnische zu investieren. Dazu gehören vor allem die folgenden Aspekte:

  • Ist jemand bereit, für meine Waren etwas zu bezahlen?
  • Welche Zielgruppe kommt für meine Produkte infrage?
  • Wie tickt diese Zielgruppe? (Sprache, Milieu, Alter)

Lassen sich all diese Fragen positiv beantworten, sollten angehende Gründer zudem auch die Konkurrenz in dem Markt unter die Lupe nehmen:

  • Gibt es bereits große Anbieter, die als Marktführer fungieren?
  • Welche Konkurrenten sind dabei besonders wichtig?

Aus der Masse herausstechen

Ein zweiter wichtiger Aspekt besteht darin, aus der Masse herauszustechen. Gerade kleine Anbieter können im Normalfall nicht über den Preis mit dem Markt konkurrieren. Vielmehr geht es darum, besondere Ansatzpunkte zu finden, um aus der Masse herauszustechen:

  • Zielgruppe weiter unterteilen: Durch eine weitere Unterteilung der Zielgruppe lässt sich der eigene Expertenstatus weiter festigen. Ein gutes Beispiel wäre in diesem Fall die Haarpflege. In diesem Markt tummeln sich bereits sehr viele Konkurrenten. Deshalb könnte hier beispielsweise eine weitere Aufsplittung in Richtung Bartpflege sinnvoll sein. Damit ergibt sich eine neue Zielgruppe, die sich noch klarer ansteuern lässt.
  • Besonderes Merkmal: Auch andere Besonderheiten können dabei helfen, von der Masse als einzigartig wahrgenommen zu werden. Aktuell wäre sicherlich etwas in Sachen besondere Nachhaltigkeit interessant. Warum also nicht auf besonders nachhaltige Arten von Verpackungen achten?

Weitere Besonderheiten lassen sich zudem durch geschicktes Marketing erzeugen. Wer seine Zielgruppe originell anspricht, wird schnell Gesprächsthema und gilt als interessant.

Fehlerfreie Technik nutzen

Heute existieren sehr viele SAAS-Shopsysteme, die sich verhältnismäßig einfach installieren und an die eigenen Wünsche anpassen lassen. Die Kosten halten sich dabei in Grenzen. Trotzdem ist es jedoch wichtig, für sich festzulegen, ob diese technischen Lösungen auch alles bieten, was wichtig wird. Mögliche Fragen sind in diesem Zusammenhang:

  • Lassen sich Kunden automatisiert per E-Mail kontaktieren? (Status-E-Mails, Verbindung mit Newsletter-Software)
  • Sollen Gutscheine und Rabatte implementierbar sein?
  • Welche Zahlungsmöglichkeiten lassen sich einbinden?
  • Ist es möglich, auch Bewertungen mit einzubeziehen?
  • Ist Splitt-Testing bei Änderungen ohne weiteres möglich?

Rechtliche Probleme umgehen

Ein Online-Shop bringt auch immer rechtliche Herausforderungen mit sich. Der Gesetzgeber schreibt gewisse Bestandteile vor:

  • Impressum (Angaben zum Inhaber und Kontaktmöglichkeiten)
  • Datenschutzerklärung (Erklärung der Verwendung von Daten)
  • Cookie-Banner (Erlaubnis für das Setzen von Cookies einholen)
  • Widerrufsbelehrung 
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen

Zu Beginn ist es sinnvoll, Kontakt zu einem Fachanwalt aufzunehmen und die Formulierungen prüfen zu lassen. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, sich vorgefertigte Formulierungen von entsprechenden Fachanwälten zu beschaffen. Diese übernehmen dann zwar keine Haftung für den Einzelfall, aber auch diese Lösung ist deutlich rechtssicherer als eigene Entwürfe.

Weitere wichtige Bereiche

Darüber hinaus existieren noch viele weitere wichtige Bereiche, die Start-Ups im E-Commerce abdecken sollten:

  • Marketing (Auf welchen Kanälen wird die Zielgruppe wie angesprochen?)
  • Nutzung von Marktplätzen (Amazon, eBay und Co.)
  • Suchmaschinenoptimierung
  • Finanzierung (Eigenkapital, Kredite oder weitere Finanzierungsmöglichkeiten wie staatliche Förderungen)

Wer am Ende die wichtigsten Punkte sorgfältig angeht und sich ein funktionierendes Geschäftsmodell kreiert, kann im Onlinehandel Fuß fassen und Erfolge feiern.  

Mit der richtigen Strategie zum Erfolg

Der erfolgreiche Einstieg im E-Commerce fußt am Ende vor allem auf einer guten Planung. Gerade die Suche nach der passenden Marktnische und der entsprechenden Zielgruppe ist äußerst wichtig, um nicht über einen ruinösen Preiskampf am Markt mithalten zu müssen. Werden zudem auch die weiteren wichtigen Punkte beachtet, existiert eine echte Chance auf Erfolg!

Foto (oben): Shutterstock