Gastbeitrag von David Gabriel

8 Tipps fürs gelugenes Remarketing mit Google AdWords

Das effektive Einsetzen von Remarketing ist ein lebendiger Prozess, der auf Analysieren, Optimieren und Ausbauen beruht. Ziel ist es, immer wieder neue Erstkontakte zu generieren, die in einem weiteren Schritt in eine Remarketing-Liste zugeordnet werden können.
8 Tipps fürs gelugenes Remarketing mit Google AdWords
Donnerstag, 2. Juni 2016VonTeam

Nicht immer werden die User beim ersten Besuch eines Online-Shops sofort zu Käufern. Die Customer Journey kann sich über mehrere Touchpoints ziehen, bis die Kaufentscheidung endgültig gefallen ist. Ein effektiver Weg, die Shopper auf dieser Reise erneut anzusprechen, ist das Remarketing mit Google AdWords. Beim Remarketing handelt es sich um ein Verfahren des Online-Marketings, bei welchem die Interessen des potenziellen Kunden möglichst gut beim Besuch einer bestimmten Website erfasst werden. Diese werden in den sogenannten Remarketing-Listen gespeichert. Auf diese Weise wird der Nutzer auf anderen Websites wiedererkannt und gezielt bezüglich seiner Interessen mit Werbung angesprochen. Im Idealfall kehrt der Kunde nun wieder zur Website zurück und tätigt den gewünschten Kauf. Die wiederkehrenden Besucher sind besonders wertvoll, da diese in der Regel schon tiefer im Entscheidungsprozess stecken und näher an der Conversion sind. Eine höhere Conversionrate ist daher erfahrungsgemäß nicht unüblich.

Hohe Konversionsraten lassen sich über Remarketing-Kampagnen erzielen, die mithilfe von Google AdWords, den Online-Anzeigen von Google, realisiert werden. Hierfür stellt Deutschlands meist genutzte Suchmaschine ein Spektrum an Tools und Plattformen für eine Wiederansprache von Usern zur Verfügung. Der Experte David Gabriel von Smarketer gibt acht Tipps zum effektiven Einsatz von Remarketing mit Google AdWords.

1: AdWords auf Google Shopping schalten
Im ersten Schritt müssen neue Besucher generiert werden. Dies wird über die Schaltung von AdWords auf Google Shopping erreicht. Google Shopping ist ein Preisvergleichsportal von Google und nach der klassischen Suche einer der wichtigsten Traffic- und Umsatzkanäle für Online-Händler.

2: Remarketing-Kampagnen auf Google Shopping starten
Sobald genügend neue Besucher gewonnen werden konnten, empfiehlt es sich, diese mithilfe von Remarketing-Kampagnen auf Google Shopping erneut anzusprechen.

3: Mit AdWords-Text-Suchanzeigen Remarketing-Listen stetig befüllen
Nun benötigt man wieder neue Besucher damit die Remarketing-Liste stetig befüllt ist. Dank den zuvor realisierten Google Shopping-Kampagnen hat man inzwischen genügend Daten, welche Kategorien, Marken und Produkte am besten performen. Durch die Schaltung von klassischen Text-Anzeigen in der Google Suche für Topseller, Dynamic Search Ads-Kampagnen und den Einsatz von Longtail Keywords können ständig neue Besucher generiert werden.

4: Über RLSA-Kampagnen Besucher der Topseller-Anzeigen erreichen
Nicht alle Besucher der Topseller-Anzeigen sind aber sofort Käufer. Mittels Remarketing Lists for Search Ads-Kampagnen (RLSA) können diese nochmals angesprochen werden. Ist der Topseller bspw. der „Nike Free Schuh“, können die Kunden nun über eine RLSA-Kampagne mit einem erhöhten Gebot und einer angepassten Anzeige bei einer nochmaligen Suche besser abgeholt werden.

5: Remarketing im GDN-Netzwerk schalten & Gebote anpassen
Die vergangenen Besucher surfen nicht nur in der Google Suche. Über das Remarketing im Google Display Netzwerk (GDN) können User erreicht werden, die sich auf den sogenannten Engagement Seiten, also fremden URLs, bewegen. Das GDN besteht aus Millionen von Partner-Websites und Service-Seiten von Google wie z. B. YouTube oder Google Mail. Um den Kunden dazu zu bringen, seinen Kauf abzuschließen, können die Anzeigen-Gebote erhöht oder nach Verweildauer oder Klickpfaden angepasst werden.

6: Die Funktion „Similar Audiences“ beim GDN-Remarketing nutzen
Sollte die Kampagnen-Performance stimmen und noch größere Reichweite erzielt werden, dann empfiehlt es sich, neue Besucher über das GDN Netzwerk zu generieren – am besten über die Funktion „Similar Audiences“ in den Kampagneneinstellungen. Diese erlaubt Google, die bestehenden Daten der Remarketing-Kampagne zu nutzen, um potenzielle Produktinteressierte zu kategorisieren.

7: AdWords auf YouTube schalten & YouTube-Remarketing betreiben
Um die Reichweite nochmals zu erhöhen, empfiehlt es sich, weitere neue Besucher über die Schaltung von Google AdWords auf YouTube zu generieren. Der Vorteil: Auch über diese Videoplattform kann Remarketing betrieben werden.

8: Die Werbemittel an die Bedürfnisse der Besucher anpassen
In AdWords gibt es nicht nur Text-, sondern auch Banneranzeigen. Die Werbemittel beim Remarketing sollten so gestaltet werden, dass der Besucher optimal in jeder Phase der Customer Journey angesprochen wird. Die Wahl der Werbeformate hängt u. a. davon ab, wann der User die Website zuletzt besucht hat, wie stark er sich mit dem Produkt/der Dienstleistung auseinandergesetzt hat und an welcher Stelle des Einkaufsprozesses er abgesprungen ist. Ein Beispiel: Wenn der Besucher die Produkte im Warenkorb hat stehen lassen, empfiehlt es sich, ihn mit einer Banneranzeige und einem zusätzlichen Anreiz zum Kauf zu motivieren: “Jetzt Einkauf fortführen und 5€ Rabatt erhalten.”

Das effektive Einsetzen von Remarketing ist ein lebendiger Prozess, der auf Analysieren, Optimieren und Ausbauen beruht. Ziel ist es, immer wieder neue Erstkontakte zu generieren, die in einem weiteren Schritt in eine Remarketing-Liste zugeordnet werden können. So kann das Remarketing effizient eingesetzt werden und Nutzer dazu bewegen, doch noch ihren Einkauf abzuschließen.

Zur Person
David Gabriel ist Gründer und Geschäftsführer der AdWords-Agentur Smarketer.

Foto: Remarketing on tablet with graphs. Business concept from Shutterstock