Gastbeitrag der Scrum_Akademie 4 Gründe, warum man Entwickler ins Story Writing einbeziehen sollte

Man sollte Entwickler ins Story Writing einbeziehen, weil man erreichen möchte, dass sie von dem Produkt begeistert und überzeugt sind und sich dafür engagieren. Schließlich werden Entwickler, die kein Interesse an dem verspüren, woran sie arbeiten, niemals die bestmögliche Leistung erbringen.
4 Gründe, warum man Entwickler ins Story Writing einbeziehen sollte

Viele Leute sind erstaunt, wenn man empfiehlt, auch Programmierer in Story Writing Workshops einzubeziehen. Aber immerhin sind diese Workshops Meetings, die darauf abzielen, zu bestimmen, welche Funktion als nächste entwickelt werden soll. Diese Workshops können z.B. einmal im Quartal abgehalten werden, aber einige Projekte erfordern Story Writing bei jedem Sprint.

Unabhängig von der Häufigkeit der Meetings ist es aber wichtig, dass auch Programmierer, Tester und andere technische Fachleute daran teilnehmen. All diese Personen können unter dem Begriff “Entwickler” zusammengefasst werden und die folgenden vier Gründe machen es so wichtig, alle Entwickler in das Story Writing zu involvieren.

Grund 1: Größeres Engagement

Man sollte Entwickler einbeziehen, weil man erreichen möchte, dass sie von dem Produkt begeistert und überzeugt sind und sich dafür engagieren. Schließlich werden Entwickler, die kein Interesse an dem verspüren, woran sie arbeiten, niemals die bestmögliche Leistung erbringen. Wenn Sie bei den Meetings dabei sind, haben sie die Möglichkeit sich einzubringen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass deren Ideen so gut sind, wie die des Product Owners oder anderer Personen, die ein tiefgehendes Verständnis für das Unternehmen und die Kunden haben, aber sie sind trotzdem wichtig genug, gehört zu werden.

Grund 2: Besseres Verständnis

Wie bekommt man ein tiefgehenders Verständnis für das Unternehmen und die Kunden? Indem man über das Produkt, das Unternehmen und die Kunden nachdenkt! Die Gelegenheit dazu bekommen Entwickler, wenn sie an Story Writing Workshops teilnehmen. Je mehr sie involviert sind, umso mehr lernen sie auch. Und nach und nach wird man feststellen, dass einige der besten Ideen tatsächlich von den Entwicklern kommen können.

Grund 3: Es ist nicht so zeitaufwendig, wie man glaubt

Ein Einwand gegen die Beteiligung von Entwicklern an solchen Workshops ist, dass sie dann weniger Zeit haben an anderen Meetings teilzunehmen bzw. ihrer eigentlichen Arbeit ‘dem Schreiben von Code’ nachzugehen. Allerdings wird ein gewisser Teil dieser Zeit in späteren Sprints wieder reingeholt, weil die Entwickler dann nicht so viele Fragen haben werden. Wenn sie bei der Entstehung von Ideen dabei sind, werden sie später nicht so viele Fragen stellen müssen, warum der Kunde etwas bestimmtes haben will, wenn es doch auch andere Möglichkeiten gibt, dieses Bedürfnis zu befriedigen usw. Wenn Entwickler an Meetings teilnehmen, kostet das zwar Zeit, aber nicht so viel wie man vielleicht denkt. Und all die Vorteile, die daraus entstehen, machen diese Investition mehr als wieder gut.

Grund 4: Die Kreativität wird gesteigert

Je mehr Leute darüber nachdenken, wie das Produkt optimiert werden kann, auf umso mehr Ideen kann der Product Owner beim Priorisieren zurückgreifen. Das ist besonders hilfreich, weil Entwickler oft eine ganz andere Sichtweise eines Problems haben, als die Geschäftsleute. Keine der beiden ist besser oder schlechter. Es ist die Vielfalt an Hintergrundwissen, Fähigkeiten und Denkweisen, die die bestmögliche Lösung eines Problems für den Kunden möglich macht.

Sicherlich gibt es auch weitere Punkte, die ich jetzt nicht genannt habe, aber Ihnen fallen bestimmt selbst noch Gründe ein, warum Programmierer und andere technische Fachleute in Story Writing Meetings einbezogen werden sollten.

Passend zum Thema: “So vervielfacht Scrum die Produktivität jedes Teams

Der folgende Text stammt aus dem Blog von Mike Cohn und wurde uns zur Übersetzung ins Deutsche zur Verfügung gestellt.

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