Start-up-Radar: Lieblingsanzug

Schon bald geht Lieblingsanzug (www.lieblingsanzug.de) an den Start. Zum Konzept schreibt das junge Berliner Start-up: “Lieblingsanzug ist ein Online-Maßschneider für Anzüge. Der Clou bei dem Konzept ist, dass ein Kunde einfach seinen Lieblingsanzug […]
Start-up-Radar: Lieblingsanzug

Schon bald geht Lieblingsanzug (www.lieblingsanzug.de) an den Start. Zum Konzept schreibt das junge Berliner Start-up: “Lieblingsanzug ist ein Online-Maßschneider für Anzüge. Der Clou bei dem Konzept ist, dass ein Kunde einfach seinen Lieblingsanzug bei uns einschickt und wir eine Kopie nach den Vorgaben des Kunden anfertigen. Es gibt also keinen selbst Vermessen oder Vermessungs-Termin mehr”.

Schon vor dem offiziellem Start hinterlassen viele Start-ups, die demnächst an den Start gehen wollen, erste Lebenszeichen im Netz. Alle diese Jungfirmen sammelt deutsche-startups.de im Start-up-Radar. Unser Start-up-Radar ist somit eine Liste mit Jungfirmen, die die Gründerszene demnächst bereichern werden. Start-ups, die in den nächsten Wochen das Licht der Welt erblicken und schon ein Lebenszeichen hinterlassen haben, dürfen sich bei uns melden.

Im Fokus: Artikel über Start-ups, die demnächst starten, gibt es in unserem Start-up-Radar



  1. Thomas P

    Richtig! Gerade weil es mein _Lieblingsanzug_ ist, werde ich ihn sicherlich _NICHT_ in ein Paket stopfen um ihn quer durch die Republik kutschieren zu lassen. Damit er dann wohlmöglich noch dreckig oder beschädigt wird. Eine Haftung für die eingesandten Anzüge wird man sicher von Seiten der Firma “Lieblingsanzug” ausschließen müssen – sonst monieren die Kunden, dass der teure BO** Anzug beim Vermessen Schaden genommen hat und wollen Schadensersatz (: Was ich mich noch frage: darf ein kommerzielles Schneiderlein eigentlich eine 1:1 Kopie eines Markenprodukts herstellen und vertreiben? Ich meine, sind die Schnitte/Schnittmuster nicht geschützt?



  2. Anwalt

    Komisches Konzept. Meiner Meinung nach viel zu aufwendig: Ist es nicht einfacher mich in meiner Heimatstadt vermessen zu lassen (The Cove etc. gibt es doch in jeder größeren Stadt). Dort können die Anzüge doch auch vermessen werden. Außerdem ist die Anfertigung eines Maßanzugs immer ein Erlebnis. Dazu gehört auch das Vermessen…das dauert nur wenige Minuten (mit Stoffauswahl natürlich etwas mehr). Built to fail!

  3. In Thailand es es ein zig-Millionenmarkt, dass die Touristen sich von ihren Hemden und Anzügen billigst Kopien anfertigen lassen. Billigst aber nicht nur dem Preis nach.
    Deshalb wäre es interessant zu wissen, ob hier – wie ja auch im Brillen- oder Zahnersatzbereich – die Daten nach Asien gemailt und die Anzüge dann dort geschneidert werden.
    Zur Thematik mit den Urheberrechten der Schnitte sag ich mal besser nichts. Das Verständnis für geistiges Eigentum hat in der Startup-Szene leider nicht jeder. Eifrige DS-Leser wissen, was ich meine … ;-)



  4. Stefan365

    Ich finde es ist eine sehr gute, kreative Idee! Die Bestell-Gründe können vielfältig sein, andere Farbwünsche, andere Stoffe, Knöpfe etc. Ich beispielsweise ruiniere mir in aller Regelmäßigkeit meine Lieblingsanzüge mit Brandlöchern. Wahrscheinlich eher ein Markt für Leute die sehr viele Anzüge tragen. Trotzdem, Maßanzüge haben ja immer etwas “schwulstiges”, liegen oft spack am Körper und wer will sich schon von einem Schneider befummeln lassen? Anzüge von der Stange zu kaufen ist sowieso immer eine Tortur. Eine Kopie vom Lieblingsstück, eigentlich eine geniale Idee.

    Die Anmerkung von Thomas P mit den Schnittmustern, wäre interessant zu erfahren, was die Gründer dazu unternommen haben.

  5. Ich finde die Idee gut, da ich zu denen gehöre, die an bestimmten Anzügen hängen. Exakt den gleichen Anzug zu bekommen ist nicht einfach… Besser wäre natürlich, wenn der Dienst auch fertige Versandkartons bereithalten würde…

  6. Vielen Dank an DS für den Artikel und Danke für die Kommentare! Unser Ziel ist es, neben einer großen Auswahl, ganz klar eine Zeitersparnis für den Kunden zu bieten gegenüber den anderen Methoden einen Anzug zu erwerben. Natürlich ist das “Erlebnis” bei einem lokalen Maßschneider ein anderes. Was die weiteren Kritikpunkte angeht haben wir einige sehr schöne Ideen in das Konzept eingebaut! Ich hoffe dass wir hier auf deutsche-Startups zu gegebenem Zeitpunkt unser Konzept im Detail vorstellen dürfen. VG, Jakob



  7. Hannes

    @Alex:
    Lieblingshemd.de wurde wohl aufgrund privater Probleme vergangenes Jahr aufgelöst.
    Herrschmiede, ist lt. Unternehmensregister September letzten Jahres liquidiert worden – so wie es aussieht, reduzieren die sich derzeit auf Accessoires



  8. Elmar

    Hi,

    mich würde auch interessieren, wo die Anzüge geschneidert werden – D oder Ausland?



  9. Alex

    @Hannes: thx
    @Jakob: ich muss (leider) beruflich immer mal wieder Anzüge tragen und trage seit Jahren Maßkleidung. Neben vielen Enttäuschungen bei deutschen Maßschneidern (Qualität ist unterirdisch, und produziert wird auch nicht lokal) habe auch einige Online-Player ausprobiert. Mein Fazit: Online Maßkleidung funktioniert einfach nicht. Under der Grund dafür ist, dass der Prozess nicht abbildbar ist (der User kann nicht so genau Maß nahmen, sodass es perfekt sitzt. dafür braucht es 2 Fitting Sessions). Euer Modell ist da schon smarter – diesen Pain Point schließt Ihr ja aus (falls es klappt). Allerdings habe ich das Problem, dass ich keinen Anzug habe, der perfekt sitzt (trotz Offline-Maßkleidung).
    M.E. solltet Ihr nicht auf die Experience abzielen oder Zeitersparnis – das ist nicht nachvollziehbar (jede Online-Experience zu dem Thema ist Mist und ihr braucht genauso lange einen Anzug zu produzieren).

    Viel Erfolg!

    PS: meine persönliche best-practice benchmark ist Suitsupply



  10. Elmar

    Scheinbar dürfte es ein Geheimnis sein, WO produziert/geschneidert wird ;-(

  11. Hi Elmar, nein das ist nicht geheim, ich schau nur grad erst wieder hier vorbei und hab mich jetzt mal registriert, damit ich hoffentlich eine Benachrichtigung bekomme;)

    Wir testen momentan intensiv zwei Produzenten, einen in der Slowakei und einen in Thailand. Mit letzterem arbeiten wir seit mehr als 2 Jahren zusammen und haben sehr gute Erfahrungen gemacht (www.hemdschneider.de). Schlüsselprozesse der Produktion (z.B. den Zuschnitt) werden wir jedoch selbst machen und nicht outsourcen. Eine Produktion in Deutschland ist nicht vorgesehen.

    @Alex, genauso ist es, darum werden wir keine Anzüge auf Körpermaße schneidern. Dazu müsste erstmal eine zuverlässigere Vermessungsmethode her. Was jedoch möglich sein wir ist die Passform auf Basis des eigenen Anzugs vor der Bestellung zu optimieren. Die Zeitersparnis bezieht sich eher auf den “Aufwand”, den der Kunde bei einer Bestellung hat. Der ist deutlich reduziert – auch im Vergleich zum Kauf vor Ort beim Schneider oder im Kaufhaus.

    Vielen Dank für die Kommentare und Anregungen!

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