“Die Idee kam uns in einer Vorlesungspause” – Korbinian Weisser von qLearning

Wirklich genug gelernt und fit für die nächste Klausur? Generationen von Studenten zitterten bislang vor der Note. Mit der App qLearning (www.qLearning.de) will Gründer Korbinian Weisser Kommolitonen aller Fachrichtungen Wissen und Material zum […]

Wirklich genug gelernt und fit für die nächste Klausur? Generationen von Studenten zitterten bislang vor der Note. Mit der App qLearning (www.qLearning.de) will Gründer Korbinian Weisser Kommolitonen aller Fachrichtungen Wissen und Material zum gemeinsamen Lernen zur Verfügung stellen. Nach Abschluss der Trainingsmodi kann eine Probeklausur geschrieben werden. Über seit Ziel, die App europaweit an den Unis anzubieten, sprach der Gründer im Gründer-Kurzinterview mit deutsche-startups.

Welche Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
qLearning bietet Studenten Smartphone-Anwendungen zur kostenlosen und mobilen Klausurvorbereitung. Die Studenten können mit der App immer und überall zielgerichtet benötigtes Wissen für die Klausurvorbereitung auffrischen und vertiefen. Gleichzeitig bietet qLearning Unternehmen die Möglichkeit sich innerhalb der Anwendung zu präsentieren und verbindet so Student und Arbeitsmarkt.

Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
Der Kern der Idee entstand, als ich gerade im Urlaub in Südfrankreich war. Felix und ich mailten uns nachts gegenseitig Ideen zu, wie man bereits erstellte Mitschriften, Zusammenfassungen, und Übungsaufgaben noch sinnvoll verwerten könnte. Über die Idee eines Buches landeten wir schließlich bei der Idee, das Wissen in eine App zu packen. Diese Idee kam uns letztlich in einer Vorlesungspause im Café nachdem wir in der Vorlesung mal wieder viel zu viel Zeit mit den Smartphones verbracht hatten. Die App wurde umgesetzt und qLearning wurde gegründet.

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Mitbewerber gibt es für uns zum einen im Lernbereich und zum anderen im Recruitingbereich. Zu den Mitbewerbern im Lernbereich grenzen wir uns über ein für den Studenten kostenloses, mobiles und trotzdem hochqualitatives Produkt ab. Im Recruitingmarkt durch die Möglichkeit, Studenten exakt auf Universität und Kurs zugeschnitten zu erreichen und das in Verbindung mit exakter Messbarkeit und innovativen Maßnahmen.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
Durch Produktentwicklung & weitere Lerninhalte möglichst schnell viele Studenten zu erreichen und einen Großteil der wichtigen europäischen Universitäten abzudecken.

Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben sie schwarze Zahlen?
So, wie wir momentan auch Geld verdienen: Über Partner, die in unserer App auf sich selber als potentielle Arbeitgeber aufmerksam machen. Abzüglich Gehältern (die wir momentan nicht zahlen) schreiben wir bereits schwarze Zahlen. Wenn wir wie geplant skalieren und das Projekt nach dem Uniabschluss in Vollzeit betreiben, rechnen wir spätestens Anfang 2015 mit dem Break-Even

Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
Mittelfristiges Ziel sind die Top-Universitäten in Europa. Mit Präsenz in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz sind wir bereits auf einem guten Weg dahin. Langfristig möchten wir DIE mobile Lernplattform für Studenten in Europa werden.

Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?
Hauptmeilenstein ist es mit Sicherheit, einen Investor ins Boot zu holen, der uns natürlich finanziell, aber auch mit seinem Netzwerk und seiner Expertise unterstützt. Zusätzlich wollen wir in 12 Monaten die Grenzen 20 Universitäten, 100 Kurse und 10.000 Nutzer knacken.

Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

Zur Person:
Korbinian Weisser studiert aktuell noch BWL in München und seit Immatrikulation etliche Praktika absoviert und war unter anderem in Shanghai tätig. Er ist Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und gründete qLearning (www.qlearning.de), eine kostenlose Lernplattform für Studenten auf dem Smartphone.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.