Ausverkauf bei Holtzbrinck: Nach studiVZ und Parship stehen auch meinestadt.de und Experteer zum Verkauf

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die von Stefan von Holtzbrinck geführt wird, will sich nach einem Bericht der “Hamburger Abendblatt” von einem Teil ihrer Onlineaktivitäten trennen. Zum Verkauf stehen demnach längst nicht mehr […]
Ausverkauf bei Holtzbrinck: Nach studiVZ und Parship stehen auch meinestadt.de und Experteer zum Verkauf

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die von Stefan von Holtzbrinck geführt wird, will sich nach einem Bericht der “Hamburger Abendblatt” von einem Teil ihrer Onlineaktivitäten trennen. Zum Verkauf stehen demnach längst nicht mehr nur die VZ-Netzwerke, die aus studiVZ (www.studivz.net), schülerVZ (www.schuelervz.net) und meinVZ (www.meinvz.net) besteht, und die Partnervermittlung Parship (www.parship.de), sondern auch das Städteportal meinestadt.de (www.meinestadt.de), welches zu allesklar.com AG gehört, und der Karrieredienst Experteer (www.experteer.de). Bis auf Experteer sind all diese Online-Firmen bei Holtzbrinck Digital, der Internet-Beteiligungsholding der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, gebündelt. Eine offizielle Stellungnahme zu den Verkaufsgerüchten gibt es nicht.

Über die dahinsiechenden VZ-Netzwerke muss niemand mehr viel Worte verlieren. Hier liegen die Gründe für den Verkauf seit langem auf der Hand. Bereits im Sommer des vergangenen Jahres meldete das “Manager Magazin“, dass der Verkauf von studiVZ und Co. gescheitert sei: “Konzernchef Stefan von Holtzbrinck hat die Investmentbank Goldman Sachs angewiesen, die Suche nach einem Käufer für die VZ-Gruppe vorerst einzustellen”. Auch Parship steht schon länger zum Verkauf. Bereits Anfang dieses Jahres berichtete der “Focus“, dass auch dieser Verkauf abgeblasen wurde: “Offenbar hatte kein Bieter den erhofften Preis geboten, weil das Unternehmen seinen Zenit überschritten hat. Nach Angaben aus Branchenkreisen geht der Umsatz des Pioniers zurück”.

Bleiben meinestadt.de und Experteer. “Insbesondere das Service-Portal Meine Stadt gilt als attraktiv. Möglicherweise befürchte Holtzbrinck, der einen namhaften Minderheitsanteil an dem Portal hält, dass ihm langfristig Google auf diesem Feld Konkurrenz macht, mutmaßt ein Investmentbanker”, schreibt das “Hamburger Abendblatt”. Anfang 2006 beteiligte sich die Holtzbrinck am meinestadt.de-Betreiber allesklar.com. Mit 7,56 Millionen Unique Usern im Dezember des vergangenen Jahres rangierte die Plattform zuletzt auf Platz 22 im Rankling der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF). Experteer wiederum wurde 2005 mit tatkräftiger Unterstützung von Holtzbrinck Ventures (auch an deutsche-startups.de beteiligt) ins Leben gerufen. Der Jobdienst soll recht gut im Geschäft sein. Denkbar, dass Holtzbrinck mit dem Verkauf von meinestadt.de und Experteer mehr Erfolg hat als bei studiVZ und Parship. Nach außen sieht diese Verkaufsstrategie allerdings etwas willkürlich aus, zumal die lokalen Aktivitäten und Jobvermittlung gut zum Medienhaus passen.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Peter Muster

    Endlich, weg mit dem Mist meinestadt.de. Völlig überflüssige webseite. Google Places wird das Rennen machen und die Jobbörse ist auch nicht zu empfehlen.



  2. wigger

    Sehe ich exakt anders, gerade meinestadt die so sehr die basics beherrschen kann sicherlich von nutzen sein, wenig innovativ aber struktur, google muesste es eigentlich kaufen wenn man hier local business machen moechte. Und sowas aufbauen, bei google? Mann weiss es nicht. Wuerde ich eher tippen dass es nicht klappt.



  3. Richerat

    Vorsicht: Das ist eine Meldung von Herrn Renner. Ist damit so zuverlässig wie Sprüche auf ner Klowand.

  4. Von den VZ-Netzwerken gibt es jetzt ein Dementi:

    “Am Wochenende wurde vom Hamburger Abendblatt veröffentlicht, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck habe Verkaufsabsichten für die VZ Netzwerke. Diese Information können wir nicht bestätigen. Es gibt derzeit keinerlei Planungen für einen Verkauf”.



  5. Rupert

    Über meinestadt.de wurde ich immer bei der Arbeitsbeschaffungs Maßnahme auf Hartz4 gezwungen die Zeitarbeitsstellen durchzuforsten..

    hehe

  6. Pingback: Experteer und meinestadt.de auf der Verkaufsliste | Online-Recruiting.net

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  8. Das Parship keiner kaufen will wundert mich nicht. Man braucht sich nur mal die Bewertungen auf dooyoo und ciao von Mitgliedern durchlesen. Parship ist wegen unseriöser Praktiken, wie die meisten Dating-Portale, verbrannte Erde.

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