Mit Scopevisio wandert die Buchhaltung in die Wolke

Das Abonnieren von Software, kurz Software as a Service (SaaS), erfreut sich wachsender Beliebtheit: Als Kunde ist man frei von technischen Pflichten und Profis kümmern sich um ständige Updates. Im Bereich Finanzbuchhaltung versucht […]

Das Abonnieren von Software, kurz Software as a Service (SaaS), erfreut sich wachsender Beliebtheit: Als Kunde ist man frei von technischen Pflichten und Profis kümmern sich um ständige Updates. Im Bereich Finanzbuchhaltung versucht sich Scopevisio (www.scopevisio.com). Das Unternehmen stellt entsprechende Software bereit und arbeitet mit Cloud-Technologie. Deren Vorteile, so das Unternehmen: Niedrige Einstiegskosten, einfache Handhabung, große Skalierbarkeit und mobiler Zugriff. Seit neuestem gibt es neben der kostenpflichtigen Version nun auch eine Free-Version.

“Buchhaltung ist bei uns so einfach, dass Sie es gar nicht merken”, wirbt der SaaS-Anbieter. Firmen können mit der Software ihr komplettes Rechnungswesen, vom Einzelbeleg bis zum Jahresabschluss, abwickeln. Auch die parallele Buchführung mit anderen Firmen oder Geschäftsbereichen sei möglich. Die Software des Bonner Unternehmens, das bereits 40 Mitarbeiter beschäftigt, wird regelmäßig von PricewaterhouseCoopers zertifiziert, “denn gerade als SaaS-Anbieter wollen wir ein vertrauensvoller, verlässlicher Partner sein”, erklärt Alexander Pohl von Scopevisio. Die gerade veröffentlichte Einsteigerversion richtet sich speziell an Freiberufler, Selbständige und Kleinunternehmer; sie bezieht sich auf eine Firma, zwei User sowie 2.500 Vorgänge und Stammdaten. “Die Small Business Edition ist praktisch die kleine Schwester unserer Finanzbuchhaltung für mittelständische und größere Unternehmen. Sie profitiert direkt vom hochkarätigen Entwicklerteam und derselben modernen Technologie”, erklärt Michael Rosbach. Kunden haben die Möglichkeit, die Grundfunktion im Scopevisio-Shop um weitere Applikationen zu erweitern. Derzeit stehen die Anwendungen Rechnungseingangsbuch, Faktura und die Online-Abfrage der Kontoumsätze zur Verfügung. Durchsetzen müssen sich die Bonner gegen einige Konkurrenten wie Lexlive (www.lexlive.de) und freeFibu (www.freefibu.de), die ebenfalls Buchhaltungs-Dienste anbieten.

SaaS-Komplettanwendung für Unternehmen geplant

Die Macher hinter Scopevisio sind Jörg Haas und Rüdiger Wilbert. Zusammen mit den Scopevisio-Vorständen Stephan Müller und Michael Rosbach haben sie in den neunziger Jahren bereits die Software-Firma GWI AG geführt. Für die Zukunft ist einiges geplant: Die Finanzbuchhaltung soll nur der erste Bestandteil einer umfassenden SaaS-Komplettanwendung für Unternehmen sein. Demnächst wird das Portfolio um Anwendungen für Kundenbeziehungs- und Projektmanagement erweitert. Außerdem will das Team mit Sprachversionen in Englisch, Französisch und Spanisch an die Öffentlichkeit gehen.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.



  1. freelancer

    es wird interessant zu beobachten sein, wie der markt einen weiteren anbieter auf diesem segment annimmt!



  2. Dieter M.

    Zu teuer. Im Vergleich zu Komplettlösungen von Buhl und Lexware (ab 99 / Jahr inkl. MwSt) lohnt es sich für Kleinunternehmen nicht.
    All die Funktionen und viele mehr werden in der Komplettlösungen abgebildetet.
    Aus dem Funktionsumfang und Beschreibung von Scopevisio konnte ich jetzt leider nicht erkennen, warum ich das nutzen soll. Nur wegen der “cloud”?
    Für größere Unternehmen ist der Umfang zu klein.



  3. sonyon

    Sehe ich ähnliche Wie Dieter nur das zu dem Punkt der Kosten auch noch kommt das man sensible Firmendaten dritten überlässt die man weder persönlich kennt noch einschätzen kann.

    Mögliche Sicherheitslücken kommen auch noch dazu

  4. Pingback: Web 2.0 Sammelalbum - Web2Null - Scopevisio



  5. WoAx

    Von Online Lösungen ist generell abzuraten. Niemand weiß was mit den Geschäftsdaten dann passiert.

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