Mitbringzentrale löst Transportprobleme

Der nervigste Faktor bei Online-Auktionen sind sehr häufig die Transportkosten per Post oder Kurierdienst. Maren Schmidt kennt das Problem. Deswegen hat sie “Mitbringzentrale” ins Leben gerufen. “Die Idee entstand, als wir vor einiger […]

Der nervigste Faktor bei Online-Auktionen sind sehr häufig die Transportkosten per Post oder Kurierdienst. Maren Schmidt kennt das Problem. Deswegen hat sie “Mitbringzentrale” ins Leben gerufen. “Die Idee entstand, als wir vor einiger Zeit zwei HiFi-Boxen über \’eBay\’ versteigert haben und das Ganze an den hohen Portokosten zu scheitern drohte”, erklärt Schmidt. “Damals haben wir erkannt, dass es hier eine echte Marktlücke gibt, die auf einfache Weise geschlossen werden kann.”

In wenigen Schritten können Nutzer bei “Mitbringzentrale” Mitnahmeangebote und Gesuche in eine Datenbank eintragen. Wer mit einem fast leeren Auto von München nach Berlin fährt, kann dies ebenso veröffentlichen, wie jemand, der einen großen Teppich in Hamburg ersteigert hat und einen Transport nach Bottrop benötigt. Der Einstellen von Angeboten und Gesuchen ist kostenlos. Die “Mitbringzentrale” berechnet zudem auch keine Provision oder Transportgebühren, die Kosten für den Transport müssen die Nutzer untereinander ausmachen. Lediglich gewerbliche Anbieter, die gleich mehrere Anzeigen aufgeben wollen, müssen für die “Mitbringzentrale” zahlen.

Mit “raumobil” ist bereits ein vergleichbarer Dienst unterwegs. Michael Böttger und Oliver Wolf, die beide lange Jahre bei “Web.de” in der Produktentwicklung gearbeitet haben, beschreiben ihren 2006 gestarteten Dienst als “Such- und Finde-Maschine, die Anbieter und Nachfrager schnell und unkompliziert zusammenbringt”. Dabei geht’s nicht nur um den Transport von Waren, sondern auch um die Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten, Zimmern und Lagerflächen. Die Nutzung von “raumobil” ist für Privatpersonen kostenlos.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.