Zitiert! Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub über zalando

Mit Zitiert! spießt deutsche-startups.de knackige Aussagen von bekannten Menschen aus der Gründerszene auf. Diesmal spricht Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub über zalando. “Glauben Sie, ein international geachteter Investor wie die schwedische Investmentbank Kinnevik hätte gerade […]

Mit Zitiert! spießt deutsche-startups.de knackige Aussagen von bekannten Menschen aus der Gründerszene auf. Diesmal spricht Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub über zalando.

“Glauben Sie, ein international geachteter Investor wie die schwedische Investmentbank Kinnevik hätte gerade weitere zehn Prozent von Zalando übernommen, wenn das Unternehmen eine Blase wäre? Sie haben dafür keinen Schnäppchenpreis bezahlt. Auf Basis dieses Preises soll Zalando rund 2,8 Milliarden Euro wert sein. Es gibt eine große Nachfrage nach den Anteilen, deshalb haben wir auch ein wenig von unseren Anteilen verkauft. Die Kundenzahlen steigen weiterhin rasant. Und Banken sind bereit, Zalando mit zweistelligen Millionenbeträgen zu finanzieren. Banken waren noch nie so vorsichtig wie jetzt. Ich denke, das spricht für sich. Zalando ist eine grandiose Erfolgsstory und wir sind froh, von Anfang an dabei zu sein”. (Quelle: Welt)

Wer lesenswerte Aussagen von bekannten Menschen aus der deutschen oder internationalen Gründerszene aufgeschappt bzw. irgendwo gelesen hat, kann uns diese Wortmeldungen gerne mailen – wenn uns das Zitat zusagt veröffentlichen wir es gerne.

Im Fokus: Weitere lesenswerte Ziate von Netzmenschen gibt es in unserem Special Zitiert!

  1. Wenn ich investiert bin, ist es doch klar das ich behaupte das Zalando keine “Blase” ist, aber Fakt ist. Es werden weiterhin keine Gewinne gemacht und sollte irgendwann kein Geld mehr von den Banken kommen, bin ich gespannt was passiert!

  2. Super Argumentation!

    Banken habe ja noch nie in Blasen investiert?! Das erinnert mich echt an 2000, wo Aktien mit dem Argument gehypt wurden, das Warren Buffet, Paul Allen etc. investiert sind und “die wüßten schon warum”.



  3. SM

    Meines Wissens publiziert Zalando keine Gewinnzahlen. Wieso behauptet dennoch jedermann, Zalando wirtschafte defizitär? Belege zu dieser Behauptung würden mich sehr interessieren.



  4. Mike

    Zalando ist die größte deutsche Blase in der dt. Startupgeschichte. Die Samwers haben schon mit Groupon gezeigt, dass sie gerne Bücher frisieren und solange Zalando keinen Cent dank hohen Retourquoten macht, ist es auch hier nur eine Frage der Zeit bis massiv Mitarbeiter entlassen werden und eine Übernahme durch Zappos eingeleitet wird. Die wollen nämlich irgendwann expandieren, aber die regionalen Kunden sind bereits Zalandogeschädigt.

  5. Netter Survivor-Bias: Investoren sind ungefähr so lange international geachtet bis sie mit einer Blase mal ordentlich baden gehen.

    @SM: Die Quelle dafür ist der Bundesanzeiger, soweit ich weiss.

  6. Ich bin zwar kein Zalando-Fan; allein schon wegen der nervigen Werbung. Aber interessant, daß hier wohl einige Zalando-Mitarbeiter sind. Oder woher wisst ihr, daß Zalando keinen Gewinn und eine hohe Retourenquote hat? Zalando ist alles andere als eine Discount-Bude, also können die auch mit viel Retouren Gewinn machen. Wodurch zeigt sich die angebliche Zalandoschädigung? Ist man dann geistig und körperlich nicht mehr in der Lage Schuhe zu kaufen? Warum sind diese Kunden geschädigt? Waren die Schuhe vergiftet? Oder hat Zalando Fälschlungen, die nur wenige Tage halten, verkauft?
    “@SM: Die Quelle dafür ist der Bundesanzeiger, soweit ich weiss.”
    Soweit du weisst. Woher weisst du das? Vom Vater, der Frau deines Fussballtrainers? Oder woher? Da Zalando keine AG an der Börse ist müssen die doch glaub ich gar keine Zahlen veröffentlichen.
    An Sebastian (naanoo.tv): Ja, so sind halt die Hobby-Börsianer. Nur weil ein “Guru” etwas kauft, dann muss es einfach gut und richtig sein. An 2000 erinnert mich, daß ich damals in diversen Aktienforen nicht für voll genommen wurde, als ich ein Platzen der Blase vorhergesagt habe. Ein großer Haufen Luftnummern war das damals. Also nicht viel anders als das meiste was auf DS als Startup vorgestellt wird.
    Aber vielleicht ist Zalando auch das zweite Premiere/Sky und wird jahrelang durch Finanzspritzen der Banken am Leben gehalten.

  7. Zalando (übrigens eine Wortschöpfung aus Zappos und Alando) betreibt im Gegensatz zum auch genannten Groupon überhaupt ein seriöses Business. Die haben richtige eigene Versandzentren, Lagerhallen etc.

    Und: So ein Schuh kostet im Einkauf in China nur weniger Dollar. Eine Retourenquote von 50% wäre da nicht dramatisch (erst recht, weil auch die Retouren wieder zu Geld gemacht werden).



  8. DB Vorstand

    Oh man, wiedermal eine messerscharfe Analyse vom Safferthal. Als GmbH muss Zalando einen Jahresabschluss publizieren (der, wie gesagt, im Bundesanzeiger nachgelesen werden kann). So viel Kenntnis kann vom großen Propheten Safferthal nicht erwartet werden. Anstatt an der Vision der platzenden Dotcom-Blase groß verdient zu haben, wird doch lieber weiter Altelektronik aus dem Wohnzimmer vertickt und Blogspam betrieben.

  9. @Rainer: Aus meiner Erinnerung an das, was ich (hauptsächlich bei ExcitingCommerce) gelesen hab. Was genau von Zalando im Bundesanzeiger veröffentlicht werden MUSS, ob die Zahlen dort “belastbar” sind und ob Herr Krisch bzw. seine Mitarbeiter immer 100% die richtigen Schlüsse daraus ziehen, kann ich nicht einschätzen. (Mir fehlt auch schlichtweg das tiefergehende Interesse an dem Thema, als dass ich das jetzt im Detail kritisch überprüfen würde.) Ich wollte nur mal eine der möglichen Quellen nennen, da SM die Frage danach gestellt hatte.

    Kann mir aber auch eigentlich nicht vorstellen, dass a) Zalando etwas veröffentlicht, was sie nicht veröffentlichen müssen oder b) der Blog das völlig frei erfunden hätte. ;)

    @Olaf: 50% wären in Deutschland wohl auch eine eher nur leicht überdurchschnittliche Quote. Diskutiert werden aber Quoten von bis zu 80% (siehe z.B. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/retouren-bei-online-bestellungen-wo-der-schuh-drueckt-1.1369502) bei Zalando und dort wird’s dann wohl schon problematisch. Zalando selbst behauptet aber bei den von dir genannten 50% zu liegen (http://www.logistik-heute.de/Logistik-News-Logistik-Nachrichten/Markt-News/10030/Deutsche-Kunden-senden-am-meisten-zurueck-E-Commerce-Zalando-aeussert-sich-z) – die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.



  10. steve

    die quote liegt bei 60% und bei der marge, die in der branche erzielt wird passt das.

    ist also alles im grünen bereich ;)

    wachstum kostet geld. merkt euch das!

  11. Umsatz vs. Fehlbetrag…

    Antwort auf die Frage “Ja Herr Haub… glauben wir!”

  12. Auch wenn die Retouren-Quote bei 60% liegt (im Gespräch sind eigentlich 70-80%), so grob geschätzt bei 1 Mrd EUR Warenumsatz betragen die Kosten für Wareneinkauf in der Schuh/Fashion-Branche ca 50% des Umsatzes (also 0,5 Mrd). Dagegen stehen 0,6 Mrd EUR an Retouren zzgl Versandkosten im Raum! Es sieht doch ein Kind, dass somit und ohne Berücksichtung weiterer Fixkosten ein “break-even-point” nur sehr schwer zu erreichen ist und eine intakte Finanz-Pipeline für zalandos defizitäres business absolut lebensnotwendig ist …

    PS.
    In der Branche, in der sich Zalando bewegt, beträgt die Marge nicht viel mehr als 100% es sei denn man verfügt über eigene Marken/Produktion – und damit fängt zalando erstmal an – merk Dir das Steve :-)



  13. Versandhandelsfachmann

    Der Versandhandel spricht vom Umsatz nach Abzug der Retouren. Auch Zalando wird nur von dieser Zahl sprechen, wenn 1 Mrd. EUR in den Raum gestellt wird. Daher ist die Rechnung von Konrad nicht sinnvoll.



  14. steve

    mach mal deine webseiten weiter.. da du keine ahnung hast und dies wunderbar unter beweis gestellt hast bist du hier auf der falschen webseite gelandet

  15. Die Rechnung von Konrad ist sowieso nicht sinnvoll, außer er ist ein Maulwurf bei Zalando. Woher will er den die EKs von Zalando kennen. Vermutlich haben die ganz andere EKs als irgendeine kleine Online-Klitsche. Was passiert mit den Retouren im Kleidungs-/Schuh-Bereich? Sind die etwa alle unverkäuflich und landen auf den Müll? Vielleicht kann Zalando, die alle an die “Hersteller” zum EK zurücksenden und diese verkaufen die dann sonstwo. Das wissen wir doch alles nicht. Also sind Diskussionen über Retouren und Marge für die Katze.



  16. Anyonymps

    @Rainer Saffertal …. woher nimmst du denn die große AHnung? von Fernbedienungen bei Ebay verkaufen? und die bei DS vorgestellten startups als luftschlösser zu bezeichnen steht dir auch nicht zu… hauptsache zu jedem artikel senf dazugeben, damit du vielleicht ein paar klicks auf deinen ebay shop bekommst…low bird

  17. Fitmit Hartz4: GÄHN !!! Ich lese nicht mal jeden Artikel. Ich brauche keine Klicks aus irgendwelchen Blogs. ebay bringt mir schon alleine genug Kunden. Wie viele von den jemals auf DS vorgestellten Start-Ups machen den nach 1, 2 und 5 Jahren Gewinn oder sind dann überhaupt nach am Leben? Schade, daß solche Statistiken nicht mal veröffentlicht werden.



  18. Geldschrank

    @konrad: auf deiner startseite ist ein link falsch, der shop heißt pashmina.de und nicht “Pashminia” http://www.bogx.de/pashimina.html



  19. Konrad

    Hätte auf mehr Argumentation und weniger auf Exkursionen ad personam und zu der website, die ich hier leider mit angegeben habe, gerechnet. Ist das ein Portal für Ebayer? Zurück zum Thema: ob zalando bei den Umsätzen die Retouren in vollem Umfang berücksichtigt, ist in der Tat interessant. Habt Ihr auf die Dauer der Rückgabefrist mal geschaut? 100 Tage … Nein, zalando hat keine besonderen Konditionen außer der üblichen (z.B. 3% Skonto bei prompter Zahlung) Zufällig kenne ich einige Modeagenturen, wo auch zalando ordert – es ist kein typischer Großhandel Geschäft, wo die Einkaufsmenge die Preise beeinflussen kann. Außerdem klopfen nicht die guten Modemarken an zalandos Tür an sondern umgekehrt und es klappt nicht immer … einige Designer wollen mit zalando nichts zu tun haben … Merkt Dir das Steve ;-)



  20. Konrad

    solange zalando keine echten Zahlen vorlegt, wird die welt spekulieren und zwar nicht zum vorteil des unternehmens … siehe z.B. hier: http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,872017,00.html In dem Artikel ist übrigens auch die Höhe der Marge erwähnt und sie deckt sich mit der, die ich angenommen habe … (bei Schuhen liegt sie sogar niedriger)

  21. Pingback: Zalando startet Emeza – Ableger drängt ins Luxussegment :: deutsche-startups.de

  22. Zalando wird erst dann schwarze Zahlen schreiben, wenn sie die Werbekosten runter fahren. Das Prinzip kann schon aufgehen, wenn sich “Zalando” schon so als Marke eingeprägt hat und sie diese extreme Werbung nicht mehr brauchen!



  23. Prophet vom Berg

    Was soll die ganze Aufregung?
    1.) Die meisten Startups hier SIND Luftnummern. Derzeit scheinen Neugründungen und Schließungen etwa ausgewogen. “Grabpflege per Internet” (gerade reingekommen MUUUAAHAHAHAHAHA!!!). So ein Blödsinn! Wer nicht persönlich an “seine lieben” denkt wird es auch nicht per Web tun.

    2.) Zalando: Das, was der Olli da macht heißt “Skalierung”. Da Geld nicht das Problem ist wird erstmal vergrößert. Wenn es dann groß ist, dann wird verdient – ihr ganzen Propheten.

    3.) Aktiencrash und Rainer: Klar konnte man den Kommen sehen. Auch in den nächsten zwei Jahren wird es einen (kurzen) Aktiencrash geben. Und dann unbedingt Liqui haben und ordentlich eindecken, denn danach geht die Rally richtig ab!

    Also, wer ist dabei?

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