Geschäftsidee

Wer baut ein Web Traffic Benchmarking Tool wie Pulse of the Web?

Jeder, der eine Website betreibt hat ein Interesse daran, zu tracken, wie erfolgreich die Seite ist. In der Regel wird hierfür Google Analytics oder ein ähnliches Tool genutzt. Pulse of the Web wäre eine spannende Geschäftsidee für dieses Segment – vorgestellt von ideas to go.
Wer baut ein Web Traffic Benchmarking Tool wie Pulse of the Web?
Dienstag, 17. Dezember 2013Vonds-Team

In unserer Rubrik Geschäftsidee gibt es einmal im Monat ein komplett neu erdachtes Business-Konzept, welches als Inspiration für angehende Gründer dienen soll und kann. Ideengeber ist dabei die Plattform ideas to go auf der man per Abo bis zu fünf Geschäftsideen pro Monat erhält. Hinter dem Projekt steckt der Hamburger Tobias Worzyk, der bereits mehrere Unternehmen selbst gegründet bzw. die Gründung von Start-ups mit begleitet hat.

GESCHÄFTSIDEE
Web Traffic Benchmarking Tool

LOGO
ds-pulse-of-the-web

NAME
pulse of the web

MÖGLICHE DOMAIN(S)
pulseoftheweb.net; pulse-of-the-web.com -.net

GRUNDIDEE
Jeder, der eine Website betreibt hat ein Interesse daran, zu tracken (also nachzuvollziehen), wie erfolgreich die Seite ist. In der Regel wird hierfür Google Analytics oder ein anderes, ähnliches Tool genutzt. Für große zu messende Datenmengen kommen nicht selten sehr teure Tracking-Tools zum Einsatz (wie z.B. SiteCatalyst von Adobe). Was diese Tools aber alle gemeinsam haben: Sie messen nur die EIGENE Website, ohne sich (real- time) mit anderen zu vergleichen.

Warum wäre dies sinnvoll?

Das Website-Besucheraufkommen wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst, viele davon liegen außerhalb des Einflussbereiches des Betreibers. So kann man z.B. beobachten, dass das Wetter einen entscheidenden Einfluss auf die Nutzung des Internets insgesamt ausübt.

Auch andere Events wirken als Bremser oder Motivator für die Web-Nutzung. Während eines wichtigen im Fernsehen übertragenen Fussballspiels geht z.B. der Anteil der männlichen Web-Surfer temporär zurück. Insgesamt kann man während der Ferienzeiten einen Rückgang in der Webnutzung beobachten. Usw. usf.

Vergleicht man nun z.B. zwei Monate des eigenen Website-Besucheraufkommens miteinander, so könnte man falsche Schlüsse aus diesen Vergleichen ziehen, wenn man die genannten externen Faktoren nicht berücksichtigt.

Nun könnte man natürlich versuchen, alle beeinflussenden Faktoren irgendwie in sein Erfolgstracking einzubauen. Ein fast unmögliches Unterfangen, denn viele Faktoren sind nicht so augenscheinlich wie die oben erwähnten.

Viel eleganter, und in den meisten Fällen vollkommen ausreichend, wäre ein direkter Vergleich mit dem Internet als ganzes (oder zumindest dem für einen selbst geografisch relevanten Teil davon). Hat man zu einem Zeitpunkt X deutlich weniger Besucher als erwartet, dieses Phänomen betrifft aber alle anderen Websites im eigenen Land auch, so kann man davon ausgehen, dass irgendein externer Faktor dies auslöst. Man ist dann also nicht selber “schuld” und kann einigermaßen beruhigt sein, da sämtliche Konkurrenz (im Schnitt) die selben Einbußen hinnehmen muss.

Wo kommen die Daten her?

Das ganze System müsste nach dem “Give-and-Take-Prinzip” funktionieren. Jeder, der mitmachen möchte, meldet sein Website-Besucheraufkommen anonym (!) an den Zentralserver des Systems. Gleichzeitig kann jeder Teilnehmer den Zentralserver anzapfen und die Schwankungen im Besucheraufkommen des “gesamten” Internets mit den eigenen vergleichen.

Der Anbieter des Systems – pulse of the web – bietet die Grundfunktionen kostenlos an, damit möglichst viele mitmachen. Es gibt aber auch kostenpflichtige Premium-Accounts mit erweitertem Feature-Umfang. Hier sind viele Dinge denkbar, z.B. die Möglichkeit, granularer zu messen als beim kostenlosen Zugang.

GESCHÄFTSMODELL
Ist das System einmal programmiert und aufgesetzt wird man im folgenden mit vergleichsweise wenig Personal auskommen. So arbeiten bspw. für das Projektmanagement-Tool “Basecamp”, welches mehrere Millionen Nutzer aufweist weniger als 20 Personen.

Ein Premium-Zugang könnte z.B. 5 EUR pro Monat kosten – oder es gibt generell eine Staffellung nach Größe des Unternehmens. Will z.B. otto.de Zugriff bekommen, so könnte man hierfür auch deutlich mehr pro Monat verlangen. Entsprechend kann bzw. muss man die Support-Abteilung sukzessive ausbauen.

ZIELGRUPPE
Website-Betreiber jedweder Art. Für den Premium-Account eher Unternehmen, z.B. Onlineshops.

ZIELMARKT: Für deutsche Website-Betreiber ist es sicher sinnvoll, sich nur mit anderen deutschen Websites zu vergleichen. Da das programmieren und aufsetzen des Systems fast gleich teuer ist, ob man es nur für Deutschland oder gleich international ansetzt, sollte man letzteres tun. Insbesondere der US- amerikanische Markt könnte hochinteressant sein und sollte daher von Anfang an ebenfalls bearbeitet werden.

VERMARKTUNG

Blogs
Techblogs wie techcrunch (international) oder netzwertig (deutschsprachiger Raum) berichten sicher gerne über den Dienst, insbesondere, wenn man den Betreibern die Premium-Version kostenlos zur Verfügung stellt.

Button auf der Website
Ähnlich wie es clicky.com macht, könnte man es für den kostenlosen Account zur Pflicht machen, einen Werbebutton auf der Website einzubauen.

SEO/SEM
Keywords wie Webtracking, Webmonitoring, Erfolgsmessung, etc. sollten eingesetzt bzw. für SEO optimiert werden.

Werbebanner
Zu überlegen wäre es, Banner auf Seiten zu schalten, die ebenfalls auf die Vergleichbarkeit verschiedener Websites ausgerichtet sind, z.B alexa.com.

Klassische PR
Die Marketingmaßnahmen sollten mit Hilfe klassischer PR abgerundet werden.

ALTERNATIVE NAMEN & DOMAINS
Comparisto: comparisto.net
Web Beat: webbeat.com (belegt, aber nicht wirklich genutzt)

INSPIRATION
www.alexa.com
www.clicky.com

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