“Unsere Idee ist einfach und doch revolutionär” – Thomas Heinrich von Photocircle

Die Fotoplattform Photocircle (www.photocircle.net) verkauft Kunstdrucke. Garniert ist das Konzept mit einer ordentlichen Portion sozialer Verantwortung. Im Gründer-Kurzinterview mit deutsche-startups.de spricht Gründer Thomas Heinrich, der das Start-up mit finanzieller Unterstützung des Europäischen Sozialfond, […]

Die Fotoplattform Photocircle (www.photocircle.net) verkauft Kunstdrucke. Garniert ist das Konzept mit einer ordentlichen Portion sozialer Verantwortung. Im Gründer-Kurzinterview mit deutsche-startups.de spricht Gründer Thomas Heinrich, der das Start-up mit finanzieller Unterstützung des Europäischen Sozialfond, des Berliner Senats und der Beuth Hochschule Berlin hochzieht, über nachhaltige Forstwirtschaft, renommierte Fotografen und den Online-Fotomarkt.

Welche Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
Die Idee hinter Photocircle ist eigentlich sehr einfach und doch auch irgendwo revolutionär, weil es das Konzept bislang noch nicht auf dem Markt gibt und wir uns das große Ziel vorgenommen haben, den Fotomarkt umzukrempeln und fairer zu gestalten. Auf Photocircle wird das Motiv am Erfolg der Bilder beteiligt. Zumindest versuchen wir diesen Grundgedanken so gut wie möglich umzusetzen. Käufer können auf Photocircle Bilder von talentierten oder aber auch schon renommierten Fotografen aus aller Welt auf Leinwand, Alu Dibond oder hinter Acrylglas kaufen oder aber eigene Bilder als Kunstdruck bestellen. Ein Teil des Verkaufserlöses fließt dann jeweils in soziale Projekte in der Region, in der das Bild gemacht wurde. Die Fotografen können selber entscheiden wie viel sie von ihrem Anteil spenden möchten, wobei der minimale Spendenanteil bei 30 % liegt. Zusätzlich spenden wir jeweils immer 6 % des Verkaufspreises. Der Kunde wiederum wählt einfach sein Lieblingsbild, sowie Format und Größe und das Projekt, das er gerne unterstützen möchte. Er bekommt dann sein individuelles Kunstwerk von uns nach Hause geliefert.

Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
Wir haben mehrfach unser Businessmodell umgestellt. Wir wollten mit unserem Modell ein Win-Win-Situation für alle Beteiligten schaffen. Das ist uns nun auch gelungen. Unsere Kunden zahlen nicht mehr als auf “herkömmlichen” Fotoplattformen bekommen aber einen ganz klaren Mehrwert. Wir bieten Premium-Qualität zu sehr fairen und absolut wettbewerbsfähigen Preisen und die Chance mit seinem Kauf etwas Gutes zu tun. Zusätzlich sollen aber auch unsere Fotografen profitieren. Wir hoffen, dass Sie über uns viele Bilder verkaufen, um so Ihren eigenen Umsatz zu steigern und mit ihrer Arbeit Länder unterstützen, die ihnen besonders am Herzen liegen. Auch wir wollen natürlich am Ende des Tages von unserer Arbeit leben und hoffen, dass unser Preismodell am Ende auch diese Möglichkeit bietet. Kurz und gut, ein Modell zu finden, dass für alle Beteiligten, also auch unsere Partnerorganisationen, passt, war eine große Herausforderung.

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Es gibt sehr viele Mitbewerber. Wir grenzen uns aber deutlich von ihnen ab: Wir bieten unseren Kunden sehr hohe Qualität sowohl was die Fotos unserer Fotografen angeht aber ebenso was unsere Produkte angeht. Unsere Leinwände werden beispielsweise mit Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft hergestellt und bestehen aus 100 % Baumwolle. Synthetik ist für uns tabu! Hier grenzen wir uns bereits deutlich von vielen Anbietern ab, die eher auf Masse und mindere Qualität setzen. Trotzdem sind wir preislich mehr als konkurrenzfähig. Das größte Alleinstellungsmerkmal ist aber unser Konzept und unsere Vision. Durch einen Verzicht unserer Fotografen und unsererseits können wir konkurrenzfähig bleiben und unseren Kunden die Möglichkeit bieten mit ihrem Kauf etwas Gutes zu tun, ohne dabei mehr zu zahlen als sie das woanders für ein ähnliches Produkt tun würden.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
Wir müssen es schaffen so viele Besucher wie möglich als Kunden zu gewinnen. Schaffen wir das, sind wir sehr optimistisch, dass wir uns am Markt etablieren können. Denn ich glaube nicht, dass man noch einmal einen anderen Anbieter wählt, wenn man schon einmal bei uns bestellt hat.

Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben sie schwarze Zahlen?
Wir verdienen mit dem Druck der Bilder. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr schwarze Zahlen schreiben werden.

Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
Wir können bereits jetzt weltweit liefern. Für uns sind ansonsten sicherlich die USA ein interessanter Markt, den man mittelfristig angehen könnte. Zuerst wollen wir uns aber auf den deutschsprachigen Raum fokussieren.

Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?
Wir wollen uns einen festen Platz auf den Online-Fotomarkt erkämpfen. Wir hoffen, dass unsere Besucher schon bald sehen, was wir ihnen für klare Vorteile bieten, so dass wir so viele Projekte wie möglich unterstützen können. Sind die ersten Schritte geschafft, denken wir über ausländische Märkte nach und sicherlich ist dann auch Mobile ein Thema.

Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

Zur Person
Thomas Heinrich, Jahrgang 1982, kümmerte sich vor der Gründung von Photocircle bei der AHP Gruppe um Strategieberatung für kleine und mittelständische Unternehmen aus dem In- und Ausland. Davor studierte er an der Freie Universität Berlin Betriebswirtschaftslehre.

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