Townster steht zum Verkauf

Die Wogen bei der lokalen Such-Plattform Townster sind nach der gescheiterten Finanzierungsrunde nicht mehr zu glätten. Anfang November wollten Thorsten Borsch, Thomas Mindnich und Gleb Tritus eigentlich von acht Business-Angels das erste Investorengeld einsammeln. Von einer siebenstelligen Bewertung ist die Rede. Tritus will sich dazu nicht äußern. Das Geld sollte unter anderem von Pixelpark-Gründer Paulus Neef und einigen allseits bekannten Business Angels kommen.

Doch es kam alles ganz anders: Mit-Gründer Mindnich machte nach Darstellung von Borsch und Tritus kurz vor Vertragsabschluss einen Rückzieher. “Ohne Angabe von Gründen”, sagt Tritus gegenüber deutsche-startups.de. Daraufhin wurde Mindnich “mit sofortiger Wirkung von seinen Pflichten entbunden”. Wie überraschend das Scheitern kam, zeigt die Tatsache, dass die Kölner noch in der vergangenen Woche Vorstellungsgespräche geführt haben. Aufgrund der aktuellen Entwicklung wurde das Team in der Zwischenzeit aber “reduziert”.

“Wir werden Townster nicht mehr weiterführen”

Die Puste für den weiteren Betrieb und Ausbau von Townster sowie eine erneute Finanzierungsrunde haben die beiden verbliebenen Geschäftsführer nun nicht mehr. Zumal Mindnich nicht nur Geschäftsführer und Gesellschafter war, sondern auch technischer Leiter von Townster. Er hat das Produkt dementsprechend konzipiert und maßgeblich entwickelt. “Wir werden Townster in der aktuellen Konstellation nicht mehr weiterführen”, sagt Tritus. Was bedeutet, dass Townster nun zum Verkauf steht. “Wir suchen jemanden, der unsere Idee würdig weiterführt.” Sicherlich keine leichte Entscheidung: Seit November des vergangenen Jahres hat Tritus gemeinsam mit seinen Mit-Gründern an Townster gearbeitet. Anfang Juli ging die lokale Such-Plattform, deren Entwicklung insgesamt einen sechsstelligen Betrag gekostet hat, online.

Grundgerüst von Townster mit seinen derzeit knapp 5.000 Mitgliedern ist ein soziales Netzwerk. Neben dem Knüpfen von Kontakten geht’s bei dem Cyber-Dienst – wie bei vergleichbaren Angbeoten – um die Bewertung von Restaurants, Clubs und Hotels. Darüber hinaus kann jeder Events ankündigen, Listen anlegen und sich in Gruppen austauschen. Ein wichtiger Punkt zur Abgrenzung von Konkurrenten ist für Tritus die Verbindung zwischen sozialem Netzwerk und lokaler Suche.

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