Lesestoff: Strohfeuer

In unserer Rubrik Lesestoff stellen wir aktuelle und spannende Bücher vor.

Strohfeuer
In “Strohfeuer”, seinen ersten Roman, verarbeitet Sascha Lobo (Vorzeige-Iroke, Vorzeige-Blogger und Kommunikationsstratege) die wilde Zeit der New Economy. Zum Inhalt: Lobos Held und Ich-Erzähler Stefan ist Werbetexter und wird von der turbulenten Dotcom- Aufbruchstimmung kurz vor der Jahrtausendwende mitgerissen. Doch die Dotcom-Blase platzt schneller, als die Rechnungen für Firmenwagen und formschöne Büroeinrichtung abbezahlt werden können. Wie immer bei Lobo spaltet sein Werk die Welt, die einen halten den Roman bestenfalls für das “Drehbuch zu einer Fernseh-Vorabendserie” (Welt Onlinne), für andere entlarvt Lobo “die New Economy als das, was sie war: ein Luftschloss” (Focus Online). Rowohlt, 288 Seiten, 18,95 Euro. Jetzt bei amazon bestellen

deutsche-startups.de dokumentiert die besten Rezensionen zu “Strohfeuer”:

“Nun ist es aber leider so, dass man ein gutes Buch nicht vortäuschen kann. Man braucht dafür sprachliche Fähigkeiten und eine interessante Geschichte. Beides hat Sascha Lobo in „Strohfeuer“ nicht zu bieten. Was wohl eine ironische und kritische Innenansicht der New Economy um die Jahrtausendwende werden sollte, liest sich wie das eilig hingeworfene Drehbuch zu einer Fernseh-Vorabendserie.”
Welt Online

“Temporeich und mit der Akribie eines Soziologen schildert Lobo das Lebensgefühl einer Generation, die glaubte, per Mausklick die Welt beherrschen und die Gesetze des Markts auf den Kopf stellen zu können. Er entlarvt die New Economy als das, was sie war: ein Luftschloss, das auf nichts als Hybris und der Hoffnung auf schnelles Geld fußte.”
Focus Online

“Mit gutem Willen kann man das Buch zumindest stellenweise als Dokument einer im Grunde subkulturellen Bewegung lesen, als die der Erzähler selbst – dies sein einzig erkennbarer analytischer Ansatz – die New Economy zum Schluss verstanden wissen will: als ästhetisches Phänomen, als Experiment. Diese Erkenntnis aber schlägt auf den Erzähler zurück, wenn er nach der Insolvenz seiner Firma völlig unreflektiert über die \’erniedrigenden Telefonate mit den Menschen, denen wir Geld schuldeten\’, klagt.”
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Lobo erzählt dieses New-Economy-Märchen äußerst charmant, setzt auf glaubwürdige Charaktere, die über sich selbst hinauswachsen wollen und am Ende scheitern, weil der eigene Hochmut sie zu Fall bringt. Das ist keine große Literatur, will es aber auch gar nicht sein.
News.de

Liquide
Zu guter Letzt noch ein Blick auf einen New-Economy-Roman aus vergangenen Tagen: Bereits 2003 schrieb Don Alphonso den Roman “Liquide“. Darin geht es um Gründer, Investoren und Praktikanten. Auf 416 Seiten rechnet der Autor in “Liquide” mit der New Economy ab. Alles ist natürlich fiktiv, trotzdem erinnert das ein oder andere Ereignis an die reale Welt. Ein Spaß für alle, die dabei waren!

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