Von Team
Donnerstag, 7. Oktober 2021

Startups, die 2021 (bisher) leider gescheitert sind

Nicht alle Startups und Grownups sind erfolgreich! Leider sind auch 2021 schon wieder einige deutsche Startups gescheitert. Darunter das Autoleasing-Unternehmen Vehiculum, das Logistik-Startup Fliit und die Travel-Jungfirma Mapify.

Auch im in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 sind schon wieder einige Startups, Grownups und Projekte gescheitert. Einige Unternehmen wurden mangels Erfolgsaussichten einfach abgeschaltet, andere schlitterten etwa wegen geplatzter Investmentrunden in die Insolvenz und kämpften danach um eine neue Zukunft. Insgesamt sind aber trotz Corona-Krise zuletzt extrem wenig Startups gescheitert.

Startups, die 2021 (bisher) gescheitert sind

Fliit 
Investoren wie BTH Technologie Holding, b10, die Reederei Maersk, Alstin Capital, WestTech Ventures, IBB Ventures und PDV Inter-Media Venture investieren in den vergangenen Jahren rund 13 Millionen Euro in das Logistik-Unternehmen Fliit. Im Sommer 2021 schlitterte das Unternehmen in die Insolvenz. Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 6,4 Millionen Euro. Insgesamt kostete der Aufbau von Fliit bis Ende 2019 bereits 10,3 Millionen.

Flex Payment 
Das Hamburger FinTech Flex Payment schlitterte im März in die Insolvenz. Das Factoring-Startup Flex-Payment wurde von Aimé Ndayisaba und Cemil Arslan gegründet. Zu Hochzeiten wirkten rund 50 Mitarbeiter:innen für das Unternehmen, das 2011 gegründet wurde.

Mapify
Anfang Februar verkündete die Reise-App Mapify ihr Ende. Auf Linkedin schrieb Gründer Patrick Haede: “We want to thank everyone who supported us on this journey so far. We are deeply grateful to have gotten the chance to meet you through Mapify, learn from you, work with you, inspire you and send you on unforgettable trips through our platform and business”. Das “Social Travel Network” wurde Ende 2016 gegründet. Die bekannten Geldgeber Lakestar und Atlantic Labs sowie Mairdumont Ventures investierten in den vergangenen Jahren eine Millionensumme in die Berliner Jungfirma.

Myster.de
Das Dortmunder Startup Myster.de schlitterte im Frühjahr in die Insolvenz. Das von Mirco Grübel 2016 gegründete Handwerker-Startup konzentrierte sich seit der Gründung im Jahre 2016 auf die Renovierung von Wänden und Böden. Der in Menden im Sauerland geborene Myster-Macher schrieb seine Firma immer als einen „Online-Service für Renovierungsarbeiten“. Myster.de war somit mehr als die “Gelben Seiten”, in denen man lediglich Handwerkeradressen aus der Umgebung findet, und bietet auch alle Materialien an, welche die Handwerker brauchen.

Swarm Protein
Das Kölner Startup Swarm, das zunächst Insektenriegel und später Hundefutter verkaufte, gab im März auf. “Leider reichte unsere finanzielle Ausstattung nicht, um unsere Vision einer nachhaltigen Proteinversorgung durch die Coronakrise zu führen. Uns ist es auch leider nicht gelungen, in den letzten Monaten geeignete Investoren von dieser Vision zu überzeugen. Uns ist einfach auf den letzten Metern der Sprit ausgegangen”, hieß es in einer Stellungnahme. Swarm Protein wurde 2017 von Timo Bäcker und Christopher Zeppenfel gegründet.

Vehiculum
Das Berliner Autoleasing-Unternehmen Vehiculum schlitterte im September in die Insolvenz. Investoren wie Coparion, Runa Capital, die Versicherungsgruppe SchneiderGolling sowie Business Angels wie smava-Gründer Alexander Artopé und Michael Kern, früherer Chef der Werkstattkette ATU, investierten in den vergangenen Jahren rund 10 Millionen Euro in das Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete Vehiculum einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 5,2 Millionen Euro – nach 2,3 Millionen im Jahr zuvor.

Noch mehr Startups, die 2021 (bisher) gescheitert sind

* Acatus (Insolvenz)
* Fundflow (Insolvenz)
* Frux (Insolvenz)
* myconics
* Paudar
* Pinky
* Sponsokit (Insolvenz)
* xbird (Insolvenz)

TippÜber 35 Startups, die 2020 leider gescheitert sind

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock