Von Team
Donnerstag, 24. September 2020

10 Kölner Startups, die gerade dank Investorengeldern abheben

Die vergangenen Monate waren für viele Gründer*Innen nicht einfach. Einige Startups konnten aber auch zuletzt Investoren überzeugen. Hier einmal 10 Kölner Startups und Grownup, die gerade dank Investorengeldern so richtig abheben bzw, kurz davor sind.

Auch in den vergangenen sechs Monaten – also mitten in der weltweiten Corona-Krise – konnten wieder mehrere Kölner Startups und Grownups Investorengelder einsammeln. Einige dieser Jungfirmen kennt in der Szene quasi jeder, andere wiederum fliegen auch trotz bekannter Investoren noch immer weiter unter dem üblichen Szene-Radar. Zeit, dies zu ändern. Hier einmal 10 Kölner Startups, die gerade dank Investorengeldern abheben.

aedifion
Phoenix Contact Innovation Ventures investierte kürzlich eine siebenstellige Summe in aedifion. Das junge Unternehmen entwickelt eine Software, mit der Immobilienbesitzer die Betriebskosten analysieren und im besten Fall senken können. Die Software kommt bereits bei E.ON SE, ROM Technik und der ZWP Ingenieur-AG zum Einsatz. Das Jungunternehmen, das von Johannes Peter Fütterer und Felix Dorner geführt wird, wurde 2019 gegründet. BitStone Capital investierte zuvor bereits in das Kölner PropTech.

Cannamedical
Der US-Healthcare Unternehmer Steve Wiggins, der seit über 30 Jahren in der Gesundheitsbranche unterwegs ist, investierte kürzlich 12 Millionen Euro in Cannamedical, ein junges Startup für medizinisches Cannabis. Das Kölner Unternehmen, das 2016 von David Henn gegründet wurde, ist 2017 an den Start gegangen. Der amerikanische Geldgeber Orkila Capital investierte im vergangenen Jahr bereits 15 Millionen Euro in Cannamedical.

Greator
Der ehemalige ProsiebenSAT.1-Chef Thomas Ebeling investierte kürzlich eine Millionensumme in das umtriebige Kölner Unternehmen Greator, früher als Gedankentanken bekannt. Greator wandelte sich in den vergangenen Jahren von einer simplen Event-Company zum digitalen Coaching-Anbieter. Die Bewertung bei der jetzigen Investmentrunde soll bei rund 68 Millionen Euro liegen. Der Münchner Geldgeber Holtzbrinck Ventures investierte 2019 erstmals in die Jungfirma.

how.fm
Der englische Kapitalgeber Kindred Capital, Capnamic Ventures und mehrere Angel-Investierten kürzlich investieren in das junge Kölner Startup how.fm, einen digitalen Trainer für manuelle und handwerkliche Arbeitsabläufe. Nun ist auch die Summe bekannt, es sind 2,8 Millionen US-Dollar. Das junge Unternehmen, das Training und Selbsthilfe für Arbeiter und Angestellte anbietet, wurde 2018 von Andreas Kwiatkowski gegründet. Zum Start hörte das Startup noch auf den Namen SoundReply.

Lumoview
+++ Das Beteiligungs- und Beratungsunternehmen Hoffschmidt Ventures, die Familie Schneider, die über mehrere Generationen Erfahrung in der Baubranche verfügt, und die NRW.BANK investierten kürzlich in Lumoview. Das Kölner PropTech, das 2019 von Bernhard Hoffschmidt, Arne Tiddens und Silvan Siegrist gegründet wurde, ermöglicht die Aufnahme sowie die automatisierte Vermessung und Analyse von Innenräumen in Gebäuden. Das Spin-off des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) beschäftigt derzeit sieben Mitarbeiter.

Naix Technology
Der Münchner Business Angel Karl Olbert investierte kürzlich in das Köln Startup Naix Technology. Das 2018 von Ramin Karbalaie gegründete Unternehmen entwickelt eine Software mit der Dokumente automatisch anonymisiert werden können. “Formed in 2018, with project ideas reaching back as far as 2014, we have developed an intuitive and responsive anonymisation tool. Our goal is to provide a reliable, efficient, and accurate anonymisation and pseudonymisation solution”, heißt es auf der Website.

Pinkbus
Der Kölner Geldgeber Venista Ventures investierte kürzlich eine sechsstellige Summe in Pinkbus. Das junge Unternehmen, das von Tino Engelmann und Christian Höber gegründet wurde, will sich als Alternative zu Flixbus und BlaBlaBus etablieren. Die Rheinländer setzen dabei auf Direktverbindungen. Wie alle anderen Fernbusbetreiber hatte auch Pinkbus in der Corona-Krise seinen Betrieb komplett eingestellt.

SoSafe
Der Münchner Kapitalgeber Acton Capital investierte kürzlich eine siebenstellige Summe in das Kölner Startup SoSafe. Die Jungfirma, die 2018 von Niklas Hellemann, Lukas Schaefer und Felix Schürholz gegründet wurde “testet, sensibilisiert und schult Mitarbeiter im richtigen Umgang mit Cyber-Attacken”. In der Vergangenheit investierte Global Founders Capital (GFC) bereits in das Unternehmen, das 55 Mitarbeiter beschäftigt.

Ubirch
hubraum, der Inkubator der Deutschen Telekom, die NRW.BANK sowie die Altinvestoren Breed Reply, Attia Ventures, die SchneiderGolling-Gruppe, das Kölner Immobilienunternehmen Bauwens und ProInvest investierten kürzlich eine siebenstellige Summe in das Kölner Blockchain-Startup Ubirch, das von Stephan Noller gegründet wurde. Die Jungfirma positioniert sich als “Spezialist für Blockchain-basierte Technologie im Bereich IoT”.

wirbauen.digital
BPC, ein Ableger der Büdenbender Dachtechnik Unternehmensgruppe, und Ambient Innovation investierten kürzlich eine mittlere sechsstellige Summe in das recht junge Kölner PropTech wirbauen.digital. Die Jungfirma, die 2020 gegründet wurde, positioniert sich als “praxisnahe Online-Plattform, um Architekten, Handwerkern und Bauherren lästige Verwaltungsarbeit abzunehmen”. Ins Leben gerufen wurde wirbauen.digital von Daniel Grube und Lukas Büdenbender.

Bonus: Dieter von Holtzbrinck Ventures (DvH Ventures) legte kürzlich einen neuen Digital Health Fonds auf. Im Top sind beim sogenannten First Closing 60 Millionen Euro.

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln berichten wir gezielt über die Digitalaktivitäten in der Rheinmetropole. Mit circa 400 Startups, über 60 Coworking Spaces, Acceleratoren und Inkubatoren sowie attraktiven Investoren, zahlreichen Veranstaltungen und Netzwerken bieten Köln und das Umland ein spannendes Ökosystem für Gründerinnen und Gründer. Diese Rubrik wird unterstützt von der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH#Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

Foto (oben): Shutterstock