Von Team
Montag, 19. Oktober 2015

Die 7 häufigsten Fehler beim E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing wird oft unbegründet mit Spam und penetranter Werbung gleichgesetzt. Wer den Werbekanal aber geschickt einsetzt, den Marketing-Sünden nicht verfällt und aus Besuchern wiederkehrende Interessenten macht, der wird mit einem hohen Customer Live Value belohnt.

E-Mail-Marketing wird oft unbegründet mit Spam und penetranter Werbung gleichgesetzt. Wer den kosteneffizienten Werbekanal geschickt einsetzt, den E-Mail-Marketing Sünden nicht verfällt und aus Webseitenbesuchern wiederkehrende Interessenten macht, der wird mit guten Conversionraten und einem hohen Customer Live Value belohnt.

Wie groß das Potenzial von E-Mail-Marketing wirklich ist, lässt sich aus einer Studie der amerikanischen Firma Convince & Convert ableiten. Nach Angaben der Online-Berater kaufen 44 Prozent der Newsletter-Empfänger im Laufe des Jahres ein Produkt. Laut Experian entspricht der Umsatz für jeden ausgegebenen US-Dollar im E-Mail-Marketing rund 44,25 US-Dollar. Überträgt man die Zahlen auf den Deutschen Markt mit über 537 Milliarden erwarteten E-Mail-Versendungen in 2015, dann wird E-Mail-Marketing interessant.

Fehler 1:  Kein Double-Opt-In

Aber Vorsicht: Wer bewusst auf Single-Opt-In setzt, trägt in Deutschland nicht nur ein rechtliches Risiko, sondern verliert Werbebudget und Umsätze. Spätestens wenn eine Abmahnung und eine Unterlassungserklärung im Briefkasten liegen, wird es teuer. Doch warum setzten „schwarze Schafe“ auf dieses rechtsunsichere Verfahren? 25 bis 40 Prozent der für Double-Opt-In erforderlichen DOI-Mails werden nicht bestätigt, weil sie nicht ankommen, übersehen werden oder der Anmelder überlegt es sich anders. Aus diesem Grund gilt für das DOI-Verfahren:

– Senden Sie die DOI-Mail sofort nach der Registrierung

– Geben Sie klare Anweisungen bei der Anmeldebestätigung

– Verzichten Sie auf ablenkente Werbung oder anderen Call to Action

– Nennen Sie den Absender und den Betreff der Bestätigungs-Mail

– Verwenden Sie kurze Bestätigungslinks
Bei gekauften oder gemieteten E-Mail-Adressen von Listbrokern, die erfahrungsgemäß nie an die Qualität der selbst und zielgruppenspezifisch generierten Adressen kommen, sollten Sie auf das Opt-In-Verfahren achten.

Fehler 2: Keine Feedbackauswertung

Nach erfolgreicher Anmeldung und Versand der ersten Newsletter, unterschätzen oder ignorieren viele die Rückmeldungen. Doch ohne dieses Feedback ist es kaum möglich den Inhalt und das Design der Newsletter auf die Zielgruppe anpassen. Werten Sie vor allem kritische Antworten aus und verbessern Sie dadurch die Qualität Ihrer Newsletter, um Abmelderaten zu reduzieren. Bei hohem Aufkommen lohnt sich die Überlegung ein Bounce-Management in Ihrem Newsletter-Versandsystem zu installieren.

Fehler 3: Keine Personalisierung

Ein weiterer Hebel für bessere Ergebnisse ist die Personalisierung der Newsletter, denn wer „Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser“ als Anrede verwendet, hebt sich von der Konkurrenz nicht ab. Testen Sie aus, wie viele Daten Ihre Zielgruppe bereitwillig bei der Anmeldung angibt. Mit Name, Vorname und Geburtsdatum können Sie nicht nur personalisierte Mails, sondern auch Namens- und Geburtstags-Mails versenden.  Sollte Ihre Zielgruppe jedoch wenig auskunftsfreudig sein, integrieren Sie zwei unterschiedliche Anmelde-Schaltflächen für „Leser“ und „Leserin“. So können Sie die männlichen und weiblichen Abonnenten unterscheiden und entsprechend anschreiben.

Fehler 4: Kostenfalle Design

Optisch sollen die Newsletter modern, aufgeräumt und ansprechend aussehen. Teuer wird es aber, wenn Sie eine Internet-Agentur mit der Template-Entwicklung beauftragen und nach den ersten Versendungen merken, dass Ihre Zielgruppe das Design nicht annimmt. Bei 100 – 125 Euro Stundensatz kann ein Master-Template schnell 1.500 Euro und mehr kosten. Hier bieten Newsletter-Provider wie CleverReach (http://www.cleverreach.de) Template-Techniken an, mit denen der Anwender mit wenig Aufwand, Kosten und Programmierkenntnisse eigene Newsletter-Designs erstellen und anschließend Inhalte mit Drag & Drop integrieren kann. Finden Sie mit A/B-Split-Tests das optimale Design für Ihre Abonnenten.

Fehler 5: Kein Responsive Design

Responsives Design ist mittlerweile fast Standard, jedoch vergessen viele etwas Wesentliches:  Auf dem Handy haben Betreffzeile, Titel und Teaser weniger Platz. Es reicht nicht aus, dass sich das Design des Newsletter und der Webseite automatisch an die kleineren Displays anpassen. Wer maximale Öffnungs- und Klickraten erzielen will, muss für Desktop und Mobile zwei komplett unterschiedliche Newsletter-Inhalte mit unterschiedlich langen Betreffzeilen sowie Titeln aufsetzen und versenden. Bei Smartphones sollten Sie auch unbedingt einen aussagekräftigen Pre-Header verwenden, der in der Vorschau angezeigt wird.

Fehler 6: Keine Versandzeitplan

Viel Potenzial verschenken Sie, wenn Sie Ihre Newsletter wahllos zu verschiedenen Zeiten versenden. Jeden Tag zur gleichen Zeit den Versand zu starten, ist aber auch nicht der richtige Weg, denn das Nutzerverhalten hängt von Faktoren wie Arbeitszeit und Wochentag ab. Während montags alle Ihre E-Mails prüfen, werden freitagabends die meisten lieber feiern oder früh ins Wochenende starten. Testen Sie verschiedene Versandzeiten aus und erstellen Sie für Ihre Zielgruppe einen geeigneten Versandzeitplan.

Fehler 7: Keine Abmeldeoption

Die letzte E-Mail-Marketing-Sünde: Einen Newsletter ohne direkte Abmeldeoption versenden. Hier bewegen Sie sich jenseits der Grauzone, aber viel schlimmer ist die Unzufriedenheit Ihrer Newsletter-Abonnenten. Oft melden sich Newsletter-Empfänger vor einen langen Urlaub ab, damit das E-Mail-Postfach nicht überläuft. Erschweren Sie Ihrem Kunden die Abmeldung, dann wird er sicherlich nicht wiederkehren.

Passend zum Thema: “5 Gründe, warum E-Mail-Marketing noch immer spitze ist“, “Start-ups sollten unbedingt auf E-Mail-Marketing setzen” und “21 Newsletter-Tools für erfolgreiches E-Mail-Marketing

Zur Person
Christian Schmidt ist CEO bei dem international führenden E-Mail-Marketing Unternehmen CleverReach. Dem cloud-basierten E-Mail-Marketing-Dienstleister (SaaS) vertrauen weltweit über 90.000 Kunden in mehr als 150 Ländern. Schmidt verfügt über langjährige Erfahrungen im nationalen und internationalen E-Commerce Business. Vor dem Eintritt bei CleverReach war Schmidt als Gründungs-Geschäftsführer bei der Friesland Versand GmbH tätig. Zu seinen beruflichen Stationen zählen u.a. Image Source in London und die Masterfile European Headquarters in Düsseldorf.

Foto: E-mail marketing concept and other related words, hand written on chalkboard from Shutterstock