Von Team
Freitag, 22. Dezember 2023

5 Tipps für bessere Ziele im neuen Jahr

Das neue Jahr rückt näher und bietet dir die Gelegenheit, sowohl zurückzublicken als auch neue Ziele ins Auge zu fassen. Um sicherzustellen, dass deine Ziele für 2024 nicht nur ambitioniert, sondern auch erreichbar sind, hier einige Tipps. Ein Gastbeitrag von Marco Alberti.

Formuliere dein Ziel als konkreten Nutzen

Vage Ziele führen zu vagen Ergebnissen. Statt “einen Newsletter schreiben” zu sagen, formuliere präzise, was du damit erreichen willst. Ein Ziel wie “Alle Bestandskunden sollen die Vorteile des neuen Produkts verstehen” gibt dir und deinem Team eine klare Richtung vor. Es macht deutlich, dass es dir in dem Fall z. B. nicht um den Newsletter per se geht, sondern um die Wirkung, die du mit dem Newsletter erreichen willst. Und ggf. stellst du so fest, dass der Newsletter das falsche Format ist und ein Telefonat mit allen Bestandskunden wirksamer wäre. 

Formuliere deine Top-3

Die To-Do-Liste kann schnell überwältigend werden. Das Problem einer zu langen To-Do-Liste: Wir haben nur selten das Gefühl, wirklich produktiv zu sein. Daher ist es entscheidend, zu definieren, wann ein Tag produktiv war. Mein Tipp: Nehme dir maximal drei High-Impact-Tasks vor. Erstelle dafür am Anfang eines jeden Tages eine Liste mit den drei wichtigsten Aufgaben für den Tag und setze diese konsequent um. Kümmere dich erst danach um andere Aufgaben. 

Denke in Wetten, statt in Wünschen

Ein effektives Ziel sollte mehr sein als nur ein Wunsch oder eine Hoffnung. Es sollte auf einer soliden Hypothese basieren. Frag dich: “Wenn wir X erreichen, wie wahrscheinlich ist es, dass Y eintritt?” Diese Art des Denkens schafft eine klare Ursache-Wirkungs-Beziehung und macht deine Ziele messbar. Und zeigt dir im Zweifel frühzeitig auf, wenn dein Ziel eigentlich mehr ein Wunsch, denn ein realistisches Ziel ist. 

Nutze Quartals-Zyklen für schnelle Anpassungen

Die Zeiten, in denen Jahresziele ausreichten, sind vorbei. In einer sich ständig verändernden Welt sind agile Methoden und kurze Feedback-Zyklen unerlässlich. Das gilt umso mehr für Ziele. Setze dir daher Ziele immer nur für ein Quartal und überprüfe wöchentlich den Fortschritt. So kannst du bei Bedarf frühzeitig Anpassungen vornehmen. Und du kommst auch schneller ins Machen, weil du nicht zwölf, sondern nur drei Monate Zeit hast. 

Entwickle eine selektive Ignoranz

Innovative Ideen sind das Lebenselixier jedes Startups, können jedoch auch zur Ablenkung führen. Mein Rat: Leg alle neuen Ideen in einer speziellen “Ideen-Inbox” ab und kehr erst zu ihr zurück, wenn deine aktuellen Hauptziele erreicht sind oder das Quartal vorbei ist. Ein Tipp: “Nein” zu sagen fällt oft schwer. Deshalb empfehle ich den Satz: “Ja, aber nicht jetzt.” Du wirst erstaunt sein, wie oft sich das Thema dann von selbst erledigt hat.

Bonus: Das Warum ist wichtiger als das Wie und Wann!

Ich rate jedem Unternehmen: Verbringt weniger Zeit mit der Planung des “Wie” und mehr Zeit mit dem Klären des “Warum”. Oft stecken wir so tief im Prozess, dass wir vergessen, das eigentliche Ziel zu hinterfragen. Nehmen wir ein Beispiel: Ein Gründer ruft aus, “Wir brauchen eine neue App!” Aber halt, warum eigentlich? Diese simple Frage wird oft übersehen. Statt nur zu diskutieren, wie viele Kunden die App nutzen könnten, sollten wir uns fragen: Brauchen wir diese App überhaupt? Löst sie das Problem, das wir für unsere Kunden lösen wollen?

Über den Autor
Marco Alberti ist Gründer und Geschäftsführer von Murakamy, einer Beratung mit Fokus auf Visions-, Missions- und Strategieentwicklung sowie Objectives and Key Results (OKRs). In seiner mehr als 20-jährigen Berufslaufbahn hat er schon viele namhafte Unternehmen wie  mymuesli, Daimler und Vaillant in strategischen Fragen und bei der Einführung von OKRs beraten. Gemeinsam mit Murakamy setzt er sich für eine Arbeitswelt ein, in der Menschen mehr Wirksamkeit erfahren und sich die richtigen Ziele setzen. Seine Mission: Erfolg neu definieren. Er ist Host des Murakamy Podcasts und Co-Host des Unternehmertum-Podcasts Jetzt mal Ehrlich.

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Foto (oben): Shutterstock