CarJump bündelt Carsharing-Anbieter in einer App

Mit der App CarJump (www.carjump.de) lassen sich die Standorte von Fahrzeugen verschiedener Carsharing-Anbieter konsolidiert in einer App für Android und iOS anzeigen. CarJump besteht hauptsächlich aus einer Karte, in der die verfügbaren Autos angezeigt und gebucht werden können. Aktuell sind zur Buchung noch die jeweiligen Apps der Anbieter nötig, später werden Nutzer die CarJump-App dafür nicht mehr verlassen müssen.

Wer als Carsharing-Nutzer bei mehreren Anbietern registriert ist, jongliert gleichzeitig mit mehreren Apps herum. Je mehr Anbieter dazukommen, umso häufiger muss sich der Nutzer registrieren und mit der Bedienung der Apps befassen. CarJumps Mitgründer und Geschäftsführer Oliver Mackprang sah sich dieser Situation gegenüber und war nicht zufrieden. Nach einiger Überlegung kam er auf die Idee, eine App zu entwickeln, die verschiedene Anbieter in einer Karte vereint und es dem Nutzer vereinfacht, Autos von verschiedenen Anbietern zentral finden zu können. Seit Ende April 2013 ist die kostenlose App für Android und iOS verfügbar. Mitte Juli wurde Version 2 der App veröffentlicht, die zwei weitere Anbieter, ein Redesign und eine erweiterte Filterung enthält. Darüber hinaus ist nun die gesammelte Registrierung bei den Anbietern möglich.

Der Trend geht zur Nutzung mehrerer Carsharing-Anbieter

Mackprang zum Carsharing-Markt: “Der Markt boomt. Allein in Deutschland gibt es über hundert unterschiedliche Carsharing-Angebote. Dies ist zunächst positiv für den Nutzer, doch das stetig wachsende Angebot führt zu steigender Komplexität im Entscheidungs-, Registrierungs- und am Ende beim Buchungsprozess. CarJump bietet hier die perfekte Hilfestellung für den User.” Laut der Wirtschaftswoche ist bis 2020 ein Wachstum der Nutzerzahlen auf 15 Millionen zu erwarten die Nutzung von Carsharing-Fahrzeugen steigt, wenn sich auch das Gesamtangebot erhöht. Den bestehenden Trend zur gleichzeitigen Verwendung verschiedener Anbieter will sich CarJump zu Nutze machen.

Aktuell unterstützt die App die vier Carsharing-Anbieter DriveNow, car2go, Multicity und cambio; mit dem Anbieter Nextbike ist inzwischen auch die Nutzung von Leihfahrrädern möglich. CarJump möchte allerdings nicht nur Nutzern Vorteile bieten, sondern auch den Anbietern: Fahrer erhalten eine größere Auswahl und Anbieter können durch die verstärkte Präsenz auf eine erhöhte Anzahl von Fahrten pro Nutzer hoffen.

Eine In-App-Buchung ist in Arbeit

Nach dem Öffnen der CarJump-App zeigt sich eine Karte, in der die nächstgelegenen Fahrzeuge angezeigt werden. Diese karte ist nach Anbietern filterbar, ein Standortwechsel funktioniert über das Herauszoomen, Verschieben der Karte und das Hereinzoomen in eine andere Stadt. Ein Klick auf einen Positionsmarker teilt den Anbieter, die Art des Fahrzeugs, die Adresse, wo das Fahrzeug abgestellt ist und die aktuelle Entfernung dazu. Die Buchung des Fahrzeugs ist von dort aus anstoßbar, zurzeit werden für die Abrechnung allerdings noch die externen Apps der Carsharing-Dienste benötigt; Ist die entsprechende Anbieterapp nicht installiert, bietet CarJump den direkten Link zum App-Store an. Die Integration einer kompletten In-App-Buchung ist derzeit in Arbeit.

Oliver Mackprank und Philipp Heuberger gründeten CarJump unter dem Dach der GHM Mobile Development GmbH Ende Februar 2013 in Berlin und brachten das nötige Startkapital für das Bootstrapping selbst mit und sind für Gespräche mit Investoren offen. In Sachen Geschäftsmodell setzen die Macher auf Kundenvermittlung und erhalten pro Lead einen ungenannten Betrag von den Carsharing-Anbietern.

Mitbewerber Mobility Map bietet die direkte Buchung über das Web und per mobiler App an

Ein CarJump sehr ähnliches Konzept bietet auch Mobility Map (www.mymobilitymap.de), zusätzlich offeriert der Dienst noch einen Routenplaner. Im eigenen Profil werden die Logins bei aktuell vier Anbietern hinterlegt, so dass Fahrzeuge direkt gebucht werden können. Die Android-App ermöglicht dies auch.

Die Macher von CarJump haben anscheinend den richtigen Riecher, was die Nutzung von Carsharing-Diensten angeht. Wird die In-App-Buchung bald fertig, erhöht sich die Vereinfachung und Fahrer erhalten eine Onestop-App, anstatt sich mit mehreren herumschlagen zu müssen.