Amorelie vertickt Dessous, Dildos und Düfte

EXKLUSIV Das Berliner Start-up Amorelie will "auf magische Weise" das Liebesleben seiner Nutzer bereichern. Ende Januar ging Amorelie an den Start. Einen Blick wert ist bei Amorelie auch das Team hinter der Theke: Das Start-up wird von Lea-Sophie Cramer und Sebastian Pollok geführt.

Ende Januar ging Amorelie (www.amorelie.de) an den Start. Das Berliner Start-up will “auf magische Weise” das Liebesleben seiner Nutzer bereichern. Zum Konzept heißt es auf der Website: “Wir sind ein hochwertiger Lifestyle-Onlineshop für die moderne Frau. Nicht nur spezialisiert auf Deine intimsten Momente, bieten wir Dir auch alles für Dein Wohlbefinden und ein fantastisches Aussehen!” Somit dürfte nun klar sein, dass es sich bei Amorelie um Vibratoren, Dessous und Liebeskugeln geht. Alles aber verpackt in einen sehr mädchenhaften Shop, der frei von allen Sexshop-Klischees ist und im Grunde harmloser daherkommt als Duschcremewerbung im TV.

Sex-Shops für Frauen sind in der realen Welt in den vergangen Jahren vor allen in Großstädten entstanden und waren mehr oder weniger erfolgreich. Einen interessanten Einblick in die die Welt der Sexshop für Frauen bietet der Artikel “Der Laden für die Lust” aus der Süddeutschen Zeitung”. Zitat: “Und jeden Tag kommt mindestens eine Frau in das etwas abseits gelegene Geschäft an der Schwabinger Kurfürstenstraße, die natürlich noch nie in einem “solchen” Laden gewesen ist”. Der Vorteil im Netz: Ein Online-Sexshop ist noch einfacherer zu betreten. Aber auch in der Netzwelt müssen die Frauen den Shop erst einmal entdecken.

Alle Wege führen zu Rocket Internet

Einen Blick wert ist bei Amorelie auch das Team hinter der Theke: Das Start-up wird von Lea-Sophie Cramer und Sebastian Pollok geführt. Mitgründerin Cramer wirkte zuletzt als Vice President International bei Groupon und war zuvor Vice President International beim Berliner Inkubator Rocket Internet. Pollok wirkte 2009 ebenfalls bei Rocket Internet – zuletzt war er Associate bei BV Capital / eVenture Capital Partners. Das Duo vereint somit reichlich Erfahrung in Sachen Unternehmensaufbau und dem Voranpeitschen von Start-ups. Dennoch dürfte der Sex-Shop für Frauen nicht leicht zu stemmen bzw. zu positionieren sein. Neben dem deutschen Markt scheinen die Berliner – in bester Rocketmanier – direkt auch international zu denken – darauf deuten diverse Twitterprofile für Länderableger in Portugal, Spanien, Italien, Frankreich, Russland und Belgien.

Passend zum Thema: “The Art of Sex – Streifzug durch den Pop-up-Store von Amorelie