Kleider machen bekanntlich Leute – Modeboom im Netz

Das Thema Mode scheint sich zum neuen Trend im Netz zu entwickeln. Gleich mehrere neue Plattformen bearbeiten – mit teils recht unterschiedlichen Ansätzen – die Welt der Outfits und Looks. Seit Ende Januar online ist StyleQueens (www.stylequeens.de). Beim neuen Ableger von Supreme NewMedia (unter anderen TownKings) können Frauen der Welt über eine sogenannte “Wall of Style” ihre Klamotten, Taschen und Schuhe zeigen. “Mit StyleQueens habe ich eine Plattform geschaffen, wie ich sie mir wünsche: Pink, stylish und voll von Schuhen. Meine Schätze fristen nun kein dunkles Dasein im Schrank, sondern können auf StyleQueens im Rampenlicht stehen”, sagt Nadine Lüttgen, die sich bei Supreme NewMedia um das neue Projekt kümmert. Ihre jeweilige Präsentationswand können die Nutzerinnen ganz nach ihrem Geschmack einrichten. “Mit einer passenden Tapete, einem hübschen Fußboden und trendigen Accessoires wie etwa einem pinkfarbenen Sofa samt Minihund”, sagt Lüttgen. Die anderen Nutzerinnen können die ausgestellten Liebslingsstücke der anderen Userinnen anschließend kommentieren.

Die Plattform fashionfreax (www.fashionfreax.net) positioniert sich als Fashion-Style-Community – für Männlein und Weiblein. Bei dem Ableger der 1996 von Johannes und Ulrich Theilmann gegründeten Multimedia-Agentur visual.labs können die Nutzerinnen und Nutzer, die von ihrem eigenen Stil oder einem bestimmten Outfit überzeugt sind dieses zur Bewertung durch die Community freigeben. “So kann man sich mit anderen zum Thema “Fashion” direkt austauschen und sich ein Feedback von denen holen, denen man in Sachen Style wirklich vertrauen kann: den Fashionfreax”, sagt Ulrich Theilmann. Darüber hinaus könne man mit dem Locator einfach nach Shops, Events, Ateliers und Modeschulen in der eigenen Stadt suchen. Als Zielgruppe haben die Theilmann-Zwillinge demnach nicht nur passionierte Fashionjunkies im Auge, sondern auch “junge Modedesigner, Labels und Professionals, die eine neue, zielgerichtete Plattform für ihre Styles suchen”.

“Erste Adresse für modebewusste junge Leute”

Mit einem ähnlichen Konzept buhlen Daniel Schaffeld und Roland Schweins, früher beide bei der Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, um Nutzer. Ihre Plattform heißt Styleranking (www.styleranking.de) und soll die “erste Adresse für modebewusste junge Leute” werden. “Wir möchten den Austausch zum Thema Mode, Styling und Trends revolutionieren und die größte und innovativste Mode-Community aufbauen”, sagt Schweins. Styleranking sei für Mitglieder Inspiration, für Modehersteller und -distributoren das relevante Werbeumfeld und für Nachwuchsdesigner Sprachrohr und Sprungbrett. Nutzer des kostenlosen Netzwerkes können ihre Styles und Outfits von anderen Mitglieder bewerten lassen. Danach kommt der Ranking-Aspekt ins Spiel. Über die Bewertungen der Nutzerinnen und Nutzer entstehen wöchentlich in verschiedenen Kategorien wie Gesamtoutfit, Accessoires oder Taschen neue Hitlisten. Diese sollen allen Mitgliedern der Styleranking-Welt als Inspiration dienen. Zudem wollen Schaffeld und Schweins künftig Nachwuchsdesigner bei der Produktion ihrer Entwürfe unterstützen. Von der Community gut bewertete Ideen sollen in limitierter Auflage produziert werden.

Zu guter Letzt versucht sich Oliver Bronner mit seinem international ausgerichteten Dienst Lexposure.net (www.lexposure.net) im Mode-Segment. Seine englischsprachige Plattform, die von der Berliner Hyperactive Media GmbH betreut wird, ist eine Mischung aus b2b-Netzwerk für die Modeindustrie und Plattform für modeinteressierte Nutzerinnen und Nutzer. Wobei sich letzere Gruppe vor allem für die gewaltige Bilddatenbank von Lexposure.net interessieren dürften. In der Rubrik Runway präsentiert das noch junge Angebot Modeschaubilder bis zum Abwinken. Klicktechnisch dürfte Lexposure.net dadurch schnell auf gute Zahlen kommen. Die Fotos, die Lexposure.net von einer Bildagentur zugeliefert bekommt, sollen künftig alle komplett verschlagwortet werden. So soll für jeden erkennbar sein, wer auf den Fotos zu sehen ist. Ein Klick auf den Namen liefert dann weitere Bilder des Models. Der Clou: Die Nutzer können alle Fotos wie bei den bekannten Video-Communitys über einen Code in ihr Blog entführen. Später sollen weitere redaktionelle Inhalte Privatnutzer und Profis bei Laune halten. Für professionelle Modeschaffende sind zudem das Netzwerk und das Verzeichnis bei Lexposure.net gedacht. So wollen Bronner und sein Team “die Modeindustrie zusammenführen” und bei Suche nach Models, Fotografen sowie Stylisten helfen. Finanzieren soll sich Lexposure.net über Gebühren für ausführliche Einträge in das Verzeichnis, Premiummitgliedschaften beim Netzwerk und Werbeeinnahmen.