Zehn Fragen an Cornelia Müller von woobby

Können Sie sich eine Welt ohne Internet vorstellen?
Ja, ich glaube, ich könnte auch noch ohne Internet leben. Aber die Vorteile – aus persönlicher wie auch aus geschäftlicher Sicht – sind schon enorm und ich nutze sie gerne.

Wann waren Sie zum ersten Mal im Internet?
1995 während meines ersten richtigen Praktikums bei Lufthansa, als mir mein Chef “Compuserve” gezeigt hat. Leider musste ich ein paar sehr lange Tage warten, bis ich erstmals selber damit spielen durfte. Immer die damals noch hohen Kosten pro Minute im Hinterkopf.

Auf welche Website können Sie nicht verzichten?
Spiegel Online. Da ich Uni- und jobbedingt immer in der ganzen Weltgeschichte unterwegs bin, ersetzt mir Spiegel Online schon seit 1998 das Tageszeitungs-Abo. Zunächst als E-Mail-Newsletter, später dann als Webportal.

Worauf können Sie im Internet verzichten?
Penis-Enlargements, naked. Ihr wisst schon. Und das plumpe Kopieren von alles und jedem im Internet, was irgendwie erfolgsversprechend aussieht – ohne selber auch nur ein kleines bisschen Gehirnschmalz zu investieren.

Was war bisher Ihr größter Erfolg?
Ich weiß nicht, ob das ein Erfolg im eigentlichen Sinne ist, aber ich habe einen sehr netten und zuverlässigen Freundeskreis in aller Herren Länder. Darum bin ich sehr froh und den möchte ich auch nicht missen. Viele andere Dinge sind vergänglich.

Was Ihr größter Flop?
Investitionen in EM.TV- und Intershop-Aktien, die mich mein gesamtes Praktikantengehalt gekostet haben.

Worüber können Sie lachen?
Über vieles. Ich bin ein fröhlicher Mensch und das Leben ist zu schade, um es nur ernst zu nehmen. Und meist kann ich auch über den täglichen Dilbert lachen.

Was bringt Sie zum Weinen?
Dass gute Ideen zu oft an der Realität scheitern – und das so oft aus rein unternehmenspolitischen Gründen. Daneben die Unfähigkeit der deutschen Politiker.

Mit wem würden Sie gerne mal tauschen?
Mit dem Privatsekretär des Papstes. Ich würde gerne einmal wissen, was die Insider der katholischen Kirche wirklich heute denken. Und welche Schriftstücke noch so in der vatikanischen Bibliothek schlummern.

Was sollte unbedingt mal jemand erfinden?
Die perfekte Urlaubsvertretung, die jedes Jahr zwei- dreimal aus dem Nichts erscheint und einen in aller Gemütsruhe ein paar Wochen in den Dschungelurlaub entlässt.

Zur Person
Cornelia Müller, Jahrgang 1975, studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität St. Gallen. Nach über sechs Jahren Strategieberatung in der Mobilfunkindustrie gründete sie Anfang 2007 mit ihren Freunden und früheren Kollegen Thomas Goette und Ralph Razisberger die Ranking-Community woobby (www.woobby.com).

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