shoppero ist online

“Empfehlen. Entdecken. Geld verdienen.” lautet das Motto der brandneuen Shopping-Plattform “shoppero“. Wenige Stunden vor seinem Vortrag auf der next07 in Hamburg schickte Gründer und Geschäftsführer Nico Lumma den Social-Commerce-Dienst gestern ins Netz. An der Hamburger Shoppero.com GmbH sind – wie bereits berichtet – Dirk Ströers Beteiligungsgesellschaft Media Ventures, der Business Angel Jens Kunath sowie der Geschäftsführer Nico Lumma beteiligt. In knapp sechs Wochen setzte das “shoppero”-Team die neue Plattform um. Dementsprechend kann man bei der derzeitigen Version eigentlich noch nicht von einer Beta-Version sprechen, sondern eher von einem Pre-Betatest. Einiges läuft noch nicht rund und viele Features fehlen selbstverständlich noch. Dennoch kann man sich bereits einen Eindruck “shoppero” machen.

“Wie können die Autoren im Web 2.0 fair und transparent an Erlösen beteiligt werden?”, ist für Lumma die Frage, die hinter der Geschäftsidee von shoppero steht. Wie bei vergleichbaren Shopping-Plattformen können Onliner bei “shoppero” Empfehlungen oder Kritiken über Produkte schreiben. Der Unterschied liegt im Detail: Die registrierten Nutzern können mit den Inhalten, die sie für “shoppero” erstellen oder “die sie auf ihren eigenen Seiten wie beispielsweise Blogs oder privaten Homepages präsentieren, Geld verdienen”. Sämtliche Einnahmen werden nach einem festgelegten Schlüssel verteilt. “Dabei erhält der User 20 % der Erlöse auf den von ihm erstellten Seiten und 60 % für die Erlöse, die er mit der Verlinkung auf das Portal ‚shoppero’ erzielt”, sagt Lumma.

“Alternative zu klassischer Onlinewerbung”

Für die Verlinkung stehen allen Nutzern so genannte Adgets zur Verfügung. Mit diesen kleinen Präsentationsflächen erscheinen dann Produkthinweise, die der Nutzer dafür ausgewählt hat. Für Lumma ist “shoppero” deswegen für Blogger eine “Alternative zu klassischer Onlinewerbung”. Der Service monetarisiere erstmals nachhaltig die Inhalte des Web 2.0 für seine Autoren mit Mikro-Erlösen. Dabei gehe es allerdings nicht darum, an Verkäufen beteiligt zu sein, sondern Berechnungsgrundlage für die Bezahlung sei der Anteil des Nutzers am Gesamttraffic. “Wer Besucher auf die Seite bringt, verdient mit \’shoppero\’.” Riesige Summen wird sicherlich kein Nutzer mit “shoppero” anhäufen können. Selbst für die Untergrenze von 25 Euro, ab der Auszahlungen per Paypal erfolgen, werden viele Nutzer eine Weile brauchen.

Konkurrent “Dealjaeger” nimmt die Herausforderung von “shoppero” bereitwillig an. Künftig will das Unternehmen seine Nutzer ebenfalls an den Einnahmen beteiligen. In Anspielung an die “shoppero”-Provisionen heißt es in einer Pressemitteilung: “Nicht 20, nicht 60, sondern 100 Prozent der Einnahmen aus Empfehlungen schüttet \’Dealjaeger\’ an die Nutzer für erfolgreiche Kaufempfehlungen aus. In sechs Wochen sei die “Dealjaeger.de”-Box, das Werkzeug zum Einbinden, Präsentieren und Verlinken von Kaufempfehlungen online verfügbar. Die Aktion ist allerdings zunächst auf sechs Monate beschränkt.