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Der methodische Product Owner

Hendrik Neumann beschreibt wie er Impact Mapping in der Weiterentwicklung der Erlösmodelle von Chefkoch.de einsetzt. Er zeigt uns den typischen Produktentwicklungsprozess von der Marktbeobachtung, über die Product Discovery bis zum MVP.

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Auf der Terasse finden auch Grillparties statt

Dieses Interview erschien zuerst auf unserem neuen Magazin digitale-leute.de. Dort schauen wir mit einer neuen, frischen Perspektive auf die deutsche Digitalszene. 

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Hallo Hendrik, was ist deine Rolle bei Chefkoch?

Ich bin Product Owner bei einem unserer sechs Scrum-Teams. Vier Teams kümmern sich um das Kerngeschäft, das heißt die Weiterentwicklung der bisherigen Funktionen und Erlösmodelle. Ein weiterer Produktmanager und ich entwickeln und testen neue Geschäftsmodelle und Features. Diese neuen Ideen erarbeiten wir entlang des Kochlebenszyklus, der beschreibt, wie ein Nutzer für jedes Kochevent mehrere Schritte durchläuft.

Außerdem habe ich bei Chefkoch noch die Rolle des Coaches und Sparringspartners für einen Product Owner, der für die Chefkoch-Akademie zuständig ist.

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Am Tresen von Chefkoch

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Ein Kollege goes goofy

Worin besteht die Aufgabe eines Product Owners bei Chefkoch?

Der Product Owner bei Chefkoch ist derjenige, der im Konzert mit den verschiedenen Stakeholdern im Unternehmen, dem Entwicklerteam, der Qualitätssicherung, dem Community-Management, dem UX- und Design-Team und den Experten für SEO und Marketing, bestehende Produkte weiterentwickelt und neue Produktentwicklungen anstößt.

Der Product Owner kann und muss sich einzig und alleine auf die fachliche Weiterentwicklung des Produkts konzentrieren. Er muss sich zudem darum kümmern, dass die Projekte angegangen werden, die die Firma vorantreiben und sorgt im Scrum-Team dafür, dass die richtigen Aufgaben im Backlog stehen. Dabei ist es schon von Vorteil, wenn man gewisse Führungsqualitäten hat. Die Optimierung der Prozesse und die Verbesserung der Zusammenarbeit übernimmt aber der Scrum-Master.

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Hendrik an seinem Arbeitsplatz

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Hendrik sitzt mit seinem Team im Büro

Was hat es mit dem Kochlebenszyklus auf sich?

Der Kochlebenszyklus beschreibt die Schritte eines Users, die er für die Durchführung eines Kochevents vollzieht. Zum Beispiel möchte er im ersten Schritt Kochrezepte suchen und finden, nach der Rezeptauswahl geht er dann einkaufen, dann kocht er, isst, und zum Schluss kommuniziert er darüber.

Das ist kein Zyklus, wo jeder jeden Schritt durchläuft. Manchmal muss man für ein Event nicht einkaufen gehen. Aber es ist etwas, das sich ständig wiederholt. Bei einigen findet der im Tagesrhythmus statt, bei anderen im Wochenrhythmus. Bis jetzt wird Chefkoch hauptsächlich als Inspirationsquelle für Rezepte und über seine starke Community wahrgenommen.

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Vertrauen und Transparenz

Und wo in diesem Prozess bist du tätig?

Rezepte suchen und finden und über das Thema Essen sich austauschen, das findet bei uns schon sehr stark statt und bildet auch unser Kerngeschäft ab. Im Neugeschäft, für das ich zuständig bin, geht es zum einen darum neue Erlösmodelle zu entwickeln, aber auch um die Frage, wie wir die User in den Schritten im Kochlebenszyklus begleiten, in denen wir noch nicht so stark sind.

Unsere Einkaufsliste zum Beispiel hat schon einen ordentlichen Funktionsumfang, es besteht aber noch ein starkes Ausbaupotential. Das ist ein aktuelles Projekt von mir und den Kollegen vom Sales, bei dem es darum geht den User noch stärker beim Einkaufen zu begleiten. Dabei lassen wir immer offen, ob der Einkauf offline oder online durchgeführt wird. Denn Online-Lebensmittelhandel ist in Deutschland noch ein zartes Pflänzchen. In der Schweiz oder in Schweden sieht das schon ganz anders aus.

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - gemeinsame Arbeit an einer WandDigitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Portrait von Hendrik in seinem Büro

Wie sieht der Produktentwicklungsprozess bei Chefkoch aus?

Ganz am Anfang steht die Marktbeobachtung und das Auffinden von Marktchancen. Da ist es zum Beispiel meine Aufgabe den Online-Lebensmittelhandel in Deutschland zu analysieren und zu reflektieren, ob es wirtschaftlich oder für den User Sinn macht, wenn Chefkoch daran partizipiert. In unserer Produktvision, in dem der Kochzyklus vorkommt, kann man so etwas wie eine Einkaufsbegleitung in Form einer Einkaufsliste durchaus als nächsten logischen Schritt ableiten.

Dann folgt ein Workshop, die Product Discovery, während dessen wir verschiedene Ideen sammeln, wie das aussehen könnte. Wenn wir in der Product Discovery feststellen, es könnte ein neues Produkt für Chefkoch sein, gibt es verschiedene Methoden, um Ansätze für die Umsetzung zu finden. Wir erstellen da zum Beispiel einen Lean Canvas, mit dem wir Fragen beantworten wie: Wer ist unsere Zielgruppe? Was sind die Probleme dieser Zielgruppe? Mit welchen Features wollen wir diese Probleme lösen? Wie wollen wir damit Geld verdienen? Wie ist die Kostenstruktur?

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Wände bei Chefkoch werden genutzt

Das klingt sehr nach Start-up-Methodik!

Wir sind nicht so flexibel wie ein Start-up, denn am Ende sind wir auch Teil eines Konzerns, der längerfristige Strategien verfolgt. Aber wir wollen durchaus die Flexibilität, die ein Start-up hat, wiedererlangen und erhalten. Wir nutzen viele Produktentwicklungsmethoden aus dem Start-up-Bereich.

Woran liegt das?

Es scheint ein allgemeiner Trend zu sein, dass auch ältere Firmen wie die Telekom oder die Post versuchen von Start-ups zu lernen und Projekte mit Scrum zu entwickeln. Scrum heißt ja nicht, dass man alle zwei Wochen die Richtung oder den Fokus verliert, sondern dass man ständig hinterfragt und misst, ob man noch das Richtige tut.

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Kollege mit Nerfgun

Wie geht es dann weiter im Prozess?

Meist gibt es immer mehrere Optionen sein Ziel zu erreichen und das heißt, man muss sich letztlich für etwas entscheiden und einen Priorisierungsprozess etablieren. Da helfen dann wirtschaftliche Kennzahlen. Aber nicht alles, womit man Geld verdienen kann, passt auch zu Chefkoch. Darum haben wir einen “Purpose”, einen Zweck, definiert. Die Umschreibung dafür ist: Der Grund, warum eine Firma existiert, außer, dass sie Geld verdienen möchte. Das klingt dann etwas pathetisch so:

Wir liefern das Rezept für gemeinsame Momente des Glücks.

Darin enthalten ist, dass es eben um mehr als nur um die Kochanleitung geht, sondern ein Rezept für schöne, gemeinsame Momente. Essen soll verbinden und dient nicht nur zur Nahrungsmittelaufnahme, die hungrige Menschen satt macht. Dieser “Purpose” stellt den Kern unserer Werte dar und jede Idee muss damit konformgehen, wobei es relativ selten vorkommt, das eine Idee dem widerspricht.

Dann folgen Usertests am Prototypen, wir erstellen ein Minimal Viable Product (MVP), was bedeutet, dass wir etwas entwickeln, was bereits in der Lage ist uns zu zeigen, ob das funktionieren könnte. Und daran wird dann iterativ das Produkt entwickelt.

Eine Methode, um herauszufinden, ob man sich auf dem richtigen Weg bei der Produktentwicklung befindet, ist zum Beispiel Impact Mapping. Die Methode zwingt einen dazu ein klar messbares Ziel zu setzen, muss Akteure definieren, die etwas zu diesem Ziel beitragen können und den Impact selbst herausarbeiten, den sie auf dieses Ziel haben sollen. Am Beispiel unserer Einkaufsliste gibt es verschiedene Möglichkeiten die Nutzung der Liste zu erhöhen. Ich kann das Featureset erweitern, aber natürlich auch extern Werbung schalten und so den Traffic erhöhen. Die Frage ist dann: Was ist der effizienteste Weg zum Erfolg? Vielleicht muss ich sogar verschiedene Lösungswege kombinieren.

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Tischtennis im Chefkoch Büro

Wie lange dauert ein Produktentwicklungsprozess für gewöhnlich?

Das ist sehr unterschiedlich. Manche Ideen sterben schon bei der Ideenfindung, während der Product Discovery. Nicht wenige werden nach der Entwicklung des MVP nicht weitergeführt, was den Verlust von bis zu zwei Wochen Entwicklungsarbeit bedeutet. Bei manchen Projekten braucht es sogar Monate, um erste wirklich aussagekräftige Erkenntnisse zu gewinnen.

Welche Rolle spielt Testing bei der Produktentwicklung?

Wir testen bei Chefkoch auf verschiedene Arten. Das können User-Tests sein oder Umfragen, oder man holt einen Kollegen aus einer anderen Abteilung, wenn man schnell mal Feedback braucht. Falsch ist es auf jeden Fall, wenn man Feedback gar nicht, oder sehr spät einholt. Ich habe schon Projekte gesehen, bei denen der Usability-Test der letzte Schritt vor dem Livegang war. Da merkt man natürlich häufig, dass man ein halbes Jahr in die falsche Richtung entwickelt hat.

Unsere UX-Abteilung hat zum Beispiel für einen Usability-Test unserer Einkaufsliste ein eigenes Setup entwickelt. Testleiter und Proband saßen dafür in einem Raum, wir in einem anderen und konnten über einen Monitor den Testverlauf beobachten. Das war sehr interessant als Product Owner mit rein zu hören, wenn so ein Test an einem gerade entwickelten Produkt durchgeführt wird.

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Über der Couch hängen Bilder von Mitarbeitern

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Entspannt arbeiten

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Gemeinsames Arbeiten bei Chefkoch

Hast du schon mal als Product Owner darüber nachgedacht einen Roboter zu entwickeln, der kochen kann? Die Entwicklung des Thermomix geht da ja so ein bisschen in die Richtung Automatisierung.

Die Benutzer des Thermomix sind eine stetig wachsende Fangruppe, die eine eingeschworene Gemeinschaft sind. An die Entwicklung eines Kochroboters habe ich allerdings noch nicht gedacht. Ich glaube, das würde auch gegen unseren Purpose gehen, denn wenn ein Roboter kocht, dann wird das Essen leblos.

Wenn man sich zum Beispiel Backrezepte anschaut, dann backt niemand, weil er davon satt werden möchte, sondern weil man jemandem damit seine Wertschätzung, vielleicht sogar seine Liebe ausdrücken möchte. Man transportiert immer etwas durch das Essen, das man zubereitet hat, das wird ein Roboter niemals können.

So futuristisch ein Roboter klingt: Ich glaube es ist genau das Gegenteil von dem, was wir fördern möchten.

Am Ende geht es den Leuten immer darum, dass sie selbst gekocht haben und dass sie damit etwas zum Ausdruck bringen wollen.

Ein Thermomix kann auch dabei helfen, das ist dann aber vielleicht auch die Grenze.

Was sind wichtige Themen und Trends in der Produktentwicklung?

Ich bin ein Product Owner, der sich sehr für Methoden interessiert, besonders aus dem Bereich der agilen Softwareentwicklung, also Scrum und Kanban, aber auch aus dem Produktentwicklungsbereich, den man eher mit Start-ups assoziiert. Da geht es dann zum Beispiel um die Lean Start-up Methode und den Lean Canvas.

Das Impact Mapping habe ich ja bereits erwähnt. Ein Scrum-Master hier bei Chefkoch hat diese Methode promoted und ich beschäftige mich seit einigen Monaten damit. Das sollte man sich als Product Owner unbedingt mal anschauen, weil es ein sehr nützliches Tool ist.

Mit Chefkoch sind wir ja im Food-Bereich unterwegs und da muss man in Bezug auf Kommunikation feststellen, dass diese immer bild-lastiger wird. Wenn man sich ein altes Chefkoch-Forum anschaut, dann ist das im Vergleich zu Instagram die reine Textwüste.

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Arbeiten auf der Couch

Welche Tools verwendet ihr?

Für die Projektverwaltung nutzen wir Jira und ein Wiki. Für das Erfolgstracking haben wir mehrere Tools im Einsatz, zum Beispiel Webtrack. Die interne Kommunikation läuft über Jabber und Mattermost. Aber was am Meisten bei uns im Einsatz ist, sind Post-its und Zettel. Wir haben hier viele beschreibbare Wände und Glas-Wände, die wir mit Zetteln und Post-Ist bekleben. Das ist auch für mich das Werkzeug Nummer eins, gleich nach dem Laptop. Wer schon mal versucht hat zu fünft an einem Monitor zu arbeiten, weiß wovon ich spreche.

Wie zufrieden bist du mit deiner Arbeit und was bedeutet für dich Erfolg?

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Arbeit, was zu einem guten Teil am Arbeitsumfeld und an den Kollegen liegt. Bei Chefkoch ist es ja so, dass diejenigen, die die Produkte begeistert nutzen, nicht unbedingt die sind, denen wir die Rechnung stellen. Unsere Produkte sind größtenteils werbefinanziert und die User können sie kostenlos nutzen. Erfolg bedeutet darum für mich, wenn User-Zufriedenheit mit wirtschaftlichem Erfolg einhergeht.

Als Product Owner würde ich mich als erfolgreich bezeichnen, wenn ich methodisch so vorgegangen bin, dass ich hinterher weiß, warum es nicht funktioniert hat.

Was wissen die meisten nicht über deinen Job?

Die meisten wissen nicht, dass es diesen Job gibt.

Gibt es etwas, das dich an deinem Beruf nervt?

Ich würde sagen mich nervt, dass Product Owner so schlecht in ihrer Außendarstellung sind, dass niemand weiß, dass es diese Rolle eigentlich in den meisten digitalen Unternehmen gibt.

Was würdest du Leuten empfehlen, die sich überlegen Product Owner zu werden? Erst mal gratulieren, das sie wissen, dass es diesen Job gibt?

Ja. Dann aber auch, dass es erst mal egal ist, wie man in eine Online-Firma reinkommt. Denn innerhalb gibt es viele Wege Product Owner zu werden. Ich kenne Entwickler, die später Product Owner geworden sind, oder auch welche mit Wirtschaftsinformatik-Hintergrund. Wichtig ist ein technisches Verständnis, aber eben auch das wirtschaftliche, um ein Produkt erfolgreich zu machen.

Die Abkürzung wäre es, ein Start-up zu gründen, denn der Geschäftsführer eines Start-ups ist normalerweise auch immer der Chief Product Owner.

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Hendrik im Besprechungsraum Sinzig

Wusstest du, das du eines Tages Product Owner werden würdest?

Nein, ich habe mich nach dem Studium der Geographie mit den Nebenfächern Informatik und Städtebau als Entwickler bei meinestadt.de in Siegburg beworben und bin dort auch genommen worden. Nach einigen Monaten bin ich dann aber schon in das Produktmanagement gewechselt. Danach habe ich evaluiert, ob ich mich im Bereich geographische Informationsdienste selbstständig mache, habe dann aber recht schnell die Reißleine gezogen und bin dann Product Owner bei Chefkoch geworden.

Gibt es Bücher oder Blogs, die du empfehlen kannst?

Da ich so methodenfixiert bin, kann ich die Bücher von Roman Pichler empfehlen und auch seinen Blog. Ich finde das Usability-Blog ganz gut und finde es am interessantesten, wenn man solche Einstiegspunkte nutzt. Denn dort wird viel gegenseitig zitiert und so findet man immer neue Blogs und Kontributoren in der Szene.

Das Büchlein zum Impact Mapping kann ich sehr empfehlen, als auch das Blog, das einen ersten Einstieg ermöglicht.

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Hendrik auf der Terasse

Digitale Leute - Hendrik Neumann - Chefkoch - Das Gebäude vom Büro soll ein Schiff darstellen

Was ist der größte Fehler, den du beruflich gemacht hast?

In den ersten zwei Jahren meiner beruflichen Laufbahn habe ich nicht genügend über den Tellerrand geschaut. Wenn man davon ausgeht, dass man alles was man lernen muss, irgendwie in der eigenen Firma beigebracht bekommt, dann wird das glaube ich nichts. Man muss über die eigene Firma, sogar über die eigene Branche hinaus aufmerksam sein für Trends und Veränderungen, weil man sonst nicht mitbekommt, dass sich die Welt weiterentwickelt hat und man nur in seiner eigenen Suppe herumgerührt hat.

Vielen Dank für das Interview!

 

Webseite: Chefkoch

Der musikalische Product Owner

Steffen Dierolf, 36, ist seit über fünf Jahren bei Native Instruments und seit August 2015 Product Owner. Er ist verantwortlich für das neuste Produkt in ihrer Hardware-Controller Produktpalette: Die Maschine Jam. Agile Produktentwicklung ist erst seit kurzem Thema bei Native Instruments. Grund genug uns den Produkt-Entwicklungsprozess anzuschauen und Steffen Dierolf als Owner zu interviewen.

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Dieses Interview erschien zuerst auf unserem neuen Magazin digitale-leute.de. Dort schauen wir mit einer neuen, frischen Perspektive auf die deutsche Digitalszene. 

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Hallo Steffen, du warst jetzt zum ersten Mal als Product Owner für die Entwicklung eines Produkts zuständig. Wie fühlt sich das im Vergleich zu deinen früheren Jobs bei Native Instruments an?

Die finale Unit in der Hand zu halten ist schon ein ganz anderes Gefühl, wenn man von Anfang an dabei gewesen ist. Das Konzeptionelle hatte mich in meiner vorherigen Rolle als Quality Assurance-Mitarbeiter nicht erreicht und ich war früher viel später involviert.

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - Maschine Jam an Steffens Arbeitsplatz in Betrieb

Was sind denn die Unterschiede zwischen einem Produkt Owner bei einem Hardware-Projekt und einem reinen Software-Projekt?

Nach unserer Erfahrung kann das Hardware-Development niemals so agil sein wie ein reines Software-Projekt. Das wird immer zu einem gewissen Grad ein Wasserfall bleiben. Wenn sich zum Beispiel herausstellt, dass man die falsche Komponente geordert hat, dann verzögert sich das gesamte Projekt bis man die passende Komponente gefunden hat.

Spannend ist, beide Ansätze miteinander zu verbinden. Das ist die aktuelle Herausforderung, der wir uns bei Native Instruments stellen: Wie schaffen wir es auf der einen Seite unseren Teams nur Problembeschreibungen zu geben, während wir auf der anderen Seite ein Hardware-Layout haben, das frühzeitig in Stein gemeißelt wird?

Das heißt, es können später keine Änderungen an der Hardware durchgeführt werden? Alle Knöpfe und Regler bleiben wo sie sind?

Genau, dieses Layout müssen wir relativ früh einfrieren. Was wir ändern können sind die Label, was wir uns auch recht lange offen halten. Zum Beispiel hatten wir bei der Jam die Idee, über die Touchstrips auch Noten spielen zu können. Bei ein paar Hackdays haben wir das reingehackt, um einen Eindruck davon zu bekommen, ob das funktioniert. Wir fanden das so gut, dass es zuletzt seinen Weg in das Produkt gefunden hat. Für einen Button hat das bedeutet, dass wir die Beschriftung geändert haben. Die ursprüngliche Funktion, die auf dem Button lag, wanderte dann auf ein Shift-Label.

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - Notizzettel sind Steffens wichtigstes Arbeitsmittel

An wen richtet sich euer neues Produkt Maschine Jam?

Unsere bisherigen Maschine-Produkte sind grundsätzlich für Producer aller Genres geeignet, aufgrund ihres Workflows sind sie aber besonders im Bereich Urban und Hip Hop beliebt. Die Maschine Jam richtet sich eher an Studios und Producer elektronischer Musik. Wir wollen uns ein bisschen mehr an den Programmierer statt an den klassischen Musiker wenden.

Auf den bisherigen Devices wird viel mit Fingerdrumming gespielt. Darum haben wir mit dem Layout der Pads einen neuen Weg beschritten und statt Pads Buttons genommen und statt 4×4 ein 8×8 Layout gewählt.

Jam ist ein Device mit dem man den gesamten Track im Auge hat, während die anderen Devices eher ins Detail gehen. Darum ergänzen sie sich auch super.

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - Maschine Jam in einem voll eingerichteten Studio © Native Instruments

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - Steffen drückt die Shift Taste

Seit wann wird bei Native Instruments mit agilen Methoden gearbeitet?

Noch gar nicht so lange. Ich war der Erste, der den Scrum Master Titel bei Native Instruments hatte und konnte so bei der Einführung und Umstrukturierung helfen. Was wirklich geholfen hat, war die Zertifizierung durch die Scrum Alliance, denn der Workshop hat mich persönlich weitergebracht. Ich komme selbst aus der Entwicklung und deshalb fand ich agile Entwicklungsmethoden immer total spannend, weil es die Engineers mehr einbezieht und auch mehr motiviert. Bei der Einführung war das ganze Team beteiligt.

Mit welchen Problemen hattet ihr bei der Einführung zu kämpfen? Welche Learnings konntet ihr aus dem Prozess ziehen?

Wir haben versucht die Einführung von agilen Methoden behutsam zu gestalten und haben uns dazu auch ein wenig externe Hilfe geholt. Zunächst gab es ein großes Standup. Dann fingen wir damit an, Schätzungen auf Tasks und Stories zu packen und die ersten kleinen Teams zu bilden. Da hat sich dann schon gezeigt, dass Scrum nur Sinn macht, wenn das Dreieck aus Team, Product Owner und Scrum Master vollständig ist.

Ein weiteres Thema war Ownership. In Scrum liegt deutlich mehr Verantwortung im Team als mancher gewohnt war.

Es hat eine Weile gedauert bis erkannt wurde, dass es nicht nur mehr Verantwortung gibt, sondern auch mehr Freiheit.

Die Anzahl der Meetings war am Anfang auch problematisch, weil wir parallel weiterhin Maschine entwickeln mussten. Das wichtigste Meeting aus dem Scrum-Katalog ist für uns die Retrospektive. Ohne die wären wir heute nicht wo wir sind.

Was genau ist deine Aufgabe bei Native Instruments?

Aktuell bin ich Product Owner für Maschine Jam, was bedeutet, dass bei mir alle Fäden zusammenlaufen. Ich bin im Kontakt mit unseren Hardware-Engineers, bin zuständig für die Software-Integration, arbeite mit dem Scrum-Team eng zusammen und bin der Ansprechpartner für Marketing, Sales und Sounddesign. Davor war ich Scrum Master, Projektmanager und in der Qualitätssicherung. Es hat sich hier bei Native Instruments ergeben, dass ich fast jedes Jahr einen neuen Job habe.

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - ein Portrait von Steffen

Wie bist du zu Native Instruments gekommen? Welche Ausbildung hast du absolviert?

Angefangen hat alles mit einer klassischen Toningenieurs-Karriere. Nach dem Abi habe ich beim nächst größeren Tonstudio eine CD mit Beats eingereicht und mich um einen Job beworben. Zwei Wochen später haben die sich tatsächlich gemeldet und mich als Freelancer engagiert. Dort hatte ich immer wieder die Möglichkeit dem Toningenieur über die Schultern zu schauen. Als der Toningenieur dann mal krank war, war ich an der Reihe. Und so bin ich dann reingekommen.

Dort habe ich Native Instruments Produkte mit reingebracht: Ich kenne die Produkte sozusagen von Anfang an und Native Instruments war auch schon immer eine Traum-Company, in der ich arbeiten wollte. Außerdem war ich noch als tourender DJ unterwegs, hatte eine eigene Radiosendung für sechs Jahre und habe DJs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei mir in der Sendung gehabt.

Dann habe ich alle meine Platten und Plattenspieler auf einen Schlag verkauft, um mir Produktionsequipment zuzulegen und machte mich in Berlin mit Postproduktion selbstständig, also Mixing und Mastering.

Ich hatte mir aber das Ziel gesetzt spätestens mit 30 entweder nicht mehr 60 Stunden die Woche arbeiten zu müssen, oder mir eine vernünftige Arbeit zu suchen.

So kam es, dass ich für eineinhalb Jahre einen Ausflug nach Dänemark zu TC Electronic gemacht habe. Ich glaube, das hat schließlich meinen Einstieg bei Native Instruments möglich gemacht, denn TC Electronic ist einer der Weltmarktführer für Musikhardware. Da konnte ich dann auf einem Gebiet einfach Erfahrung vorweisen. Bei Native Instruments habe ich dann erst mal bei der Quality Assurance angefangen.

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - Steffen testet die Maschine Jam

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - Steffens Arbeitsplatz in seinem Büro

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - Steffens Arbeitsplatz mit Mac, Maschine und Keyboard

Bist du eigentlich Musiker?

Vor ein paar Jahren hätte ich gesagt, dass ich das bin. Inzwischen würde ich sagen, das mein Hobby Musiktechnologie ist. Ich mache noch immer an mehreren Tagen die Woche Musik, probiere neue Sachen aus, die auf dem Markt sind, habe aber seit über einem Jahr keinen Song mehr fertig gestellt.

Wie sieht dein Alltag bei Native Instruments heute aus?

Unser Tagesablauf richtet sich nach dem Scrum-Workflow. Wir haben eine Kadenz, das heißt, unsere Firma tickt im zwei-Wochen-Rhythmus. Alle zwei Wochen gibt es eine große Demo, bei der jedes Team auf die Bühne geht und zeigt, was erreicht wurde. Das ist mein Startschuss, denn dann geht es in die Planung mit den Teams, bei der wir uns die Backlog anschauen.

Das ist immer auch ein bisschen Verhandeln, denn wir versuchen ein Agreement zu erreichen, das realistisch und in zwei Wochen zu erreichen ist. Ich schreibe dabei keine Spec, sondern beschreibe die Probleme. Das Team kommt dann mit der Lösung. In den zwei Wochen bin ich für das Team ansprechbar, in denen wir zum Beispiel über verschiedene Lösungswege sprechen.

Das Spezielle bei uns ist zudem, dass wir einen skalierten Ansatz fahren. Im klassischen Scrum-Ansatz gibt es einen Product Owner und ein Entwicklungsteam. Bei uns ist es aber so, dass ich als Product Owner wiederum Mitglied in einem Team bin, einem crossfunktionalen Team. Der Owner ist dann der Programe Owner. In diesem Team sind Mitlieder aus Marketing, Sales und Controlling und weitere Product Owner.
In diesem Team arbeiten wir viel mit einem Modell, das Lean Canvas heißt, was meist der erste Schritt zu einem neuen Produkt ist. Für diesen Prozess versuchen wir an so viele Zahlen wie möglich zu kommen, nutzen dafür aber auch Erfahrungswerte.

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - Der Arbeitsplatz eines Entwicklers

Vielleicht kannst du das mal an der Entwicklung von Maschine Jam erläutern.

Uns war von Anfang an klar, dass wir eine neue Kategorie einführen wollten, denn mit dem 4×4 Layout stößt man an Grenzen, beziehungsweise kann nur bestimmte Usergruppen ansprechen. Klassischerweise sind viele andere Hardware-Controller auf acht oder ein Vielfaches von acht ausgelegt. Schon ganz klassische Controller, die es schon seit über zwanzig Jahren gibt, haben acht Fader und lassen sich mit weiteren acht erweitern. Acht macht musikalisch durchaus Sinn.

Wie habt ihr dann versucht das Layout umzusetzen?

Neu bei der Entwicklung der Maschine Jam war, dass wir ein Prototyping mit einem Touchscreen gemacht haben, bevor wir die Hardware vorliegen hatten. Dafür haben wir uns eine Ladung Touchscreens geholt und dort Funktionen emuliert. Früher haben wir das mit Papier getestet. Das mit den Touchscreens war aber genial, denn wir hatten bereits richtige Funktionalität implementiert.

Zum Beispiel hatten wir da bereits den Step-Sequencer laufen. Bis wir auf die echte Hardware gegangen sind, hatten wir also mehrere Tage Zeit Funktionalität zu entwickeln, die wir dann direkt auch nutzen konnten. Das war großartig.

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - Maschine Jam als Touch-Prototyp

Wie wurde die Hardware entwickelt?

Unsere Hardware-Abteilung entwickelt zum Beispiel das Leiterplatten-Design, Industrial-Design, Mechanical Engineering, und übernimmt auch das Firmware-Development. Das ist ein sehr erfahrenes Team, wo ich das Projekt nur anzustoßen brauche, damit es läuft.

Als nach vielen Gesprächen klar war, dass wir ein 8×8 Grid haben wollen, hat einer unserer erfahrenen Produkt-Designer, der bereits beim Design des ersten Maschine-Produkts beteiligt war, einen Layout-Entwurf gemacht. Ab dem Zeitpunkt stand dann das Knopf-Layout fest, dass wir über den Touchscreen-Prototypen nochmal evaluiert haben. Im nächsten Schritt ging das dann an den Industrial-Designer, der das Produkt ausarbeitet und sich dabei viel mit dem Mechanical Engineering unterhält. Wir wollten das Produkt zum Beispiel dünner machen. Der Industrial-Designer prüft dann, ob das realistisch ist.

Das Hardware-Layout steht von Anfang an fest.

Parallel dazu läuft dann auch schon das Electrical Engineering, bei dem wir Leiterplatten bestücken und einen ersten Prototypen erstellen. Vom ID-Design machen wir dann ein reines Plastik-Gerät, was keine Funktion hat, aber das wir brauchen, um den Formfaktor zu überprüfen und einen Eindruck von der Anmutung zu bekommen. Dabei gilt es immer an die Workflows zu denken.

Wenn der Prozess mit dem ID-Mockup abgeschlossen ist, erstellen wir den ersten richtigen Prototypen für die Engineering Validation.

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - Steffen mit einem Testpanel für Knöpfe

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - Testgeräte und verschiedene Versionen

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - der Prototyp eines Keyboards

Wann ist dann die erste verkaufsfertige Version verfügbar?

Zunächst müssen wir noch die Design Verification abschließen. Das Electrical Engineering stellt sicher, dass das auch alles so funktioniert, wie wir uns das gedacht haben. Dann bauen wir ein paar weitere Prototypen, aber die bauen wir noch immer hier in Berlin. Die sogenannte Pilot Production findet dann vor Ort in China statt, wo wir prodzieren lassen, und dient als Vorbereitung für die Massenproduktion. Ein Team von uns ist dann vor Ort in China und hält zum ersten Mal das fertige Produkt in der Hand.

Mit welchen Tools organisiert ihr eure Workflows?

Für die Entwicklung benutzen wir Jira als Ticketsystem. Wo es dann ein bisschen übertrieben erscheint Jira zu nutzen, greifen wir zum Beispiel im Marketing und Sales auch gerne auf andere schlankere Tools zurück. Seit vier Wochen nutzen wir zudem Slack und es ist schön zu sehen, dass es jetzt eine ausgereifte Lösung gibt, mit der alle einverstanden sind. Vorher hatte beinahe jede Gruppe verschiedene Tools.

Welche Arbeitsmittel brauchst du, um gut arbeiten zu können?

Ohne Jira könnte ich nicht arbeiten. Aber ohne Post-Its geht gar nichts. Das liegt vielleicht an meinem Scrum-Hintergrund, dass ich ein Post-it Verfechter bin. Ich finde es super, wenn alles transparent an der Wand ist. Ich hatte mal die „Getting-Things-Done“ Methode ausprobiert. Letztendlich bin ich aber zu Jira und Papier zurückgekehrt.

Als Arbeitsgerät nutze ich einen Mac und wegen meiner Quality Assurance Vergangenheit habe ich noch einen PC. Ich finde es charmant beides zu haben, um Sachen ausprobieren zu können.

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - Steffens Hände halten einen Stift

Was sind für dich wichtige Themen und Trends, die dich bei deiner Arbeit beschäftigen?

Generell kann man sagen, dass wir uns noch immer in der Transition zur agilen Methode befinden und ich denke, dass diese nie komplett abgeschlossen sein wird.

Neu für mich als Product Owner ist die Kommunikation mit unseren Usern. Das gab es sicherlich auch schon in der Vergangenheit, hat für mich jetzt aber eine andere Wertung. Da stellen sich Fragen nach der Methode und der Auswertung. Wie viel Feedback brauche ich, um eine gute Entscheidung treffen zu können?

Testing ist ein weiterer wichtiger Punkt bei Native Instruments. Testautomation, gerade in Bezug auf unsere Units, ist eines der Ziele. Als ich bei Native Instruments angefangen habe, wurde fast ausschließlich manuell getestet. Das hat sich inzwischen geändert, muss aber auch noch weiter entwickelt werden.

Ganz generell sind die aktuellen Entwicklungen auf dem Musik-Industrie Markt sehr spannend. Ein gutes Beispiel sind die modularen Synthesizer. Das ist ein riesiger Trend zu einer Zeit, in der es eigentlich eher um Software geht. Da geben die Leute hunderte von Euro für einzelne Module aus, die sie dann zusammenstecken, damit sie ein System haben, um einen einzigen Sound zu produzieren. Ich bin sehr gespannt wohin sich das entwickelt. Für uns ist das natürlich ein toller Trend, denn er zeigt, dass die Leute Geräte zum Anfassen haben wollen.

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - Softwareentwickler bei der Arbeit

Digitale Leute - Steffen Dierolf - Native Instruments - das Großraumbüro

Gibt es Bücher oder Blogs, die du empfehlen kannst?

Das Buch “Agile Product Management with Scrum” von Roman Pichler über Product Ownership ist ein Buch an dem man nicht vorbeikommt, wenn man sich gerade neu mit dem Thema beschäftigt. Zu Scrum generell lese ich keine Blogs, habe aber einige Bücher gelesen. Eines, das ich toll fand, war „Coaching agile Teams“ von Lyssa Adkins. Das Buch “The Professional Scrum Master’s Handbook” von Stacia Viscardi ist auch sehr zu empfehlen.

Außerdem nutze ich viel Google, um nach Problemen zu suchen.

Haben eigentlich bei Native Instruments alle Mitarbeiter einen musikalischen Hintergrund?

Es ist nicht erforderlich Musiker zu sein, um bei Native Instruments arbeiten zu können. Aber ich glaube, es erleichtert den Alltag hier deutlich. In der Tat arbeiten viele Musiker bei uns, eine genaue Zahl kann ich aber nicht sagen. Die Leute arbeiten hier, weil sie hier arbeiten wollen und nicht, weil sie zufällig Entwickler sind und Native Instruments nach Entwicklern sucht.

Ich habe zum Beispiel das große Glück mit einem Team zusammen zu arbeiten, in dem alle die Produkte nutzen. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass wir im Sinne unserer agilen Entwicklung Userinterviews durchführen würden, aber die Antwort nicht nachvollziehen könnten, dann wäre das fatal.

Ich glaube es ist enorm wichtig in die Userrolle schlüpfen zu können. Das ist ein Schlüsselelement, egal ob man Entwickler, QA-ler, Produktdesigner oder Product Owner ist.

Vielen Dank für das Interview!

Webseite:Native Instruments