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12 aufstrebende Startups, die gerade Millionen eingesammelt haben
Große Finanzierungsrunden von Unicorns und bekannten Scaleups sorgen regelmäßig für Schlagzeilen. Dabei geht schnell unter, dass auch viele jüngere und weniger bekannte Startups gerade ordentlich Kapital einsammeln. Und genau dort lohnt sich ein genauerer Blick.
Die Bandbreite ist groß: Ground A sammelte 9,1 Millionen Euro ein, syte 9 Millionen und amber 7 Millionen. Dahinter folgen Unternehmen aus HealthTech, KI, AgriTech, Bau und Energie mit ebenfalls beachtlichen Finanzierungsrunden.
Viele dieser Namen dürften noch nicht jedem geläufig sein. Das könnte sich schnell ändern. Hier sind zwölf aufstrebende Startups, die man jetzt im Auge behalten sollte.
12 aufstrebende (junge) Startups
Ground A
+++ Der Münchner Investor Vsquared Ventures, Robin Capital, Global Resilience Innovation Fund (GRIF), OVNI Capital, ABACON, Leblon Capital, J14 Capital, Elephant Lake Capital (Marlon Braumann), Quantum Systems sowie Business Angels wie Florian Seibel, Sven Kruck, Andreas Nauerz und Stefan Roebel investieren 9,1 Millionen Euro (Pre-Seed-Investmentrunde) in Ground A. Das DefenseTech aus Berlin und Düsseldorf, 2026 von Tobias Brune, Daniel Hariri, Roland Spiegelhalter gegründet, entwickelt ein laserbasiertes System zur Abwehr kleiner Drohnen. Die Technologie kombiniert Radar und Sensorik mit KI und Computer Vision, um Drohnen automatisch zu erkennen und zu verfolgen; die Entscheidung über die Neutralisierung bleibt beim Menschen. Das frische Kapital soll in die „Kommerzialisierung der ersten Maschinenserie“ fließen. Mehr über Ground A
syte
+++ amberra, das Venturing Studio der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken, NRW.BANK und Altinvestoren investieren 9 Millionen Euro in Syte. Das Startup aus Münster, 2021 von Matthias Zühlke und Familonet-Gründer David Nellessen gegründet, positioniert sich als „Softwarelösung, die Grundstücke und Gebäude in Deutschland digital erfasst und in Echtzeit analysiert“. „Unternehmen der Schwarz Gruppe“, Vantage Value, vent.io, High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Co. investieren zuletzt 5 Millionen Euro in Syte. Insgesamt sammelte das Startup bereits rund 16 Millionen ein. Mit dem frischen Kapital möchte das Team vor allem die „europäischer Expansion“ vorantreiben. amberra und NRW.BANK halten nun jeweils 7 % an der Jungfirma. Über 40 Mitarbeitende arbeiten derzeit für syte. Mehr über Syte
amber
+++ NRW.Venture, der VC-Fonds der NRW.Bank und Altinvestor Ventech investieren 7 Millionen Euro in amber. Das Aachener KI-Startup, 2020 von Bastian Maiworm, Philipp Reißel und Igli Manaj gegründet, möchte kleinen und mittelständischen Unternehmen helfen, ihr „Unternehmenswissen zentral verfügbar zu machen“. Mit dem frischen Kapital möchte das Team unter anderem „seine Expansion in Europa beschleunigen“. Der französische Frühphasen-Investor Ventech und Business Angels investierten zuletzt bereits 2,1 Millionen Euro in das Unternehmen, das früher als amberSearch bzw. amberoad unterwegs war. Ventech hält derzeit rund 25 % an der Jungfirma. Mehr über amber
AssistMe
+++ Der spanische Investor CRB Health Tech, Vorwerk Ventures (Berlin), SUM Ventures (USA) und Altinvestoren wie Brandenburg Kapital, das Family Office Conle, Next Big Thing und IBB Capital investieren 6,5 Millionen Euro in AssistMe. Das HealthTech aus Berlin, 2017 gegründet, entwickelt digitale Assistenzsysteme für die Pflege. Das Kapital soll „in den Ausbau der Vertriebsstrukturen in Europa, die Vorbereitung des US-Markteintritts und die Weiterentwicklung der Pflegeplattform alea“ fließen. Albers Investment (Stephan Albers), Brandenburg Kapital, das Family Office Conle, Next Big Thing und IBB Capital investierten zuletzt 5,2 Millionen Euro in das Unternehmen, das von Julio Brandl geführt wird. Gründungsinvestor Next Big Thing hält derzeit rund 40 % an AssistMe. Mehr über AssistMe
aitiologic
+++ Der Berliner HealthTech-Investor Heal Capital, der Münchner Impact-Geldgeber Ananda Impact Ventures, PUSH, LANA Ventures und Gordon Sanghera investieren 6,4 Millionen Euro in aitiologic. Das Startup aus Wien, 2023 von Andreas Posch und Stephan Beisken gegründet, entwickelt KI-Lösungen für die Präzisionsmedizin. Die Technologie soll Krankheiten frühzeitig erkennen und dabei helfen, Therapien gezielter auf einzelne Patientinnen und Patienten abzustimmen. Mehr über aitiologic
Computomics
+++ Der niederländische Investor Convent Capital Agri Food Fund, High-Tech Gründerfonds (HTGF), MBG Baden-Württemberg und Amathaon Capital investieren 6,3 Millionen Euro in Computomics. Das AgriTech-Startup aus Tübingen, 2012 von Sebastian Schultheiss und Tobias Dezulian gegründet, entwickelt „KI-Modelle, die vorhersagen, wie sich ein Züchtungskandidat unter bestimmten Bedingungen verhalten wird“. Das frische Kapital soll in den „Ausbau der klimaresilienten Pflanzenzüchtungsplattform des Unternehmens“ fließen. Zuvor flossen rund 2,5 Millionen in Computomics – unter anderem vom HTGF, BASF Venture Capital und Amathaon Capital. Mehr über Computomics
Mika
+++ Der Londoner B2B-Investor Smedvig Ventures, das Family Office Wecken & Cie, Dennis Bemmann, Michael Brehm, Johannes Ditterich und Martina Pfeifer sowie die Altinvestoren Keen Venture Partners und Dutch Founders Fund investieren 6 Millionen Euro (Seed-Investment) in Mika. Das Berliner KI-Startup, 2022 von Agnieszka Walorska, Lukas Linnekuhle und Henry Müssemann gegründet, bietet kleinen GmbHs und UGs eine KI-basierte Alternative zum klassischen Steuerbüro. Das Unternehmen übernimmt Buchhaltung, Umsatzsteuervoranmeldungen, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen, wobei die Ergebnisse von eigenen Buchhalter:innen geprüft werden. Das frische Kapital soll vor allem in die „Weiterentwicklung des KI-Systems“ fließen. Keen Venture Partners und Dutch Founders Fund investierten zuvor 800.000 Euro in Mika. Mehr über Mika
conmeet
+++ Der junge KI-Investor May Ventures, Reimann Investors Venture Capital und Smedvig Ventures investieren 6 Millionen Euro (Pre-Seed-Investment) in conmeet. Das Startup aus Borken, 2023 von Leandro Ananias, Lennart Eckerlein und Seriengründer Benedikt Kisner (netgo group) gegründet, positioniert sich als „zentrale KI-Steuerungssystem für Handwerks- und Bauunternehmen“. Die frischen Mittel fließen „in das Wachstum innerhalb der DACH-Region, in die weitere Produktentwicklung und den gezielten Ausbau des Teams“. Mehr über conmeet
Arcos
+++ Der Bonner Investor High-Tech Gründerfonds (HTGF), Bayern Kapital, Pact, Haufe Group Ventures, Robin Capital und Business Angels investieren 5,5 Millionen Euro in Arcos. Das Startup aus München, 2025 von Moritz Steigerwald und Louis Wübben gegründet, baut und betreibt technische Infrastruktur für die zivile Sicherheit. Das Unternehmen verbindet hochgesicherte Infrastruktur mit eigener Technologie, um sicherheitsrelevante Signale zu verarbeiten und kritische Bereiche zu schützen. „Mit der Finanzierung baut das Unternehmen sein Team in Deutschland aus, erweitert seine Plattform und bereitet den Marktausbau im Bereich der kritischen Infrastruktur vor. Im nächsten Schritt will Arcos weitere europäische Märkte erschließen“, teilt das Team mit. Mehr über Arcos
Zeit AI
+++ Y Combinator, Oxford Seed Fund, Sequoia Capital Scout Fund, ACE Ventures, HPVC – Hasso Plattner Venture Capital, Christian Lindner, Mario Götze, Charlie Songhurst, Martin Schoeller und Robert Fink investieren 5 Millionen Euro in Zeit AI. Das Startup aus München, 2024 von den ehemaligen Palantir-Managern Leopold von Waldthausen und Marvin Bornstein gegründet, unterstützt mittelständische Unternehmen dabei, Daten aus unterschiedlichen Systemen wie SAP, ERP oder CRM zusammenzuführen und auszuwerten. Per Spracheingabe lassen sich daraus Dashboards, Berichte und Anwendungen erstellen. Das 6-köpfige Team erwirtschaftete 2024 nach eigenen Angaben bereits einen siebenstelligen Umsatz. Mehr über Zeit AI
F13
+++ Der tschechische Investor Credo Ventures, Point Nine Capital sowie Carles Reina von Baobab Ventures und Jack Richardson von mainframe investieren 5 Millionen US-Dollar (Pre Seed) in F13. Das Berliner Startup, vom Vitt-Gründer Gregory Janik und dem Machine-Learning-Forscher Ingimar Tomasson gegründet, arbeitet an KI-Modellen, die innerhalb weniger Sekunden Vektorgrafiken erstellen. Die erzeugten Grafiken lassen sich skalieren und bearbeiten und sollen insbesondere professionelle Designprozesse vereinfachen und beschleunigen. „Mit dem frischen Kapital wird F13 sein erstes Modell auf den Markt bringen. Darüber hinaus wird das Unternehmen seine Rechenkapazitäten, sein Team und seine Datenbestände ausbauen. So kann das Team neue Anwendungsbereiche für die Technologie erschließen und weitere Modelle für komplexe Designaufgaben entwickeln und bereitstellen“, heißt es in einer Presseaussendung. Mehr über F13
Furo
+++ Der amerikanische Investor TQ Ventures, Neo, Sandberg Bernthal Venture Partners (Sheryl Sandberg) und CDTM Venture Capital investieren 4 Millionen Euro in Furo (früher als Lumera bekannt) – siehe TechCrunch. Das Münchner KI-Startup, 2025 von Lena Voß, Leonie Wagner und Simon Wittner gegründet, optimiert den Einsatz von Batteriespeichern mithilfe von Strompreis- und Wetterprognosen. Die Software des Startups, das lieber in Deutschland statt im Silicon Valley gründete, steuert dabei die Speicher automatisch und vermarktet freie Kapazitäten am Strommarkt. Mehr über Furo
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